Testen von Baugruppen bei rasch wechselnden Varianten

Redakteur: Johann Wiesböck

Die Testsystem-Reihe VTS 2030 von MCD Elektronik adressiert den zunehmenden Bedarf an High-End-Testeinrichtungen für Kunden, die eher kleinere Stückzahlen mit rasch wechselnden Varianten fertigen.

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Bild 1: Der VTS 2030-Tester ist durch leicht zu wechselnde Prüfadapter besonders vielseitig. Er verfügt über eine anwenderfreundliche Höhenverstellung. Ein automatisches Berechtigungsmanagement über RFID-Karten sorgt für Sicherheit.
Bild 1: Der VTS 2030-Tester ist durch leicht zu wechselnde Prüfadapter besonders vielseitig. Er verfügt über eine anwenderfreundliche Höhenverstellung. Ein automatisches Berechtigungsmanagement über RFID-Karten sorgt für Sicherheit.
(Bild: MCD Elektronik)

Der Mess- und Prüftechnikspezialist MCD Elektronik hat seine modulare, vielseitig nutzbare Testsystemreihe VTS 2030 erstmals auf der productronica 2017 vorgestellt. Produktmanager Rüdiger Fritze: „Das wichtigste Merkmal des VTS 2030 ist die Möglichkeit, es innerhalb sehr kurzer Wechselzeiten auf unterschiedliche Baugruppen und Produkte umrüsten zu können. Wir haben mit dieser Neuentwicklung auf den zunehmenden Bedarf an High-End-Testeinrichtungen für Kunden reagiert, die eher kleine Stückzahlen in rasch wechselnden Varianten fertigen und damit voll ins Schwarze getroffen.“

Das ‚MCD VTS Rack‘ ist die Basis jedes Systems, bestückt mit einem PC und dem ‚MCD Universal Messsystem, UMS1300 ULC‘. Die ULC Multifunktionskarte bietet vielfältige Möglichkeiten zur Datenanalyse und Signalerzeugung. Außerdem verfügt das System über bis zu 8 Einsteckplätze für Relais-Multiplexer-Karten. Auf der Tischoberfläche befindet sich der Prüfadapter mit der Aufnahme der zu testenden Baugruppe. Der komplette Prüfadapter wird über eine Pylon-Schnittstelle an das VTS-System angedockt.

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Im Prüfadapter befindet sich auch das „MCD Modul-Messsystem 2030“. Über einen Bus verbunden stehen maximal vier Modulträger für bis zu 16 Funktionsmodule für die individuelle Ausgestaltung der Testumgebung zur Verfügung. Anwender haben die Wahl zwischen DigitalOut-, AnalogIn-, Analog- und Digital-Mux-Modulen, erweiterbar durch Multimeter-, PWM-, CAN/LIN- oder Audio-Module.

Zusätzlich können zwei I2C-Bus-Master, zwei Countereingänge und zwei Codec-Anschlüsse für synchrone Audiosignale konfiguriert werden. Der Prüfadapter wird durch das einfache Wechseln der Funktionsmodule für spezielle Testaufgaben angepasst.

Auch im VTS 2030 kommt der mit über 8.000 Lizenzen weltweit bewährte ‚MCD TestManager‘ für die Steuerung, Auswertung und Dokumentation des Prüfgeschehens zum Einsatz. MCD hat außerdem bei der Software-Ausstattung an jene Kunden gedacht, die mit der Entwicklungsumgebung LabView arbeiten wollen.

Pylon-Adapter mit Schnittstellenblöcken flexibel konfigurieren

MCD arbeitet unter anderem mit dem Prüfadapterspezialisten Ingun zusammen, der den Pylon-Adapter mit Schnittstellenblöcken entsprechend den Anforderungen des Kunden konfiguriert: http://ingun.com/de-de. Die Anwender haben die Wahl zwischen Schnittstellenblöcken für elektrische Signale, Lichtleiter und Pneumatik.

Sonderblöcke stehen zusätzlich bereit für Anwendungen wie Hochstrom, Hochfrequenz usw. Mit nur minimalen Anpassungen ist das System für Funktions-, End-of-Line-, manuelle Funktions- oder Boundary-Scan-Tests nutzbar. „Einige Kunden nutzen es auch als Reparatursystem, zur Verpackungskontrolle und als Montageplatz“, fügt Fritze an.

Die Aufnahme des Prüflings wird von MCD nach Kundenwunsch gefertigt. Für Flachbaugruppen sind dies üblicherweise Nadelbetten, aber auch für elektro-mechanische Baugruppen werden leicht zu bedienende Aufnahmen gefertigt. Zusätzliche Prüfadapter für den Test anderer Produkte kann der Kunde einfach nachbestellen, passend zu seiner Pylon-Schnittstelle. MCD liefert den Adapter einfach mit dem Paketdienst, der Tester kann dabei beim Kunden verbleiben.

Der Prüftisch kann elektrisch auf angenehme Arbeitshöhe gefahren und so auf die individuellen Bedürfnisse des Testpersonals eingestellt werden. Die Werker melden sich per RFID-Device (Karte, Armband oder Chip) am System an. Das ermöglicht ein flexibles Nutzungs- und Berechtigungsmanagement. Praktisch ist auch die Visualisierung des Testergebnisses über einen Leuchtbalken direkt am Adapter: grün für OK-Teile, rot für NIO-Teile.

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