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Tesla: „Unsere Service-Center sind viermal schneller als herkömmliche Werkstätten“

| Autor: Christoph Seyerlein

Mit dem Model 3 will sich Tesla als Hersteller für die breite Masse etablieren. Folgerichtig erhöhen die Kalifornier die Service-Kapazitäten. Wie von der Truppe um Elon Musk gewohnt, geht das nicht ohne vollmundige Ansagen.

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Tesla will im Zuge des Model-3-Rollouts 100 neue Service-Center eröffnen.
Tesla will im Zuge des Model-3-Rollouts 100 neue Service-Center eröffnen.
(Bild: Tesla)

Mit dem Rollout des Model 3 hat Tesla seinen Angriff auf den Massenmarkt gestartet. Auch den Kaliforniern ist klar, dass Investitionen allein in das Produkt nicht ausreichen werden, wenn das Projekt ein Erfolg werden soll. Deshalb hat das Unternehmen um CEO Elon Musk sein eigenes Servicekonzept neu aufgestellt.

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Schon bald sollen weltweit 100 neue Service-Center am Netz sein, kündigte der Hersteller an. Zudem stellt Tesla nach eigenen Angaben 1.400 neue Techniker ein. Wie stark der E-Autobauer die Kapazitäten in Deutschland hochfahren will, ist nicht bekannt. Auf Nachfrage von »kfz-betrieb« sagte eine Tesla-Sprecherin lediglich, man werde „auch in Deutschland die Präsenz stetig erhöhen“. Derzeit sind auf der Website von Tesla Deutschland sieben Service-Center vermerkt, sie befinden sich in München, Nürnberg, Stuttgart, Frankfurt am Main, Düsseldorf, Berlin und Hamburg.

Allzu viele zusätzliche Service-Center hierzulande sind aber unwahrscheinlich. Tesla will seine Kunden nämlich nur im äußersten Notfall in einem der Center sehen. Man setze auf Ferndiagnose und sei davon überzeugt, so 90 Prozent aller Probleme identifizieren zu können. Ein Großteil davon ließe sich „over the air“, also per Software-Update, beheben. Bei schwerwiegenderen Fällen setzt Tesla künftig auf 350 neue mobile Werkstattwagen, die liegengebliebenen Tesla-Fahrern beispielsweise bei einem platten Reifen aus der Klemme helfen sollen.

Sollte ein Werkstattaufenthalt doch unvermeidbar sein, kann der Kunde einen Termin aus seinem Auto heraus über das Infotainment-System buchen. In der Werkstatt selbst sollen Tesla-Fahrer dann von einem „automatischen Check-in“ und „optimierten Reparaturvorgängen“ profitieren.

Viermal schneller, dreimal weniger Platz

Nun wäre eine Tesla-Ankündigung keine echte Tesla-Ankündigung ohne vollmundige Versprechen. Und so mangelt es den Kaliforniern auch diesmal nicht an Selbstbewusstsein. „Oft werden wir fertig sein, bevor Sie Ihren Kaffee ausgetrunken haben“, heißt es beispielsweise.

In einem Werbevideo zur neuen Service-Strategie setzt Tesla sogar noch einen drauf. Die eigenen Service-Center seien „viermal schneller als herkömmliche Werkstätten“ und bräuchten für die Organisation und Abwicklung der Reparaturaufträge „dreimal weniger Platz“.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf unserem Schwesterportal KFZ-Betrieb.de

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