Vom Autopiloten zum humanoiden Roboter Tesla-Roboter soll uns bald zur Hand gehen

Autor / Redakteur: dpa / Peter Königsreuther

Elon Musk präsentierte auf den „AI-Days“ jüngst den Tesla. Der bewegt sich aber nicht auf vier Rädern sondern auf zwei Beinen. Es handelt sich um einen humanoiden Roboter, der gefährliche und monotone Arbeiten übernehmen soll. Ein Prototyp kommt nächstes Jahr.

Firma zum Thema

Soll schon im nächsten Jahr für uns gefährliche Aufgaben übernehmen: Der KI-basierte humanoide Roboter namens Tesla, den Elon Musk letzte Woche erstmals präsentiert hat.
Soll schon im nächsten Jahr für uns gefährliche Aufgaben übernehmen: Der KI-basierte humanoide Roboter namens Tesla, den Elon Musk letzte Woche erstmals präsentiert hat.
(Bild: Tesla)

Tesla-Chef Elon Musk hat einen humanoiden Roboter namens „Tesla“ angekündigt. Ein Prototyp soll schon in rund einem Jahr zu erleben sein, prognostizierte Musk letzte Woche im Rahmen des „AI Day“ des Unternehmens.

Die beiden Roboter-Gesetze von Isaac Asimov scheinen beachtet zu werden, denn es soll ein freundlicher künstlicher Zeitgenosse werden, wie Musk verspricht. Durch eine für Menschen gebaute Welt soll er navigieren können und gefährliche, sich wiederholende und langweilige Arbeiten übernehmen.

Für alle Fälle, merkte Musk an, wird er so konstruiert sein, dass er nicht besonders schnell sei, folglich könne man im Zweifel vor ihm weglaufen.

Tesla-Autotechnik bewegt auch den Tesla-Roboter

Nach Angaben von Musk wird der Tesla-Bot rund 177 cm groß sein und rund 57 kg auf die Waage bringen. Er wird eine Art Bildschirm am Kopf tragen, der nützliche Informationen liefert, aber ansonsten sei er im Grunde genommen mit einem Autopilotsystem ausgestattet, erklärte der Unternehmer.

Der Roboter werde dann mit acht Kameras und einem vollwertigen selbstfahrenden Computer ausgestattet sein – quasi die gleichen Werkzeuge nutzen, die Tesla im Auto verwende. Das Schwierigste an einem nützlichen humanoiden Roboter ist, dass er nicht durch die Welt navigieren kann, ohne gezielt trainiert zu werden,erklärte Musk.

Das müsse aber ohne explizite Anweisungen Zeile für Zeile funktionieren. Man werde mit ihm sprechen können und etwa sagen: „Bitte nimm diese Schraube und befestige sie mit dem Schraubenschlüssel am Auto“. Er sollte dann in der Lage sein, das zu tun, hofft Musk.

„Fahrerloser“ Androide in greifbarer Nähe

Der Einsatz von menschlichen Robotern werde weit reichende Konsequenzen haben, sagte Musk voraus. „In der Zukunft wird körperliche Arbeit eine Option sein. Wenn man sie erledigen will, kann man sie tun, aber man muss sie nicht tun.“

Dies habe offensichtlich tiefgreifende Auswirkungen auf die Wirtschaft, denn wenn man bedenke, dass die Wirtschaft auf ihrer grundlegenden Ebene aus Arbeit bestehe, dann gebe es vielleicht keine wirklichen Grenzen für die Wirtschaft mehr.

Durchaus anzumerken ist aber, dass Tesla zwar dafür bekannt ist, große technische Neuerungen zu einem sehr frühen Zeitpunkt der Entwicklung zu verkünden und Systeme live zu stellen, die von anderen Unternehmen noch nicht als marktreif angesehen werden. Das rächte sich bei der Selbstfahreroption in Teslas Fahrassistenzsystem „Autopilot“ nach einer Reihe von Auffahrunfällen.

Die nächste Stufe des Programms nennt Tesla „Full Self-Driving“ (komplett selbstfahrend), obwohl es, nach geltenden Kriterien nur ein Assistenzsystem bleibt. Bleibt zu hoffen, dass der Tesla-Roboter keine Auffahrunfälle verursacht und mit dem Schraubenschlüssel wirklich umzugehen weiß.

(ID:47599376)