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Tesla-Chef Elon Musk verkauft nun auch Flammenwerfer

| Autor / Redakteur: Christoph Seyerlein / Sebastian Gerstl

Neben Tesla und Space X betreibt Elon Musk auch die Firma „The Boring Company“. Sie beschäftigt sich unter anderem mit Tunnelsystemen, hat Hüte in ihrem Portfolio – und bietet nun auch Flammenwerfer an. Die ersten 10.000 Stück waren in Windeseile ausverkauft.

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Für 500 Dollar können Kunden bei The Boring Company einen Flammenwerfer bestellen.
Für 500 Dollar können Kunden bei The Boring Company einen Flammenwerfer bestellen.
(Bild: The Boring Company)

Elon Musk ist ein Mann mit vielen spannenden Aufgaben. Er will die Autoindustrie mit seinem E-Auto-Hersteller aufmischen, auch die Raumfahrt versucht er mit Space X zu revolutionieren. Weit weniger bekannt ist eine weitere Firma des Multiunternehmers, die dazu passend den Namen „The Boring Company“ trägt.

Sie beschäftigt sich mit weniger strahlkräftigen Themen als Musks andere Unternehmungen. Kernaufgabe von „The Boring Company“ ist es, sich mit Tunnel- und anderen Verkehrssystemen auseinanderzusetzen, die nach Musks Vorstellung in Zukunft die oft verstopften Straßen in Los Angeles entlasten könnten.

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Um zu unterstreichen, wie langweilig „The Boring Company“ tatsächlich ist, können Interessenten auf der Firmen-Webseite außerdem Caps - also Mützen - bestellen. Mit Langeweile und wenig Strahlkraft ist es nun aber erst einmal vorbei: Seit dem vergangenen Wochenende verkauft „The Boring Company“ nämlich auch Flammenwerfer. Elon Musk selbst begleitet die Markteinführung wie gewohnt mit zahlreichen Twitter-Beiträgen. Beispielsweise empfiehlt er den Flammenwerfer als perfektes Utensil, um Parties in Schwung zu bringen, Nüsse zu rösten oder Zombies zu bekämpfen. Sollte Letzteres nicht gelingen, verspricht Musk Käufern eine Geld-zurück-Garantie.

Die Auflage des Flammenwerfers ist auf 20.000 Stück begrenzt, Montagmorgen waren Musk zufolge bereits 7.000 verkauft, inzwischen soll die Zahl bei über 10.000 Stück liegen. Der Preis beträgt 500 Dollar (gut 400 Euro). Als passende Zusatzausstattung bietet „The Boring Company“ einen Feuerlöscher für 30 Dollar an. Den Flammenwerfer hatte Musk seinen Fans übrigens versprochen, sobald „The Boring Company“ 50.000 Caps verkauft habe. Ende des vergangenen Jahres war diese Marke gefallen.

Kunden in den USA können sich das Gerät ohne Probleme bestellen: Dort braucht man für einen Flammenwerfer keinen Waffenschein. Hierzulande sieht die Rechtslage aber anders aus: Flammenwerfer gelten in Deutschland als verbotene Kriegswaffe.

Auch in den USA rührt sich erster Widerstand: Der Demokrat Miguel Santiago, Kongressabgeordneter aus Kalifornien, hat bereits angekündigt, den Verkauf der Flammenwerfer in Kalifornien per Gesetzgebung unterbinden zu wollen. Der Westküstenstaat hat Jahr für Jahr mit anhaltenden Dürreperioden und Waldbränden zu kämpfen.

Gegenüber dem Techblog Mashable hat die Boring Company bereits erwidert, dass ihr Flammenwerfer "sicherer ist, als das, was man jetzt im Home Depot von der Stange kaufen kann, um Unkraut zu vernichten". Das Produkt sei einzig "ähnlich wie bei einer Achterbahn" darauf ausgelegt, aufregend, aber nicht wirklich gefährlich zu sein. Gefährliche Flammenwerfer seien in dem Bundesstaat bereits reglementiert und benötigten eine Genehmigung, um sie in Kalifornien zu besitzen.

Dieser Beitrag stammt ursprünglich von unserem Partnerportal KfZ-betrieb.de und wurde nachträglich um zwei Absätze ergänzt.

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