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Internet der Dinge Telekom öffnet ihre Smart-Home-Plattform für Entwickler

| Redakteur: Franz Graser

Die Deutsche Telekom ist der internationalen OpenSource-Vereinigung Eclipse Foundation als Solution Member beigetreten. Die von der Telekom initiierte Smart-Home-Plattform QIVICON öffnet sich damit für einen erweiterten Kreis von Entwicklern.

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Trautes Heim, smartes Heim: Für Anwendungen in der Hausautomatisierung bringen sich die großen IT-Firmen in Stellung.
Trautes Heim, smartes Heim: Für Anwendungen in der Hausautomatisierung bringen sich die großen IT-Firmen in Stellung.
(Bild: FROMMEL FOTODESIGN/Deutsche Telekom)

Die Eclipse Foundation ist eine der weltweit größten unabhängigen Entwickler-Communities. Die Telekom unterstützt das Eclipse-Projekt SmartHome durch eigene Beiträge und wird die daraus entstehenden OpenSource-Komponenten als Kernbausteine ihrer Smart Home-Plattform QIVICON verwenden.

Um Entwicklern das Erstellen eigener Anwendungen und die Steuerung von Geräten in der Gebäudeautomatisierung zu ermöglichen, wird QIVICON seine Programmierschnittstellen zukünftig schrittweise öffnen. Die Telekom strebt damit an, eine offene herstellerübergreifende Lösung als Schnittstelle zu anderen Smart-Home-Protokollen und Anwendungen zu entwickeln.

„Der Smart Home-Markt leidet nach wie vor darunter, dass viele Lösungen nicht kompatibel zueinander sind“, sagt Holger Knöpke, Leiter Connected Home bei der Telekom. „Mit über 30 Partnern ist die herstellerübergreifende Plattform QIVICON weltweit die Lösung mit den meisten Partnerangeboten und entwickelt sich immer mehr zum Smart Home-Standard Um diesen Standardisierungsprozess zu beschleunigen, legen wir unsere Schnittstellen offen. So können Partnerunternehmen, Entwickler und Endkunden besser von den Möglichkeiten der Haussteuerung profitieren.“

Die Plattform QIVICON wurde von der Telekom mit den Partnern EnBW, eQ-3, Miele und Samsung entwickelt. Ziel ist es, Geräten unterschiedlicher Hersteller im Smart Home betreiben zu können.

Inzwischen gibt es eine ganze Reihe von Allianzen und Herstellerpartnerschaften, die sich mit Smart-Home-Anwendungen beschäftigen und Standards definieren. Die Thread Group vereinigt zum Beispiel Halbleiterhersteller wie Samsung, Freescale und Silicon Labs, den Chipdesigner ARM sowie den Lüftungshersteller Bigass Fans, den Schließtechnik-Spezialisten Yale und den jüngst von Google zugekauften Thermostatenhersteller Nest.

Der IP500 Alliance geht es dagegen um möglichst viel Freiheit für die Anwender im Bereich der Gebäudeautomatisierung. Darüber hinaus führt diese Allianz mit Sitz in Berlin eine hohe Anwendungskompetenz in den Bereichen Brandschutz sowie Sicherheit und Zutritt für sich ins Feld. Mit rund 30 Partnern ist sie breiter aufgestellt als die Thread Group und verfügt mit dem TÜV Rheinland außerdem über einen weltweit anerkannten Zertifizierungspartner.

Dem Bereich Energiemanagement im Haus hat sich die Smart Eco System Alliance verschrieben. Diese Vereinigung zählt unter anderem IBM, Diehl und die Enocean-Allianz zu ihren Mitgliedern. Und auch Microsoft hat sich mit dem Vernetzungsspezialisten Insteon zusammengetan, unter anderem um die Gebäudeautomatisierung per Sprachsteuerung zu propagieren.

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