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HF-Test für IoT Tektronix setzt bei der Vektor-Netzwerkanalyse auf USB

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Auf dem Markt der Vektor-Netzwerkanalysatoren bietet Tektronix mit der Serie TTR500 ein USB-gesteuertes Gerät an. Der Hersteller setzt auf eine getrennte Datenerfassung und Analyse.

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Vektor-Netzwerkanalysator: Der USB-gesteuerte TTR500 bietet eine Dynamik von 122 dB und eine Leistung von bis zu 6 GHz. Das Gerät trennt Datenerfassung und -Analyse.
Vektor-Netzwerkanalysator: Der USB-gesteuerte TTR500 bietet eine Dynamik von 122 dB und eine Leistung von bis zu 6 GHz. Das Gerät trennt Datenerfassung und -Analyse.
(Bild: Tektronix)

Der Markt des Internet of Things, kurz IoT, wächst, und so steigt auch die Nachfrage nach Vektor-Netzwerkanalysatoren. Dem leistet auch Tektronix Rechnung und bietet seit 2014 mit dem RSA306 eine entsprechende USB-Lösung. Seit dem 25. April bietet das Unternehmen mit der Serie TTR500 einen USB-Vektor-Netzwerkanalysator und erweitert sein Programm an USB-basierten Hochfrequenzinstrumenten.

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Interview mit Peter Bachmayr, Tektronix: „Ein kompletter Arbeitsplatz für den HF-Test“

Peter Bachmayr von Tektronix: „Mit der Serie TTR500 bieten wir einen kompletten Arbeitsplatz für den HF-Test.“
Peter Bachmayr von Tektronix: „Mit der Serie TTR500 bieten wir einen kompletten Arbeitsplatz für den HF-Test.“
( Bild: Tektronix )

Dank IoT und vernetzten Maschinen und Anlagen nimmt die Funkkommunikation immer weiter zu. Vor allem die Messtechnik muss hier Werkzeuge anbieten, damit Entwickler und Anwender ihre Arbeit verifizieren können. Eine Antwort gibt Tektronix mit seinen Vektor-Netzwerkanalysatoren. Wir sprachen mit Peter Bachmayr, Market Development Manager bei Tektronix:

Herr Bachmayr, Smart Building und IoT sind ein wachsender Markt. Wie kann hier ein Vektor-Netzwerkanalysator helfen?

IoT-Geräte sind vernetzt und verwenden dazu häufig Funkkommunikation. Bei ihrer Entwicklung und ihrem Design werden deshalb vielfältige HF-Tests durchgeführt. Neben Sender- und Empfängerfunktionstests sowie Vorkonformitätsprüfungen mit den Echtzeitspektrumanalysatoren von Tektronix ist die HF-Charakterisierung von Komponenten mit Vektornetzwerkanalysatoren erforderlich. Dabei geht es beispielsweise um die Verifizierung der Leistungsverstärkung, die Antennenanpassung oder die Reinheit der Mischer.

Auch Ihre Mitbewerber schlafen nicht beim Thema VNA: Was machen Ihre VNAs besser/anders?

Entwickler von IoT-Geräten sind häufig keine HF-Experten und sehen sich mit mehr Testanforderungen und schrumpfenden Budgets konfrontiert. Andererseits sind heutige leistungsfähige Vektornetzwerkanalysatoren sehr teuer, komplex und überdimensioniert. Damit werden für Kunden neue Konzepte für HF-Testlösungen interessant, die Antworten auf diese Herausforderungen geben.

Die ideale Lösung ist eine Trennung von Datenerfassung und Analyse. Die Modelle der Serie TTR500 sind klein und leicht und machen keine Kompromisse bei den HF-Spezifikationen. Deshalb können sie einfach, flexibel und verlässlich bei der Datenerfassung genutzt werden. Zur Datenanalyse wird die PC-Software VectorVu-PC genutzt, die mehrsprachig und für die Berühr- und Maussteuerung optimiert ist.

VectorVu-PC-Software soll die Arbeit erleichtern. Wie funktioniert das genau?

- Mehrere Vektornetzwerkanalysatoren können von einem PC aus gesteuert werden,

- Mehrsprachige Benutzerschnittstelle, die für die Berühr- und Maussteuerung optimiert ist,

- Kalibrieranweisung,

- Simulations- bzw. Offlinemodus zur Datenanalyse,

- SCPI-Befehle, die kompatibel zu ENA und anderen veralteten Modellen sind, und

- Ausgabedateiformat ist kompatibel mit EDA-Simulationswerkzeugen.

Immer mehr Geräte funken und sind drahtlos miteinander vernetzt. Welche Chancen bieten sich daraus für Tektronix (Stichwort HF-Messtechnik)?

Mit den Vektornetzwerkanalysatoren der Serie TTR500 erweitert Tektronix seine HF-Testlösungen. Damit steht beispielsweise Entwicklern von IoT-Geräten ein kompletter Arbeitsplatz für den HF-Test zur Verfügung, der neben Vektornetzwerkanalysatoren auch Echtzeitspektrumanalysatoren und Vektorsignalgeneratoren enthält.

Der oben beschriebene Vorteil der Trennung von Datenerfassung und Datenanalyse und das Preis-Leistungs-Verhältnis ermöglichen Entwicklern, ihre Produkteinführungszeit zu reduzieren. Darüber hinaus bietet Tektronix mit Echtzeitspektrumanalysatoren und Signalgeneratoren auch Hochleistungslösungen für den HF-Test, die der Forschung, Verteidigung und modernen Funkkommunikation dienen.

Gerade in einer zunehmend vernetzten Industrie ist der Ruf nach günstigen Analysewerkzeugen groß. Mit den Geräten lassen sich beispielsweise Bluetooth, WLAN, RFID und andere Funklösungen an die Antenne anpassen. Mit Blick auf die Kosten solcher Messgeräte hat sich Tektronix entschieden, auf USB zu setzen. Die Rechenleistung wird an den angeschlossenen Windows-PC oder Laptop ausgelagert. Aber laut Aussage des Herstellers „erreicht die TTR500-Serie das gleiche Leistungsniveau wie ein Benchtop-VNA, aber um 40 Prozent niedrigeren Kosten sowie geringerem Gewicht und Größe.“

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Die Gräte sind vollständige 2-Port-S-Parameter-VNAs mit zwei Pfaden für Anwendungen, wie Messungen von passiven/aktiven Komponenten, Antennen und Anpassungsschaltungen, Hochfrequenz-Modulen, Testkabeln oder Adaptern. Ihr Frequenzbereich reicht von 100 kHz bis 6 GHz, einem Dynamikbereich von 122 dB, Trace-Noise von weniger als 0,008 dB und eine Ausgangsleistung von -50 bis 7 dBm. Der integrierte Bias-Tee ist auf beiden Ports zugänglich und erlaubt es, eine DC-Versorgungsspannung von 0 bis ±24 V und eine Stromversorgung 0 bis 200 mA an aktive Komponenten anzulegen.

Der Einstiegspreis beginnt ab 8920 Euro für ein Instrument mit 3 GHz.

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