Hochleistungs-Oszilloskope bis 70 GHz Tektronix setzt auf 9HP Silizium-Germanium von IBM

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Mehr Bandbreite für genauere Messungen: Tektronix verbaut in seine neue Generation Hochleistungs-Echtzeitoszilloskope Chips von IBM, die auf Grundlage des Silizium-Germanium-Prozesses arbeiten. Nebeneffekt: Die Geräte werden sparsamer und der Integrationsgrad erhöht sich.

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Tektroinx verbaut in seiner neuen Generation High-End-Echtzeitoszilloskope mit 9HP-Silizium-Germanium-Technologie
Tektroinx verbaut in seiner neuen Generation High-End-Echtzeitoszilloskope mit 9HP-Silizium-Germanium-Technologie
(Tektronix)

Wechsel der Chiptechnologie: Tektronx verbaut in seiner neuen Generation Hochleistungs-Echtzeitoszilloskope Chips auf der Basis von IBMs 9HP Silizium-Germanium- (SiGe-)Prozesses. Diese fünfte Generation der Halbleitertechnologie von IBM sowie weitere Fortschritte, wie die zum Patent angemeldete und das bereits früher vorgestellte Asynchronous Time Interleaving, ermöglicht es dem Oszilloskop-Hersteller, Bandbreiten von 70 GHz und einer verbesserten Signalqualität zu bauen.

Mit Arbeitsgeschwindigkeiten von bis zu 350 GHz ist 9HP die erste SiGe-Technologie, welche die Dichte bei den BiCMOS von 90 nm erreicht. Dadurch werden die Messgeräte nicht nur leistungsfähiger, sondern die Stromaufnahme verringert sich und der Integrationsgrad konnte erhöht werden, als die aktuellen 180 nm und 130 nm SiGe-Technologien. Tektronix setzt schon seit längerer Zeit auf die SiGe-Technologie in seinen Scopes.

Die A/D-Wandler sehen das gesamte Spektrum

Die nächste Generation der Performance-Oszilloskope von Tektronix wird im Jahr 2014 erhältlich sein. Mit einer Echtzeit-Bandbreite von anfangs 70 GHz bietet die Oszilloskop-Plattform die notwendige Performance und Signaltreue für Anwendungen, wie optische Kommunikationsverfahren mit 400 Gbps und 1 Tbps und die vierte Generation der seriellen Datenkommunikation.

Nicht nur die SiGe-Prozesse verbessern die Messgeräte von Tektronix. Künftige Gerätegenerationen werden von der Asynchronous-Time-Interleaving-Technologie profitieren, welche das Signal/Rausch-Verhältnis gegenüber dem Frequenz-Interleaving-Ansatz einiger anderer Anbieter verbessert.

Beim konventionellen Frequenz-Interleaving sieht jeder A/D-Wandler im Signalerfassungssystem nur einen Teil des Eingangsspektrums. Mit der Asynchronous-Time-Interleaving-Technologie sehen alle ADCs das gesamte Spektrum mit vollständiger Signalpfadsymmetrie. Dadurch verspricht sich der Hersteller Leistungssteigerungen gegenüber konventionellen Interleaving-Architekturen bei gleichzeitiger Signaltreue.

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