Große Messtechnik-Umfrage

Tektronix erwartet für 2015 ein solides Wachstum

| Redakteur: Hendrik Härter

Ob Spektrumanalysator, Oszilloskop oder programmierbare Stromversorung - im Programm von Tektronix findet der Messtechniker notwendige Hardware. Wir sprachen mit Dave Farrell, Vice President Commercial Operations for EMEA bei Tektronix.
Ob Spektrumanalysator, Oszilloskop oder programmierbare Stromversorung - im Programm von Tektronix findet der Messtechniker notwendige Hardware. Wir sprachen mit Dave Farrell, Vice President Commercial Operations for EMEA bei Tektronix. (Tektronix)

Auf der electronica 2014 präsentierte Tektronix unter anderem seine MDO3000-Serie, das sechs Geräte vereint. Für 2015 erhofft sich das Unternehmen Wachstum - auch dank eines 70-GHz-Oszilloskops, das schon länger angekündigt ist.

Wie wird sich die Messtechnik im Jahr 2015 entwickeln und mit welchen Produkten wollen die Hersteller überzeugen? Dazu hatten wir nach der electronica 2014 die großen Hersteller befragt. Darunter waren National Instruments, Rohde & Schwarz, Keysight Technologies sowie Yokogawa. Für Tektronix stand uns Dave Farrell Antwort. Er ist Vice President - Commercial Operations for EMEA.

Welche aktuellen Produkte haben Sie auf der electronica vorgestellt?

Auf der Messe hatten wir eine neue Klasse von kostengünstigen Spektrumanalysatoren vorgestellt, die auf einer USB-Architektur basieren und zu einem Listenpreis von 2810 Euro erhältlich sind. Das Gerät mit der Bezeichnung RSA306 bietet einen Frequenzbereich von 9 kHz bis 6,2 GHz, eine Echtzeit-Bandbreite von 40 MHz und das bei einem Gewicht von 0,5 kg.

Der RSA306 nutzt den USB-Standard 3.0 und schnelle Prozessoren, ist einfach zu bedienen und bietet erweiterte Analyse durch PC-basierte Software. Durch die Explosion im drahtlosen Bereich und den hohen Kosten von Spektrumanalysatoren, wird diese Innovation sicherlich den HF Markt bewegen.

Ein weiteres Produkt auf der electronica war die MDO3000-Serie. Hierbei handelt es sich um ein integriertes Oszilloskop, das einen Spektrumanalysator, Logikanalysator, Protokoll-Analysator, Arbiträr-Funktionsgenerator und ein Digital-Voltmeter enthält. Das MDO3000 macht den Tisch des Entwicklers frei von kostspieligen, spezialisierten Geräten und stellt alle für den Test und das Debugging von eingebetteten Designs benötigten Tools zur Verfügung. Zudem ist das Messgerät vollständig konfigurierbar. Der Kunde kann so die derzeit erforderliche Funktionalität und Leistung auswählen und später jederzeit nachrüsten.

Die Geräte der TBS1000B-EDU Serie sind die ersten Oszilloskope mit einem integrierten Lern-Software-System, das den Studenten ein effizienteres und effektiveres Lernen ermöglicht. Gleichzeitig kann das Lehrpersonal den Aufwand für die Vorbereitung und Durchführung von Laborübungen reduzieren. Mit der integrierten Lernsoftware können Lehrer ihre Laborübungen auf dem Oszilloskop darstellen und Studenten die Laborergebnisse einfach aus dem Instrument übernehmen.

Die sehr genauen programmierbaren Stromversorgungen mit Messfunktion der Serie 2280S von Keithley zeichnen sich durch einfachste Anwendung und höchste Messleistung aus. Durch den großen Dynamikbereich, eine Strom-Messauflösung von 100 nA und eine grafische Benutzeroberfläche können die Entwickler von tragbaren Geräten den Stromverbrauch auch im Standby-Modus sehr einfach prüfen und so die Batterielaufzeit optimieren.

Wie sehen Sie die aktuelle wirtschaftliche Lage in Bezug auf die Elektronik-Branche?

Während Wirtschaftszyklen Auswirkungen auf kurzfristige Ergebnisse haben können, haben diese Zyklen wenig bis gar keine langfristigen Auswirkungen. Der Grund liegt in der Tatsache, dass Tektronix kritische Schlüsseltechnologie für die Elektronikindustrie liefert, die in der Entwicklung, Herstellung und Überwachung eingesetzt werden. Solange die Elektronikindustrie weiter wächst, wird es Bedarf an Tektronix Test- und Messlösungen geben.

Als weltweit führender Anbieter von Oszilloskopen - das beliebteste Instrument für Elektronik-Testanwendungen – ist Tektronix gut positioniert, um von diesem Wachstum als unangefochtener Marktführer zu profitieren. Nahezu alle wichtigen elektronischen Lieferanten nutzen derzeit Tektronix-Instrumente.

Was erwarten Sie sich vom Jahr 2015 und was planen Sie für Produkte?

Dank stetiger Innovationen ist Tektronix gut für die Zukunft positioniert und wir erwarten Wachstum. Für F&E werden jetzt 18 Prozent des Umsatzes investiert, gegenüber 14 Prozent im Jahr 2008. Das ist viel mehr als der Durchschnitt in der Test- und Messtechnik. Seit dem Jahr 2000 haben wir mehr als 700 Patente erhalten. Ein Beispiel ist unser bevorstehendes 70-GHz-Oszilloskop, das unsere patentierte ATI-Signalerfassungs-Architektur nutzen wird, um der Industrie beste Signal-zu-Rausch-Verhältnisse und Leistung zu bieten.

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