Ideen realisiert Technische Trends, die unseren Alltag verändern können

Redakteur: Margit Kuther

Innovative Lösungen entstehen nur, wenn kreative Köpfe zum Nachdenken bewegt werden. Deswegen veranstaltet element14 regelmäßig Design Challenges innerhalb seiner weltweiten Online-Community.

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Hilfe für Allergiker: Das Cloud-basierte Monitoring-System von Dragan Knezevic
Hilfe für Allergiker: Das Cloud-basierte Monitoring-System von Dragan Knezevic
(Bild: Dragan Knezevic/Farnell element14)

Technische Trends wie das Internet der Dinge können unser Leben in nahezu allen Bereichen verändern.

Eine kürzlich von element14 unter dem Titel „Engineering a Connected World“ (EaCW) veröffentlichte Umfrage zeigt, dass Bewohner und Nutzer aller Regionen der Erde vermehrtes Interesse an miteinander vernetzten Geräten zeigen.

Und die Möglichkeiten neuer Technologien im Elektronik- und IT-Bereich werden nicht nur von Unternehmen genutzt. Auch kreative Bastler und Hobbyisten verwenden für eigene kleine Projekte z.B. Einplatinen-Computer wie den Raspberry Pi und profitieren von deren vielfältigen Einsatzmöglichkeiten.

Solche Projekte geben wichtige Impulse für die weitere technische Entwicklung (z.B. des IoT), denn sie nutzen die Perspektive des Endverbrauchers, um dessen Erwartungen in den Entwicklungsprozess miteinzubeziehen.

Ausschreibung einer Design Challenge

Anforderungen seitens der Verbraucher sind der Ausgangspunkt bei der Ausschreibung einer Design Challenge. Element14 stellt den Teilnehmern eine Aufgabe und stattet jeden Finalisten mit den gleichen Komponenten aus und die Entwickler halten die Community während ihres Projekts durch regelmäßige Blog-Einträge auf dem Laufenden.

Alleine im letzten Jahr wurden sieben solcher Design Challenges mit insgesamt 120 Teilnehmern veranstaltet, die durch die Dokumentation ihrer Projekte fast 2.000 Beiträge zu ihren Projekten in der Community veröffentlicht haben.

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Die Ergebnisse der EaCW-Studie zeigen, dass sich die persönlichen Anforderungen und Wünsche der Befragten an neue Technologien je nach Herkunft unterscheiden. Während Nutzer aus Asien eine Vernetzung möglichst vieler Geräte mit dem Internet nahezu uneingeschränkt positiv sehen, stehen vor allem bei Europäern Fragen des Datenschutzes höher im Kurs.

Vor allem in Deutschland herrschen drei Bereiche vor, in denen sich der größte Teil der Befragten eine Verbesserung durch neue Technologien verspricht. Neben einer Vereinfachung des täglichen Lebens sind vor allem Nachhaltigkeit und Verbesserungen im Gesundheitswesen gefragt.

Das tägliche Leben vereinfachen

Neben der Anwendung neuer Technologien in speziellen Sparten und Wirtschaftszweigen wollen die Endverbraucher vor allem, dass das Internet der Dinge ihren Alltag einfacher macht. Diese Überlegung war Kern der „Forget me not“- Design Challenge.

Erklärte Aufgabe der Teilnehmer war es, eine IoT-Lösung zu ermitteln, die es dem Anwender ermöglicht, in Ruhe in den Urlaub zu fahren, ohne sich Gedanken über die Aufgaben rund ums Haus machen zu müssen.

Ein Teilnehmer reichte beispielsweise eine Idee zu einer Anlage ein, die über verschiedene Sensoren und eine Kamera in der Lage ist, die Haustiere des Urlaubers automatisch zu füttern, wenn der Napf geleert wurde.

Durch die Drahtlos-Verbindung des Apparats und der Kamera mit dem Internet kann der Besitzer außerdem jederzeit aktuelle Daten und Bilder abrufen und so sicherstellen, dass es dem Tier gut geht.

Überwachen von Haustieren, Zimmerpflanzen und Haustüren

Ein zweites Projekt, das eingereicht wurde, geht sogar noch einen Schritt weiter. Neben dem Füttern der Haustiere informiert das Monitoring-System den Verreisten auch über die Bodenfeuchtigkeit der Zimmerpflanzen und über ein Smartphone kann jederzeit kontrolliert werden, ob die Haustür noch verschlossen ist.

Und die Überwachung von Haustüren, Haustieren und Pflanzen ist nur der Anfang. Die berühmte Frage, ob der Herd nach der Abreise noch an ist, wird sich in Zukunft schnell beantworten lassen.

Gesünder leben mithilfe des Internets der Dinge

In der Kategorie „In the Air“ geht es um die Verbesserung der medizinischen Versorgung durch den Einsatz IoT-basierter Geräte. Ein hier eingereichtes Projekt hilft Menschen, die unter Heuschupfen leiden. Mithilfe eines Monitoring-Systems können Betroffene aktuelle Werte über Luftfeuchtigkeit und die Konzentration von Pollen in der Luft abrufen.

Das System erhält die Daten über verschiedene Sensoren und gibt sie via Internet in Echtzeit weiter, sodass der Nutzer über sein Smartphone, Tablet oder PC immer über die aktuelle „Luftqualität“ informiert ist.

Im Rahmen der „Sudden Impact“-Challenge entwickelten die Teilnehmer Lösungen, die das Verletzungsrisiko von Sportlern minimieren. Ein Beitrag war zum Beispiel ein Helm für Skifahrer, der bei einem Sturz mithilfe von Sensoren eventuelle Verletzungen erkennt und meldet. Ein weiteres Projekt basiert auf zahlreichen Sensoren.

Spezielle Module, befestigt an Armen und Füßen, sammeln permanent Daten über die Körpertemperatur, Herzfrequenz, Dehydrierung und geben sogar Auskunft über den Sauerstoffgehalt im Blut. Diese Informationen können in Echtzeit eingesehen werden.

Moderne Technik für einen nachhaltigen Lebensstil

Nachhaltigkeit ist ein Thema, das laut EaCW-Studie vor allem den Deutschen am Herzen liegt. Bei der „Energy Harvesting“-Design Challenge zum Beispiel war das Ziel, bestehende Geräte so zu verändern, dass sie künftig ohne Batterien funktionieren.

Das Gewinnerprojekt ist ein CO-Detektor, der komplett ohne externe Stromzufuhr funktioniert. Nützlich im Haushalt ist „Henrietta“, aus der Kategorie „Smarter Life“. Hinter Henrietta verbirgt sich ein multifunktionelles Thermostat, das neben der Innentemperatur auch Werte wie Luftfeuchtigkeit misst und sich über das Internet steuern lässt.

Bei der Verbesserung der persönlichen CO2-Bilanz hilft ein ausgeklügeltes Monitoring-System, das die „In the Air“-Challenge gewonnen hat. Ein Netzwerk aus verschiedenen Sensoren in Auto und Wohnhaus hilft dem Anwender zu erkennen, wo er Treibhausgase einsparen kann und sendet ihm die Informationen direkt über eine App auf Smartphone oder Tablet.

Jede Design Challenge gibt verschiedene interessante, kreative und teils verblüffende Ideen die Chance, Wirklichkeit zu werden. Und auch wenn es sich um einen Wettbewerb handelt, ist der Umgang der Teilnehmer untereinander von gegenseitiger Unterstützung und Hilfe geprägt. Alle Beteiligten haben vor allem ein Interesse daran, dass möglichst alle Projekte zu einem erfolgreichen Abschluss kommen. So profitieren nicht nur die Hobbyisten, sondern letztendlich auch die Verbraucher.

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