GfK TEMAX Technische Innovationen sorgen 2010 für einen positiven Marktindex bei technischen Gebrauchsgütern

Redakteur: Martina Hafner

Laut dem Branchenindex GfK TEMAX hat der Markt für technische Gebrauchsgüter in Deutschland im ersten Quartal 2010 mit 1,8 Prozent Umsatzwachstum einen gelungenen Start ins Jahr geschafft. Auch für die kommenden Monate geht die GfK Group von einer positiven Entwicklung der Märkte aus.

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Der Gesamtmarkt für technische Gebrauchsgüter in Deutschland erzielte in den ersten drei Monaten des Jahres 2010 ein Umsatzvolumen von 10,9 Milliarden Euro und liegt damit 1,8 Prozent über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Das Wachstum wurde getragen von den Bereichen Informationstechnologie, Foto, Telekommunikation und Elektrokleingeräte. Während Elektrogroßgeräte und Unterhaltungselektronik stagnieren, verliert Office Equipment & Consumables (Bürogeräte und Verbrauchsmaterialien) weiterhin an Umsatz.

Zugpferd für viele Verkäufer sind technische Innovationen und ein sich verändernder Lifestyle. Die Umsatzentwickungen der verschiedenen Marktsegmente im Detail:

Informationstechnologie: Verbraucher bevorzugen übergroß oder handlich klein

Mit einem Marktvolumen von 2,8 Milliarden Euro und 7,7 Prozent Umsatzwachstum im ersten Quartal verzeichnete der Sektor Informationstechnologie (IT) einen erfreulichen Start in das Jahr 2010. Mobile Computer stellten mit über 50 Prozent Anteil am Umsatz die wichtigste Warengruppe dar.

Die meisten Verbraucher tendierten entweder zu Notebooks mit extra großem Display oder bevorzugten besonders handliche Geräte, die Netbooks, deren Anteil kontinuierlich wächst. Der Gesamtumsatz bei mobilen Computern lag trotz sinkender Durchschnittspreise leicht über dem Vergleichswert aus dem ersten Quartal 2009.

Der Trend zur Mobilität wird sich laut GfK voraussichtlich auch in diesem Jahr fortsetzen. Ferner wuchsen sowohl die Bereiche Server und Workstations, als auch Deskbound PCs im Vergleich zum Vorjahreszeitraum überdurchschnittlich an Wert.

Monitore entwickelten sich rückläufig. Die positive Ausnahme bildeten großformatige, gut ausgestattete Modelle inklusive HDMI-Schnittstelle und Full-HD-Auflösung.

Telekommunikation: positive Impulse durch Smartphones

Mit einem Umsatzwachstum von 6,0 Prozent befand sich auch der Telekommunikationsmarkt im Plus und erreichte in den ersten drei Monaten des Jahres 2010 einen Umsatz von 996 Millionen Euro. Getragen wurde dieser Anstieg vom Erfolg der Smartphones. Jedes sechste verkaufte Mobiltelefon in Deutschland ist mittlerweile ein Smartphone.

Zusammen mit den Mobiltelefonen erreichten Smartphones im ersten Quartal ein zweistelliges Wertwachstum. Dabei lagen vor allem Geräte mit berührungsempfindlichem Bildschirm (Touchscreen), integrierter GPS Hardware sowie mit offenen Betriebssystemen im Trend. Dagegen verloren Festnetztelefone, kleine Telekommunikationsanlagen und Faxgeräte an Bedeutung.

Elektrokleingeräte: Ökostaubsauger kurbelten Umsatz an

Bei den Elektrokleingeräten hat sich mit 700 Millionen Euro und einem Wertzuwachs von 2,9 Prozent im ersten Quartal 2010 die positive Entwicklung zwar etwas verlangsamt, befindet sich insgesamt aber immer noch im Aufwind. Besonders erfreulich zeigte sich der Bereich der Staubsauger.

Dank der gefragten neuen Ökomodelle mit niedrigen Wattzahlen und hoher Saugleistung wurde fast ein zweistelliges Wertwachstum erzielt. Ebenso gut entwickelten sich Küchenhilfen, hier vor allem neue Geräte mit Direktantrieb bei denen der Motor direkt unter der Rührschüssel sitzt.

Das Umsatzwachstum der Heißgetränke-Zubereiter verlief insgesamt langsamer als in den Vorperioden. Espressovollautomaten legten leicht zu, Filterpadmaschinen waren leicht rückläufig. Zwar stieg in diesem Teilmarkt die Nachfrage, allerdings verzeichneten insbesondere günstige Geräte Erfolge. Traditionelle Filterkaffeemaschinen und geschlossene Kapselsysteme legten hingegen weiterhin zu.

Elektrogroßgeräte: Energieeffizienz und Design gefragt

Nach einem hervorragendem Jahr 2009 startete der Markt der Elektrogroßgeräte vergleichsweise verhalten ins Jahr 2010. Mit 0,3 Prozent Wachstum fiel das Wachstum im Vergleich zum Vorjahresquartal gering, aber dennoch positiv aus und erreichte einen Umsatz von 1,7 Milliarden Euro.

Der Grund für diese stabile Entwicklung waren die Märkte der Waschmaschinen und Geschirrspüler. Während energieeffiziente Wäschetrockner, Kochmulden und -flächen mit Induktionstechnologie und Dunstabzugshauben mit modernem Design zulegten, zeigten Kühlgeräte, Gefriergeräte und Herde ein leichtes Minus.

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