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Entwickler-Nachwuchs Technik-Kit löst bei Schülern Begeisterung für das IoT aus

| Redakteur: Franz Graser

38 Teams mit über 180 Schülern haben auf einem IoT-Hackathon innovative Lösungen für das Internet der Dinge (IoT) entwickelt. Basis für den Hackathon war der IoT.OCTOPUS, ein Alles-an-Board-Kit, das sich ideal in den Schulalltag integrieren lässt.

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Die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU, rechts) im Gespräch mit Teilnehmern am IoT-Hackathon.
Die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU, rechts) im Gespräch mit Teilnehmern am IoT-Hackathon.
(Bild: Paula G.Vidal)

Von den Möglichkeiten des IoT.OCTOPUS zeigten sich nicht nur die Schüler und ihre Lehrkräfte, sondern auch zahlreiche Politikvertreter begeistert. Entwickelt wurde das Gesamtkonzept von der Expertengruppe M2M/Internet der Dinge des Nationalen IT-Gipfels.

Am Ende des IoT-Hackathons, der im Rahmen des IT-Gipfels parallel an der htw saar und am Umwelt-Campus Birkenfeld stattfand, präsentierten die Teams zahlreiche innovative Anwendungen, die sie an nur einem Tag umgesetzt hatten.

Von der intelligenten Wäscheklammer, die den Trocknungsgrad der Wäsche erkennt über ein System, das vor Glatteis warnt, bis hin zum Bewässerungssystem, das automatisch die Wetterdaten auswertet und die Zimmerpflanzen gießt: All das sind Beweise dafür, dass Kreativität und Spaß auf fruchtbaren Boden fallen, wenn ein variables Werkzeug mit einem sinnvollen Konzept kombiniert wird.

Dafür hat ein Team aus der Expertengruppe M2M/Internet der Dinge zusätzlich zum IoT.OCTOPUS eine angepasste Open Source-Entwicklungsumgebung zur Verfügung gestellt, Anwendungsbeispiele als Blaupause vorbereitet, und den IoT-Hackathon als Kick-Off und Proof of Concept zum zehnten IT-Gipfel ausgerichtet.

Konzept und Technik des IoT.OCTOPUS wurden in Deutschland entwickelt und zusammen mit Schülern sowie im Praxisbetrieb an Hochschulen erprobt. Die einfache Handhabung stand dabei im Mittelpunkt. Denn aktuelle Zahlen zeigen, dass ein Großteil der Lehrkräfte an Schulen die digitale Technik selbst administrieren oder warten müssen (73 Prozent laut D21-Bildungsstudie 2016).

Neben zahlreichen Sponsoren und Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung gab es insbesondere von politischer Seite großes Interesse und Zustimmung: Die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer (SPD), hat die Schirmherrschaft des initialen IoT-Hackathons übernommen. Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU), Ministerpräsidentin des Saarlands, der rheinland-pfälzische Wissenschaftsminister Prof. Dr. Konrad Wolf (SPD) und Parlamentarische Staatssekretärin Brigitte Zypries (SPD) besuchten die einzelnen Veranstaltungen und zeigten sich begeistert.

Mit diesem Erfolg im Rücken geht es nach dem initialen IoT-Hackathon in die weitere Umsetzung. Neben einer Weiterentwicklung und Verbesserung des Kits sind eine Testphase an Schulen sowie der bundesweite Roll-Out geplant. So können zukünftig interessierte Schulen das Internet der Dinge leicht in die Klassenzimmer bringen.

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