Autonome Modellautos Team FAUtonOHM gewinnt Audi Autonomous Driving Cup 2016

Der Preis für das beste automatisiert fahrende Modellauto geht in diesem Jahr nach Nürnberg. Beim zweiten Audi Autonomous Driving Cup setzte sich das Team aus Studierenden der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm in einem packenden Wettbewerb gegen die Teams von weiteren sieben Hochschulen durch.

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Impressionen vom Audi Autonomous Driving Cup 2016: Gewinner ist das Team FAUtonOHM von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm.
Impressionen vom Audi Autonomous Driving Cup 2016: Gewinner ist das Team FAUtonOHM von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm.
(Bild: Audi)

„Wir erhöhen den Schwierigkeitsgrad von Jahr zu Jahr ganz bewusst, insbesondere im Finale“, erklärt Dr.-Ing. Lars Mesow, Mitglied des Wettbewerbskomitees, über die Leistung der acht Hochschulteams. „Die Nachwuchstalente haben besondere Kreativität und individuelle Lösungen gezeigt“. Die Gewinner freuen sich über ein Preisgeld von 10.000 Euro.

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Die mit Ultraschallsensoren und Videokamera ausgestatteten Audi-Q5-Modellautos mussten selbstständig Hindernissen ausweichen, mit Kreuzungen und Querverkehr klar kommen und dem fließenden Verkehr in sicherem Abstand folgen. Auch Linksabbiegen mit Gegenverkehr zählte zu den Aufgaben, ebenso exakte Einparkmanöver und eine sichere Notbremsung bei unvermittelt auftretenden Hindernissen.

Sieger meistern Fahraufgaben souverän

Das Team FAUtonOHM überzeugte die Jury mit seiner Gesamtleistung und darf sich über ein Preisgeld von 10.000 € freuen. Die Studierenden meisterten die Fahraufgaben auf dem Parcours souverän und präsentierten ihre Entwicklungsarbeit fundiert wissenschaftlich. Den zweiten Platz, mit einer Prämie von 5000 € dotiert, belegte das Team KACADU des Forschungszentrums Informatik Karlsruhe, das Team MomenTUM der Technischen Universität München erreichte den dritten Platz und erhielt 1000 € Preisgeld.

Andreas Reich, Leiter der Elektronikvorentwicklung der AUDI AG gratulierte den drei Erstplatzierten und übergab die Auszeichnungen. „Ich spreche allen Teilnehmern meinen Respekt aus,“ so Reich. „Wer schon während seines Studiums so viel Enthusiasmus für Zukunftsthemen wie das pilotierte Fahren zeigt, den erwarten spannende berufliche Perspektiven.“

Digitale Karten und Car-to-X-Kommunikation

Am Finaltag erläuterte Ricky Hudi, Leiter Entwicklung Elektrik/Elektronik der AUDI AG, die Vorteile hochpräziser digitaler Karten und der zukünftigen Car-to-X-Kommunikation. In Zusammenarbeit mit Experten von HERE demonstrierte Audi einen typischen Anwendungsfall: Ein Modellauto erkennt ein Verkehrshindernis und hinterlegt diese Information in einer Echtzeitkarte. Die Information wird anschließend als frühzeitige Warnung an ein nachfolgendes Auto gesendet, das dadurch sicher und problemlos die Gefahrenstelle passieren kann.

„Hier zeigen wir im Modellmaßstab, wie Schwarmintelligenz funktionieren kann.“, erklärte Dr. Stefan Knirsch, Vorstand Technische Entwicklung der AUDI AG. „Echtzeit-Gefahren-warnungen über Glätte, Pannen, Verkehrshindernisse oder aufkommende Staus geben dem Fahrer wertvolle Zusatzinformationen und erhöhen die Verkehrssicherheit signifikant.“

Zentimetergenaue 3D-Modelle des Straßennetzes

Bereits heute erfasst HERE für die statischen HD-Karten zentimetergenaue 3D-Modelle des Straßennetzes, der Verkehrsinfrastruktur und ihres Umfelds. In einem nächsten Schritt werden die Karten mit Echtzeit-Informationen aus dem realen Verkehrsgeschehen verknüpft. Diese sammeln die Autos mit ihren Kameras, Sensoren und Regelsystemen und geben sie anonymisiert an gesicherte Server zur Verarbeitung und Auswertung weiter. Von dort werden sie unmittelbar anderen Verkehrsteilnehmer zur Verfügung gestellt.

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Über den Autor

Dipl.-Ing. (FH) Thomas Kuther

Dipl.-Ing. (FH) Thomas Kuther

Redakteur, ELEKTRONIKPRAXIS - Wissen. Impulse. Kontakte.