Formula-Student

Team der Hochschule RheinMain startet mit Power von ET System electronic

| Redakteur: Thomas Kuther

Der Rennstall Scuderia Mensa der Hochschule RheinMain geht 2012 beim internationalen Rennwagen-Wettbewerb der Formula Student Germany bereits zum zweiten Mal mit einem Elektrorennwagen an den Start. Er arbeitet mit zwei BLDC-Motoren, die jeweils bis zu 100 kW abgeben und ein Drehmoment von 750 Nm liefern.

Die Power zum Laden der 84 Lithium-Polymerzellen stammt aus einer 15-kW-DC-Quelle von ET System electronic, die das Unternehmen den angehenden Ingenieuren kostenlos zur Verfügung stellt.

Die Formula Student Germany (FSG) ist ein internationaler Rennwagen-Wettbewerb für studentische Teams, die einmal pro Jahr einen einsitzigen Formelrennwagen komplett neu konstruieren und bauen. Alljährlich im Spätsommer treffen sich die verschiedenen Mannschaften aus aller Welt auf dem Hockenheimring, um mit ihrem Rennwagen gegeneinander anzutreten und sich in verschiedenen Kategorien der Bewertung durch Fachleute aus Industrie und Wirtschaft zu stellen.

Seit Jahren mit dabei ist auch der Rennstall Scuderia Mensa aus Rüsselsheim, dem aktuell rund 30 Studenten und Betreuer angehören. Scuderia Mensa setzte bis 2010 in seinen Rennwagen Verbrennungsmotoren ein, hat sich dann aber von der Verbrenner-Ära verabschiedet und ist 2011 erstmals mit einem Elektrofahrzeug angetreten.

200 kW und 750 Nm

2012 schickt Scuderia Mensa nun seinen zweiten Elektro-Rennwagen an den Start. Er arbeitet wie sein Vorgängermodell mit zwei BLDC-Motoren, die eine Maximalleistung von jeweils 100 kW abgeben und ein beachtliches Drehmoment von 750 Nm liefern.

84 Lithium-Polymerzellen

In dem Wagen sind 84 Lithium-Polymerzellen verbaut, die mit einem komplett selbst entwickelten Batterie-Managementsystem aufgeladen werden. Die Ladestrategie sieht vor, die Zellen mit dem maximalen Ladestrom aufzuladen, bis eine der Zellen ins Balancing gerät. Der Strom wird dann heruntergeregelt, bis die festgelegte Ladenennschlussspannung erreicht ist und alle Zellen vollständig aufgeladen sind. Um die Hochleistungszellen möglichst schnell und vollständig aufzuladen, ist eine hochwertige Stromquelle erforderlich, die konstant hohe Ströme liefern kann und sich über Schnittstellen in das Batterie-Managementsystem einbinden lässt.

DC-Quelle für die Scuderia Mensa

ET System electronic, Hersteller von AC- und DC-Quellen, Labornetzteilen und elektronischen Lasten, entwickelt und baut solche Stromquellen – und stellt der Scuderia Mensa mit dem LAB/HP das Flaggschiff seiner DC-Quellen in der 15-kW-Version kostenlos zur Verfügung stellen. Das Gerät ist mit einer LAN-, USB- und RS232-Schnittstelle ausgestattet, verfügt über einen SD-Kartenleser, eine Master-Slave-Option sowie eine galvanisch getrennte Schnittstelle für Signal-Ein- und Ausgänge.

An der vordersten Front der technologischen Entwicklung

„Wir arbeiten selbst an der vordersten Front der technologischen Entwicklung, und da ist es für uns eine Ehrensache, ein so anspruchsvolles studentisches Projekt wie die Entwicklung eines Rennwagens nach Kräften zu unterstützen“, erläutert Dipl. Ing. Eric Keim, Geschäftsführer von ET System electronic, die Motive seines Unternehmens. Und Yannic Brose, Teamleader für den Bereich HV Powertrain bei Scuderia Mensa, erklärt: „Wir suchten eine leistungsstarke und zuverlässige Stromquelle, die uns den maximalen Ladestrom für unsere Akkuzellen liefern konnte. Wir freuen uns sehr, mit dem LAB/HP jetzt ein Gerät zu bekommen, das unsere Vorstellungen sogar noch um einiges übertrifft. Dieses High-End-Profigerät hat nicht nur die nötige Power, sondern ist mit seinen vielen Schnittstellen und der programmierbaren Skriptsteuerung auch so universell einsetzbar, dass wir künftig nicht mehr für jedes neue Fahrzeug ein neues Ladegerät anschaffen müssen“.

DC-DC-Wandler speist das 12-V-Bordnetz aus dem Hochvoltakku

Ergänzt wird das LAB/HP durch ein Schaltnetzteil der SMPS-Serie von ET System electronic. Dieser DC-DC-Wandler mit einer Leistung von 350 W wird verwendet, um aus dem Hochvoltakku auch das 12-V-Bordnetz zu speisen und so eine eigene Bordnetzbatterie einzusparen.

Die Übergabe des LAB/HP und des SMPS-Schaltnetzteils wird im April auf dem Opel-Testgelände in Dudenhofen stattfinden – und man darf gespannt sein, wie sich der Rennwagen beim Vergleichsrennen des Jahres 2012 mit der Power schlagen wird, die ihm ET System electronic zur Verfügung stellt.

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