Meilensteine der Elektronik

TDK-Lambda – von der Garagenfirma zum Global Player

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1993 wird Lambda Elettronica in Italien und zwei Jahre später Wuxi Nemic-Lambda Electronics CO., LTD. in Wuxi, China gegründet. Im Jahre 1996 wird die Unitech-Holding vom englischen Siebe-Konzern übernommen und wird somit neue Muttergesellschaft von Lambda Electronics. Ein Jahr später ist Lambda Deutschland durch eine eigene Niederlassung in Österreich vertreten. 1998 übernimmt Siebe Power Controls, ein Geschäftsbereich des Siebe-Konzerns, die Firma Electronic Measurements (EMI). EMI, gegründet im Jahre 1945 und Hersteller von elektronischen Instrumenten (dazu gehört u.a. die Produktlinie ALE für Hochspannung) wird später umbenannt in Lambda Americas Inc. und operiert als eigenständige Einheit innerhalb der Lambda-Organisation in Nordamerika.

Alpha-Serie mit dem ersten steckbaren Planartransformator

1998 erscheint die konfigurierbare Netzteilserie Alpha, in der erstmals ein steckbarer Planartransformator zum Einsatz kommt, entwickelt wiederum von Robin Jeffery. Ein Jahr später folgt aus Lambda Israel unter der Bezeichnung Zero-Up/ZUP (Bild 17) eine neue Geräteserie von Laborstromversorgungen. In einem sehr kompakten Design standen Geräte mit 200 und 400 W Ausgangsleistung zur Verfügung. Bis Ende 1999 wurde die Baureihe noch um eine 800-W-Version erweitert.

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Alle Modelle waren dank ihres Weitbereichseinganges weltweit problemlos in Testsysteme zu integrieren. Ein neues Schaltungskonzept ermöglichte gegenüber vorangegangenen Serien eine deutlich verbesserte Regelgüte bei gleichzeitig geringeren Restwelligkeitswerten. Die Einstellung der Ausgangsparameter konnte wahlweise über die Front direkt am Gerät, eine Analogschnittstelle oder über die integrierte RS-232/485-Schnittstelle erfolgen.

Durch einfachen Tastendruck konnte die Last leistungslos ein- und ausgeschaltet werden. Ein weiteres interessantes Feature war eine Memory-Funktion, die beim Ausschalten des Gerätes die letzten Einstellungen speicherte. Mittels einer Master/Slave-Funktion ließen sich bis zu fünf Geräte zu einer Einheit zusammenfassen. Umfangreiches Zubehör wie GPIB-Schnittstelle, 19“-3-HE-Rack-Kits oder frontseitige Buchsen vervollständigten diese Neuheit.

Durch den Zusammenschluss der beiden britischen Unternehmen Siebe und BTR wird 1999 Lambda Teil von Invensys. Invensys mit Sitz in London ist damals ein börsennotierter Technologiekonzern, der sich auf Steuerungssysteme für industrielle Automation und Klimatisierungskontrolle spezialisiert hatte (Bild 18).

Flexibel konfigurierbare Einbaunetzteile der Vega-Serie

2001 erscheint die Vega-Serie (Bild 19). Die flexibel konfigurierbaren Einbaunetzteile der Vega-Serie bringen unglaubliche 650 bzw. 450 W Ausgangsleistung in nur 2 Litern Gehäusevolumen (269 mm x 127 mm x 63 mm einschließlich Lüfter und Befestigung) unter. Sie waren damit bis zu einem Drittel kleiner als ihr Vorgänger Alpha bei zugleich 50 W mehr Leistung. Durch die modulare Bauweise ließ sich die Leistung auf bis zu 10 voneinander unabhängige Ausgänge verteilen, mit beliebigen Spannungen zwischen 1,8 und 64 V (fest oder einstellbar) bei Strömen zwischen 1 und 120 A. Auch die Netzteile der Vega-Serie wurden von Robin Jeffery in Ilfracombe mitentwickelt (Bild 20).

Robin Jeffery ist heute noch als Entwickler bei TDK-Lambda UK als Technical Market Analyst beschäftigt. Während dieser Zeit, in der sich die Vega-Serie zum Verkaufsschlager entwickelt hat, formieren sich die Lambda Electronics GmbH, Achern, und die Powerware GmbH, Karlsruhe neu zur Powerware GmbH. Sitz dieser neuen Gesellschaft ist Achern. 2001 zieht man in das aktuelle Bürogebäude in der Karl-Bold-Str. 40 in Achern um (Bild 21).

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Über den Autor

Dipl.-Ing. (FH) Thomas Kuther

Dipl.-Ing. (FH) Thomas Kuther

Redakteur, ELEKTRONIKPRAXIS - Wissen. Impulse. Kontakte.