Stromversorgungen

TDK-Lambda – von der Garagenfirma zum Global Player

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2002 startet in Israel die Produktion der Genesys-Serie (Bild 22). Zur Zeit des Launches handelt es sich um die modernsten programmierbaren Stromversorgungen der Welt. Genesys wurde in kurzer Zeit Marktführer und entwickelt sich zum erfolgreichsten Gerät von TDK-Lambda. Die neue Labornetzteil-Serie Genesys mit bis zu 1500 W Ausgangsleistung in nur 1 HE setzt neue Standards in Leistungsstärke und verfügt über einen geradezu unglaublichen Ausstattungsumfang.

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2004 wird die neue Lambda GmbH gegründet (Bild 23). Ein Jahr später, 2005, setzt die AC/DC-Netzteilserie NV-Power neue Maßstäbe in Sachen Leistungsdichte und Umweltverträglichkeit (90% Wirkungsgrad) und ermöglicht Entwicklern optimale Gesamtlösungen mit dieser Stromversorgungsreihe (Bild 24). Im selben Jahr wird die Lambda-Gruppe von TDK übernommen und damit Teil des japanischen TDK-Konzerns (Bild 25). TDK ist ein führendes Elektronikunternehmen mit Sitz in Tokio, Japan. Es wurde 1935 gegründet, um Ferrite zu vermarkten, die für die Herstellung von elektronischen und magnetischen Produkten Schlüsselmaterialien sind. TDKs damalige Strategie war es, Lambdas Innovationen im Bereich der Stromversorgung mit der Kompetenz von TDK in Sachen elektronischer Bauelemente zu bündeln.

Die Power-Module der PFE-Serie helfen Platz zu sparen

Im Jahr 2006 findet der Start der Power-Modul-Serie PFE statt (Bild 26). Ob man es mit großen oder kleinen Anlagen zu tun hatte, eines galt immer: Die eingebauten Komponenten sollten so kompakt wie möglich sein. Versorgungsmodule mit AC-Eingang, DC-Ausgängen und Ausgangsleistungen von mehreren hundert Watt wurden damals diesen Anforderungen nicht gerecht.

Bisher wurde in dieser Leistungsklasse die gewünschte Stromversorgung aus zwei Bausteinen zusammengesetzt, nämlich AC/DC-Front-End und DC/DC-Wandler. Die PFE-Serie von Lambda half nun, Platz zu sparen. Bei dieser Serie war beides in einem Baustein zusammengefasst, der dennoch die gewohnten Leistungen lieferte. Auch die PFE-Serie war ein erfolgreiches Beispiel für die internationale Zusammenarbeit: Die Serie wurde in Japan von Daisuke Fujisaki sowie von Entwicklern aus USA entwickelt.

2006: Lambda Europa und Nordamerika werden in Densei Lambda Japan eingegliedert. 2008 wird aus der deutschen Lambda GmbH die TDK-Lambda Germany GmbH (Bild 27). Im selben Jahr wird die EFE Serie vorgestellt (Bild 28): „Eine Revolution dank Digitalsteuerung“. Das neue Steuerungskonzept verlieh den Geräten die für diese Klasse höchste Leistungsdichte am Markt, hohe Wirkungsgrade und Zuverlässigkeit.

Auch eine spezielle Version für den Medizinbereich war lieferbar. Die Digital-Netzteilserie EFE wurde in Ilfracombe, UK, von Andrew Skinner (Bild 29) entwickelt, der noch heute bei TDK-Lambda UK als Chief Technology Officer tätig ist. 2008 gibt TDK-Lambda Europa als erstes Unternehmen der Stromversorgungbranche standardmäßig auf seine High-Quality-Industrienetzteilserie HWS eine verlängerte Herstellergarantie (Bild 30).

Zwischen 2010 und 2013 erweitert TDK-Lambda seine hot-swap-fähige 1-HE-Frontend-Netzteil-Serie HFE um neue Modelle mit 2,5 kW Ausgangsleistung bei 12, 24 oder 48 V Ausgangsspannung am Einzelausgang. Mit seiner marktführenden Leistungsdichte von 1,77 W/cm3 eignet sich das HFE2500 (Bild 31) gleichermaßen für zentrale wie verteilte Hochleistungsarchitekturen (DPA – Distributed Power Architecture). Alle HFE-Modelle waren parallelschalt- und N+1-redundanzfähig mit ORing-MOSFET-Entkopplung und aktiver Lastaufteilung; dadurch eignen sich die Netzteile auch bestens für Hot-Swap- und Redundanzanforderungen, etwa bei Anwendungen in Servertechnik, Daten- und Telekommunikation, Datenspeicherung, Rundfunk-, Militär- (COTS) oder Prozesssteuerung und -automation. Das HFE2500 war das erste Gerät von TDK-Lambda, das die „80 Plus Platinum“-Zertifizierung erhalten hat. Das HFE wurde 2012 mit dem TDK „President Award“ ausgezeichnet.

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Über den Autor

Dipl.-Ing. (FH) Thomas Kuther

Dipl.-Ing. (FH) Thomas Kuther

Redakteur, ELEKTRONIKPRAXIS - Wissen. Impulse. Kontakte.