Lünendonk-Blitzumfrage

Tarifzuschläge für Zeitarbeiter verunsichern die Industrie

| Redakteur: David Franz

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(Bild: Guedo / pixelio.de)

Die vereinbarten Equal-Pay-Tarifzuschläge für Zeitarbeiter, die in der Metall- und Elektroindustrie sowie in der Chemieindustrie beschäftigt sind, werden im Jahr 2013 nach Ansicht der Top-25-Anbieter zu einem Umsatzrückgang führen.

Vor den Vereinbarungen zu Equal-Pay-Zuschlägen waren die führenden Anbieter von Zeitarbeits- und Personaldienstleistungen noch von einem Marktwachstum im Jahr 2013 von 7,7 Prozent ausgegangen. Nun rechnen die Top 25 jedoch damit, dass einige Marktsegmente der Zeitarbeit durch die Equal-Pay-Regelungen für die Kunden zu teuer werden und erwarten als Folge daraus für 2013 einen Rückgang des Marktvolumens um 2,0 Prozent. Das zeigt die aktuelle Blitzumfrage zum Thema „Erwartete Auswirkungen der Equal-Pay-Abschlüsse für den Zeitarbeitsmarkt in Deutschland“, den Lünendonk aus aktuellem Anlass durchgeführt hat.

Im Juni 2012 hatten die Arbeitgeberverbände der Zeitarbeitsunternehmen Equal-Pay-Zuschläge mit den Gewerkschaften IG Metall für die Metall- und Elektroindustrie sowie mit der IG BCE für die Chemiebranche vereinbart. Diese Zuschläge werden zusätzlich zum Zeitarbeitstarif fällig und steigen nach einer Einsatzzeit von sechs Wochen beim Auftraggeberunternehmen stufenweise an.

„Die Equal-Pay-Zuschläge sorgen für erhebliche Verunsicherung bei den Zeitarbeitsunternehmen und ihren Kunden“, sagt Hartmut Lüerßen, Partner bei Lünendonk. „Die Unternehmen haben einen strukturellen Flexibilitätsbedarf. Jetzt gilt es zu ermitteln, welche Zusatzkosten auf die Kunden zukommen und ein möglichst gutes Verhandlungsergebnis zu erzielen.“

"Aufgrund des hohes Kostendrucks in manchen Branchen ist damit zu rechnen, dass Kunden ihre Produktion teilweise in andere Länder verlagern oder auf alternative Flexibilisierungsmaßnahmen zur Zeitarbeit ausweichen", so Lüerßen.

Ergänzendes zum Thema
 
Equal-Pay-Transparenzworkshops

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Produktion kurzfristig verlagern? Na denn viel Spass. Als Alternative könnten ja mal die...  lesen
posted am 10.08.2012 um 12:29 von Unregistriert


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