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Tandem-Solarzellen präzise messen

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Damit Tandem-Solarzellen präzise und genau vermessen werden können, bekommt das Institut für Solarenergieforschung (ISFH) Geld vom Land Niedersachsen. Mit den Messungen sind detaillierte Einblicke in die Solarzellentechnik möglich.

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Messsysteme im Solarzellenkalibrierlabor des ISFH CalTeC, die im Rahmen des 2Power-Messtechnik Projektes zur Messung von Tandemsolarzellen weiterentwickelt werden
Messsysteme im Solarzellenkalibrierlabor des ISFH CalTeC, die im Rahmen des 2Power-Messtechnik Projektes zur Messung von Tandemsolarzellen weiterentwickelt werden
(Bild: Ulf Salzmann/ISFH)

Bei einer Tandem-Solarzelle werden zwei verschiedene Arten von Solarzellen miteinander kombiniert, um die Energie der Sonne deutlich besser zu nutzen. Das theoretische Limit des Wirkungsgrads für alleinstehende Siliziumsolarzellen liegt beispielsweise bei 29%. Durch Kombination mit einer sogenannten Perwoskit-Solarzelle hat das entstehende Tandem dagegen einen Wirkungsgrad von bis zu 43%.

Für genau diese Generation an Solarzellen forscht das Institut für Solarenergieforschung (ISFH), um die entsprechende Messtechnik zu entwickeln. Unterstützt wird das ISFH vom Land Niedersachsen mit 350.000 Euro. Damit wird das 13-monatige Forschungsprojekt „2Power-Messtechnik“ finanziert, um dringende Forschungsfragen für eine genaue und präzise Messung bei den Tandem-Solarzellen zu ermöglichen.

Ergebnisse weltweit bestätigen

Ein Anwendungsbeispiel für diese Art von Know-how findet sich im Kalibrierlabor des ISFH (ISFH-CalTeC). Dort lassen weltweit führende Unternehmen und Forschungseinrichtungen ihre Ergebnisse unabhängig bestätigen. Die hochpräzisen Messungen liefern einen detaillierten Einblick in die Funktionsweise neuentwickelter Solarzellen und ermöglichen so eine zielgerichtete Weiterentwicklung von Produktionsprozessen. Gleichzeitig sichert das ISFH-CalTeC durch seine Kalibrierarbeit die Qualität in den weltweiten Produktionslinien.

„In der Photovoltaik gibt es weiterhin rasante technologische Weiterentwicklungen, die zu immer weiter sinkenden Kosten für PV-Strom führen“, erklärt Prof. Dr. Rolf Brendel, Geschäftsführer des ISFH. „Die Förderung ermöglicht es uns, die Solarwirtschaft auch bei der Entwicklung der nächsten Generation der Solarzell-Technologie bestmöglich zu unterstützen.“

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