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Virtueller Fahrversuch Systementwicklung und -test im Gesamtfahrzeug

| Redakteur: Benjamin Kirchbeck

IPG Automotive bietet mit dem Release 6.0 seiner Simulationslösungen CarMaker, TruckMaker und MotorcycleMaker eine Vielzahl neuer Features für den virtuellen Fahrversuch. Das Karlsruher Unternehmen hat seine Produkte insbesondere für die Entwicklung und den Test von Fahrerassistenzsystemen und automatisierten Fahrfunktionen gestärkt.

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Mit dem Release 6.0 der CarMaker-Produktfamilie bietet IPG Automotive eine Vielzahl neuer Features für den virtuellen Fahrversuch.
Mit dem Release 6.0 der CarMaker-Produktfamilie bietet IPG Automotive eine Vielzahl neuer Features für den virtuellen Fahrversuch.
(Bild: IPG Automotive)

Mit einem Tool zur Generierung von Szenarien sowie detaillierten Sensormodellen präsentiert IPG sein CarMaker Release. Mit neuen Funktionen wie einem optimierten Verkehrsmodell und neuen 3D-Objekten sollen aktuelle Branchenanforderungen mit dem virtuellen Fahrversuch gemeistert werden.

Die Simulationssoftware soll das Entwickeln und Testen von Systemen im Gesamtfahrzeug in realistischen Szenarien ermöglichen – eine wichtige Voraussetzung, um der Komplexität der aktuellen Fahrzeugentwicklung zu begegnen. Die Lösungen sind als offene Integrations- und Testplattformen ausgelegt.

Kunden profitieren so in einem durchgängigen Entwicklungsprozess von Model-, Software- und Hardware-in-the-Loop bis hin zu Vehicle-in-the-Loop von einer spürbaren Zeit- und Kostenersparnis. Insbesondere in den Bereichen Fahrerassistenz und automatisiertes Fahren spielt die Abbildung komplexer Verkehrsszenarien im virtuellen Fahrversuch eine entscheidende Rolle.

Mit dem Scenario Editor enthält das Release 6.0 nun ein leistungsstarkes Tool für die schnelle und effiziente Generierung von detaillierten Szenarien. Damit wird sowohl deren manuelle Erstellung und Konfiguration möglich als auch die Bearbeitung importierter real existierender Straßen aus Karten- oder Messdaten aus der realen Umwelt vereinfacht.

Zudem beinhaltet CarMaker eine breite Palette verschiedener Sensormodelle, die je nach individuellen Anforderungen eingesetzt werden können. Dies reicht von Sensormodellen für Konzeptstudien über funktionale Tests bis hin zu physikalischen Modellen für die Entwicklung von Sensorkomponenten und -algorithmen.

Ergänzend steht dem Anwender eine realistischere virtuelle Verkehrsumgebung zur Verfügung. Die physikalischen Verkehrsmodelle bewegen sich autonom und physikalisch korrekt auf den virtuellen Strecken. Gemessene Trajektorien sämtlicher Verkehrsteilnehmer können in die Simulation importiert und variiert werden.

Darüber hinaus umfasst die neue Version verschiedenster Szenarien unterschiedlicher animierter Objekte wie Fußgänger, Tiere oder Bälle. Komplettiert wird das Ganze durch ein vollständiges Test-Ware-Package, das für den Test von Fahrerassistenzsystemen gemäß Euro-NCAP-Protokollen eingesetzt werden kann.

Mit dem Release können Kunden im 3D-Visualisierungstool nun auf eine umfassende Bibliothek neuer 3D-Objekte von Fahrzeugen und Gebäuden bis hin zu Infrastrukturobjekten wie Bushaltestellen oder Straßenlaternen zugreifen. Darüber hinaus sind ein Kameramodell für rectalineare Linsen sowie ein optimiertes Modell für Fischaugenlinsen verfügbar.

IPG Automotive hat zusätzlich das Spektrum der Reifenmodelle der CarMaker-Produktfamilie erweitert. Die vollständige CarMaker-Umgebung lässt sich ab sofort in Kombination mit der aktuellen SCALEXIO-Hardware von dSPACE nutzen.

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