Gehäusesysteme

System-Plattform für Flugzeug-Testsysteme

| Autor / Redakteur: Oswald Gröschel * / Kristin Rinortner

VMEbus: Er bietet sich aufgrund seiner Robustheit und Zuverlässigkeit für den Einsatz unter rauen Umgebungsbedingungen wie zum Beispiel in der Luft- und Raumfahrt an.
VMEbus: Er bietet sich aufgrund seiner Robustheit und Zuverlässigkeit für den Einsatz unter rauen Umgebungsbedingungen wie zum Beispiel in der Luft- und Raumfahrt an. (Bild: Heitec)

In der Luftfahrttechnik betragen die Lebenszyklen mehrere Jahrzehnte. Die Anwendungen müssen aus diesem Grund langfristig unterstützt werden. Ein externer Partner kann hier vorteilhaft sein.

Für Märkte mit strengen Regularien wie die Luft- und Raumfahrt gelten spezielle Voraussetzungen, die sich durch die ganze Wertschöpfungskette hindurch bemerkbar machen. Eines der besonderen Merkmale ist die Langlebigkeit der Anwendungen – respektive deren Bestandteile wie Elektronik und Mechanik. Ist die Auswahl hier erst einmal getroffen, geht es häufig aufgrund der damit verbundenen Konsequenzen darum, diese Technologien auch langfristig zu unterstützen. Kleine Veränderungen ziehen große Folgen nach sich und haben u.U. umfassende Test- sowie Requalifizierungs-Maßnahmen zur Folge, die Ressourcen binden, Zeit und Geld kosten.

Hier den Aufwand möglichst gering zu halten und gegebenenfalls mit einem zuverlässigen Lieferanten zu arbeiten, der in der Lage ist, Langlebigkeit zu garantieren bzw. unbedingt nötige Redesigns mitzutragen, kann viele Vorteile bieten.

Ein weiteres wichtiges Kriterium ist die Auswahl der Architektur. Ein in der Luft- und Raumfahrttechnik häufig anzutreffendes Bussystem ist der VMEbus (Versa Module Eurocard Bus), der aufgrund seiner Robustheit und Zuverlässigkeit ideal für den Einsatz in rauen Umgebungen geeignet ist. Er widersteht Schock, Vibration und hohen/niedrigen Umgebungstemperaturen besser als andere Computertechnologien.

Durch seine asynchrone Multimaster-Fähigkeit bietet er eine hervorragende – dazu energieeffiziente – Basis für I/O-intensive Anwendungen und hohe Datenströme mit zeitkritischer Datenverarbeitung.

Schlussendlich ist auch seine Flexibilität zu nennen: Gegenwärtig erhältliche VME-Systeme unterstützen fast alle am Markt verfügbaren Prozessorarchitekturen/Schnittstellen, was nicht nur langlebigen Betrieb und Investitionssicherheit zum Teil über Jahrzehnte bedeutet, sondern auch Modularität und Erweiterbarkeit, also den Einsatz in verschieden umfangreichen und heterogenen Anwendungen eröffnet. Gerade diese Erwägungen machen eine Standardisierung über einen langen Zeitraum unbedingt erstrebenswert.

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Die in der Luft- und Raumfahrttechnik häufig benötigten Kriterien wie große Datenmengen, einfache Implementierung, Redundanz, hohe Präzision und Inspektionstiefe stellen nicht nur hohe Leistungsanforderungen an die Elektronik sondern an jeden Teilbereich des Systems, also auch an die Mechanik. Qualität und Zuverlässigkeit sind ein Muss, da von jedem einzelnen Element die Qualität des Endergebnisses abhängt und hohe Risiken, gegebenenfalls auch für Menschenleben, bestehen können.

Wichtig für den Einsatz in der Luft- und Raumfahrttechnik ist z.B. die Klassifizierung gemäß EN/AS9100. Fehler in Material und Produktion können zudem wirtschaftliche Nachteile für den Hersteller nach sich ziehen. Gerade in regulativen Anwendungsbereichen ist es daher vital, dass Testnachweise in jeder Design-Phase erbracht werden können, Prototypen absolut fehlerfrei sind, bevor sie gefertigt werden und auch die Endprodukte konstant überwacht werden.

Ein Hersteller und Dienstleister, der auf langjährige Erfahrung in diesen Märkten zurückblicken kann, ist Heitec. Generell unterstützt das Unternehmen Produkte der Kunden so lange, wie diese es wünschen.

So arbeitet auch der führende Anbieter Airbus beim Hardware-Design seiner Testsysteme für Flugzeugausrüstung und -steuerungen mit der Elektronik-Abteilung des Erlanger Unternehmens zusammen.

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