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Avionik Sysgo und Curtiss-Wright präsentieren Sicherheitsplattform für Luftfahrtelektronik

| Autor / Redakteur: Sebastian Gerstl / Franz Graser

Der Betriebssystemexperte Sysgo und das auf Flugzeugbau spezialisierte Unternehmen Curtiss-Wright haben im Rahmen der Messe Aviation Electronics in München eine gemeinsame Plattform für Avioniksysteme vorgestellt. Sie soll die Interaktion zwischen Mensch und Maschine in der Luftfahrt vereinfachen.

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Die Zusammenarbeit von Sysgo und Curtiss-Wright zielt auf die Vereinfachung des Designs von Mensch-Maschine-Schnittstellen für die Luftfahrt.
Die Zusammenarbeit von Sysgo und Curtiss-Wright zielt auf die Vereinfachung des Designs von Mensch-Maschine-Schnittstellen für die Luftfahrt.
(Bild: Sysgo )

Auf der Fachmesse für Luftfahrt- und Bordelektronik demonstrierten die beiden Partner ihre auf Sicherheitsanforderungen spezialisierte Plattform. Sysgo steuerte den Hypervisor PikeOS auf Basis des gleichnamigen Echtzeitbetriebssystems (RTOS) bei. Das eingebettete Betriebssystem ist das erste, das eine SIL4-Zertifizierung für Mehrkernprozessoren erhielt.

Die Software läuft auf einem von Curtiss-Wright entwickelten Single-Board-Computer auf Basis eines VPX3-1701 Freescale LS1020A dual ARM Cortex-A7 Prozessors. Der Rechner ist damit das erste in Luftfahrt- und Verteidigungsindustrie eingesetzte SBC seiner Art, der auf die Rechenleistung und den geringen Stromverbrauch der ARM-Architektur setzt. Der Einplatinenrechner arbeitet mit 1,0 GHz und soll mit einer Stromleistung von weniger als 15 Watt auskommen.

Ziel der sicherheitsbedingten, zertifizierten Plattform ist eine Vereinfachung der Designs von HMI (Human-Machine-Interface) Anwendungen für die Luftfahrt, die die Generierung von zertifizierbarem Code zusätzlich unterstützt.

Als Beispiel präsentierten Sysgo und Curtiss-Wright eine integrierte Lösung für Avionik-Displays. Hierfür wurde zusätzlich ein ebenfalls von Curtiss-Wright stammendes Graphikmodul eingesetzt, das von einer XMC-715 E4690-GPU betrieben wird

Die gemeinsame Plattform erlaubt die nahtlose Integration des PikeOS-Echtzeitbetriebssystems und die unproblematische Einbindung von OpenGL-Treibern. Dies erlaubt auch den Einsatz von Grafikprozessoren der aktuellen Generation. Die Möglichkeit zur Einbettung der Zertifizierungs-Kits DO-178C und ED-12C für sicherheitskritische Umgebungen ist ebenfalls vorhanden.

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