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High Tech, High Touch und High Trust Studenten streben weder nach Prestige noch Hierarchien

| Redakteur: Elke Witmer-Goßner

Studenten der Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) sind optimistisch, was ihre berufliche Zukunft betrifft. Wichtig ist für sie nur: Der künftige Arbeitgeber muss zu ihrer Wertewelt passen. Guter Teamspirit und Eigenverantwortung sind den Studenten wichtiger als Statussymbole.

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Im Rahmen der Münchner Karrieremesse IKOM befragte die BSI Business Systems Integration AG MINT-Studienabgänger zu ihren Werten und Perspektiven für ihr künftiges Berufsleben. Selbstbewusst antwortete die Mehrheit der insgesamt 70 Befragten: „Das Unternehmen muss zu mir passen, nicht umgekehrt!“

Besonders wichtig ist also, dass persönliche Werte und Unternehmenswerte übereinstimmen. Die Arbeit soll Sinn machen und darf gerne fachlich herausfordernd sein. Die „Digital Natives“ der sogenannten Generation Y suchen keine Erwerbstätigkeit im Sinne von „Brötchen verdienen“, sondern abwechslungsreiche und eigenverantwortliche Aufgaben in Unternehmen mit gutem Teamgeist.

Im Gegensatz zur Generation der Digital Immigrants (Menschen die vor 1980 geboren wurden), strebt die Generation Y nicht nach Prestige, Hierarchien und Privilegien. Junge Leute schätzen emotionale Kompetenz und korrelierende Werte mehr als monetäre Treiber. So ist für fast alle der befragten Studenten das wichtigste Kriterium bei der Wahl ihres Arbeitgebers eine interessante, fachlich herausfordernde und abwechslungsreiche Aufgabe. Für rund 83 Prozent der Befragten muss das Unternehmen zu den persönlichen Werten passen. Die Frage lautet nicht länger, ob jemand in ein Unternehmen passt, sondern ob das Unternehmen in die Wertewelt der Studenten passt. Zudem verdrängen Autonomie und Eigenverantwortung die Statussymbole der New Economy-Yuppies der 80er Jahre.

Potenzial entfalten

Über achtzig Prozent der befragten MINT-Studenten wollen später mit ihrer Arbeit etwas bewegen und sind bereit, dafür Verantwortung zu übernehmen. Vorbei ist also die Zeit, als Pragmatisierung das höchste Gut der arbeitenden Bevölkerung darstellte. Nun haben klare Ziele bei maximaler Autonomie höchste Priorität auf dem Weg zum Ziel.

Die Studenten erwarten und fordern ehrliches, häufiges Feedback, um sich weiterzuentwickeln. Dieses wird allerdings nur von Autoritäten, welche fachlich und persönlich Vorbilder sind, akzeptiert. Hierarchie allein beeindruckt sie nicht. Dafür schätzen mehr als zwei Drittel interdisziplinäre Teamarbeit, um andere Sichtweisen, Ideen und Erfahrungen kennenzulernen.

High Tech und flexible Arbeitsmodelle

Für knapp die Hälfte der MINT-Studenten haben flexible Arbeitsmodelle große Bedeutung. Büros in Innenstadt-Lage, mit guter Infrastruktur und hochwertiger Ausstattung werden ebenfalls geschätzt. Gutes Teamwork und abwechslungsreiche Tätigkeiten, selbstständiges Arbeiten mit viel Eigenverantwortung sowie flache Hierarchien kennzeichnen das ideale Arbeitsumfeld.

„In Zukunft werden sich Unternehmen bei ihren potenziellen Mitarbeitern bewerben, nicht umgekehrt. Stimmt die Wertewelt überein, ist ein freudvolles und produktives Zusammenspiel sowohl intern als auch mit Auftraggebern und Partnern sichergestellt“, ist BSI-Geschäftsführer Christian Rusche überzeugt.

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