Stromversorgung, Messtechnik & mehr: Die neusten Produkte von der Taitronics in Taiwan

Seite: 2/2

Firma zum Thema

ETC: Globale Zertifizierungen; Zusammenarbeit mit TÜV, VDE

Das Electronics Testing Center (ETC) in Taoyuan City, Taiwan, hat das Ziel, lokale Hersteller bei der weltweiten Zertifizierung ihrer Produkte zu unterstützen, um den Export zu fördern. 1983 förderten das Wirtschaftsministerium (MOEA), das Industrial Technology Research Institute (ITRI), die Taiwan Electrical and Electronic Manufacturer's Association (TEEMA) und öffentliche Unternehmen gemeinsam die Gründung des ETC.

Zuvor war das ETC eine Abteilung der Electronics Research and Service Organization (ERSO) des Industrial Technology Research Institute (ITRI). Das ETC ist eine gemeinnützige Organisation und steht unter der Aufsicht des Bureau of Standards, Metrology & Inspection (BSMI) des taiwanesischen MOEA. ETC wurde als spezialisiertes und gleichberechtigtes Inspektions- und Zertifizierungsinstitut gegründet. Mehr als 80% der Mittel wurden von der Regierung bei ihrer Gründung gespendet. Einige Vertreter des Vorstands kommen von BFT (Bureau of Foreign Trade), IDB (Industrial Development Bureau), BSMI und IPO (Intellectual Property Office).

Bildergalerie
Bildergalerie mit 20 Bildern

Das ETC ist als Zertifizierungsstelle von BSMI, NCC (National Communications Commission) und Taiwan EPA akkreditiert. ETC ist auch die erste nichtstaatliche RPC-Zertifizierungsstelle in Taiwan. ETC ist ein von BSMI und NCC anerkanntes Labor für Sicherheits- und EMV-Tests und wird als CBTL (Certification Body Test Laboratory) für Sicherheits- und EMV-Prüfungen durch IECEE anerkannt. Darüber hinaus ist das ETC von der BSMI autorisiert, Inspektionen und Typprüfungen für eichfähige Messgeräte durchzuführen. Das ETC ist das einzige Labor in Asien und eines von drei Labors weltweit, das USB/SATA/VESA DP C&C Verification and Testing durchführt.

Darüber hinaus ist das ETC ein von der US-amerikanischen Umweltschutzbehörde EPA anerkanntes Labor für das ENERGY STAR-Programm. Das ETC stellt Produktprüfungs- und Zertifizierungsdienstleistungen bereit, unterstützt Unternehmen bei der Entwicklung von Qualitätskontrolle und -prüfung und hat das Ziel, die lokalen Produktqualität der taiwanesischen Industrie zu verbessern.

Das ETC erweitert seine Basis nicht nur in Taiwan, sondern auch in verschiedenen Ländern in Asien, Europa, Nordamerika und Ozeanien, um eine differenzierte Zertifizierung nach den Vorschriften jedes Landes zu erhalten. „Wir haben Hunderte von verschiedenen Testlabors zum Testen und wir haben eine eigene 10-Meter-Absorberhalle, um auch EMV-Messungen an großen Produkten wie Autos durchzuführen“, erklärt Andrew Lin, Vice President von ETC. „Da die Prüfvorschriften in jedem Land unterschiedlich sind, arbeiten wir auch mit Test- und Zertifizierungsstellen in anderen Ländern zusammen, unter anderem auch mit dem TÜV Süd, dem TÜV Rheinland und dem VDE in Deutschland.“

Aktuell konzentriert sich das ETC auf die Entwicklung von Tests für IT- und AV-Produkte. Außerdem bietet ETC eine breite Palette von Produkttests von Komponenten der Automatisierungselektronik, von Haushaltsgeräten, medizinischen Geräten, Beleuchtung sowie optischen, mechanischen und industriellen Verbrauchsmaterialien, umweltfreundlichen Baumaterialien, intelligenten Energiegeräten sowie Prüfung und Zertifizierung von Industrieprodukten.

Auf der Taitronics hat ETC die Standnummer K0110.

Tenmars – Messdaten gehen via IoT in die Cloud

Tenmars Electronics entwickelt und fertigt Messgeräte für Lärm, Vibration, Luftverschmutzung, Temperatur, UVA- und B-Strahlen, Solarthermie, elektromagnetische Felder, radioaktive Strahlung und Formaldehyd. Tenmars wurde 2001 gegründet und hat 70 Mitarbeiter. Das Unternehmen hat derzeit über 600 Kunden in mehr als 80 Ländern, die meisten davon in Nordamerika und Asien. 80% seines Umsatzes erwirtschaftet Tenmars mit dem Export in 80 Länder, da der taiwanesische Markt zu klein ist.

„Wer wettbewerbsfähig bleiben will, muss investieren – und das machen wir!“, betont Tenmars General Manager Biing Liu. „Darüber hinaus entwickeln wir auch ständig neue Produkte. Dabei handelt es sich um Messgeräte für industrielle Anwendungen, aber auch für den Endverbraucher.“ Das Highlight am diesjährigen Tenmars-Stand Nr. K0308 auf der Taitronics ist die IoT-Cloud-Lösung, mit der die Messgeräte IoT ihre Messdaten direkt über das Internet oder auch via Hub in der Cloud speichern. „Auf der Taitronics werden wir diese Lösung erstmals mit der LoRa-Technologie (Low Power, Low Range) präsentieren, bei der es sich um eine äußerst zuverlässige drahtlose Kommunikationstechnologie handelt“, kündigt Biing Liu an.

Auch neu ist das besonders einfach zu bedienende Messgerät TM-190 für HF-Strahlung. Es stellt die Stärke magnetischer Felder in µT, elektrischer Felder in V/m sowie elektromagnetischer Felder in µW/m2 bzw. mW/m2 gleichzeitig auf seinem 2,4"-Display dar. Ebenfalls auf der Taitronics zu sehen ist der PM-2,5-Monitor, ein Messgerät für den Heimanwender, mit dem sich Feinstaub messen lässt.

Telmars stellt auch aus auf der electronica 2018 in Halle A3, Stand 164/2.

Delta – Energieeffizienz für eine bessere Zukunft

Delta Electronics ist einer der Key Exhibitors auf der Taitronics und stellt am Stand J0630 aus. Das Unternehmen mit Sitz in Taipeh wurde 1971 gegründet und ist ein führender Anbieter von Energie- und Wärmemanagement-Lösungen. Das Angebot umfasst u.a. Schaltnetzteile und bürstenlose Gleichstrommotoren, Stromversorgungen für Telekommunikationssysteme, Industrieautomatisierung, passive und magnetische Komponenten, Netzwerkprodukte, Displays, Rechenzentrum-Infrastruktur und erneuerbare Energien.

Delta möchte „innovative, saubere und energieeffiziente Lösungen für eine bessere Zukunft“ bieten. Dieses Ziel spiegelt sich auch in den Produkten, die Delta anbietet. Ein besonders markantes Beispiel dafür ist das Solar-Tracking-System eines Solarkraftwerks in Nevada. Dieses System synchronisiert mehr als 10.000 Sonnenspiegel, um die Sonnenstrahlen zu bündeln. Die Anlage liefert jährlich 500 Mio. kWh elektrischer Energie. Aber auch im Kleinen wird Energieeffizienz groß geschrieben: so haben die Telecom- und Server-Stromversorgungen Wirkungsgrade von bis zu 98%, die Inverter für Photovoltaik-Anlagen sogar 99%.

Weitere Beispiele sind die Ladesysteme für Elektroautos – vom Mini-Ladesystem über die Wallbox bis hin zu 150-kW-Ultra-Schnellladestationen – die Energiespeicher für PV-Anlagen, Konverter für Windkraftanlagen Inverter für Solaranlagen oder Energiespeicher mit einer Kapazität von 1,16 MWh in einem 40-Fuß-Container. Dazu kommen Energie-Management-Systeme für PV-Anlagen mit Heimspeicher, Netzwerke für einen effizienten Energiefluss in „grünen“ Gebäuden. Ein weiteres Vorzeigeprojekt ist die weltgrößte Videowand mit 324 80“-LED-Bildschirmen in China.

„Von 2010 bis 2017 haben unsere hocheffizienten Produkte weltweit 24,3 Milliarden Kilowattstunden elektrischer Energie eingespart, was einer CO2-Reduktion von 13 Millionen Tonnen entspricht“, betont Alessandro Sossa, der bei Delta die Unternehmenskommunikation verantwortet.

Delta ist mit insgesamt 169 Vertriebsbüros, 38 Fertigungen und 70 F&E-Zentren in Asien, Amerika und Europa vertreten. Insgesamt arbeiten mehr als 9000 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung, und 6% bis 7% des Umsatzes fließen in Forschung und Entwicklung. Die größte Einnahmequelle von Delta ist die langfristige Stromversorgung. Die Energieinfrastruktur umfasst Energiespeicher und elektrische Ladesysteme für Elektrofahrzeuge. „Die Stromversorgung ist ein wichtiger Teil von Deltas Erfolg“, betont Alessandro Sossa, der bei Delta die Unternehmenskommunikation verantwortet. „Wir planen aber, unsere zukünftigen Aktivitäten durch Investitionen in das gesamte Energieinfrastruktursystem zu erweitern.“

Die niederländiische Niederlassung von Delta Electronics stellt auf der electronica 2018 in Halle A5 am Stand 238 aus.

Kenmec – Automatisierungslösungen mit Artifical Intelligence of Things

Kenmec Mechanical Engineering ist ebenfalls Key Exhibitor auf der Taitronics (Stand J0804). Das Unternehmen plant, entwickelt und fertigt nach Kundenspezifikationen schlüsselfertige Automatisierungslösungen, u.a. für Fertigungslinien, Logistikzentren, Flughäfen und Nahrungsmittelbetriebe sowie Industrieroboter, fahrerlose Transportsysteme, Solaranlagen und automatische Parkeinrichtungen für Parkhäuser.

Gegründet wurde Kenmec Mechanical Engineering 1976 und beschäftigt rund 1000 Mitarbeiter in Taiwan sowie etwa 800 in China. Neben der Zentrale in Taipeh betreibt Kenmec Mechanical Engineering mehrere Fertigungsstätten in Taiwan und China. Das Unternehmen investiert hohe Summen in Forschung und Entwicklung und mehr als 100 Ingenieure konzentrieren sich auf die Verbesserung der Produktentwicklung und der Fertigungstechnologien.

Kenmec Mechanical Engineering setzt bei seinen Systemen auf Artifical Intelligence of Things (AIoT). „Viele Unternehmen scheuen sich, auf die AIoT zu setzen, weil sie hohe Kosten befürchten“, betont Henry Chen, Projekt-Manager der Automation Business Group bei Kenmec. „Deshalb sehen wir es als unsere Aufgabe an, sie darüber aufzuklären, wie effektiv eine solche Investition auf lange Sicht ist, auch wenn erst einmal Kosten anfallen. Unser jüngstes AIoT-System bietet aus Kostensicht zahlreiche Vorteile. Das automatische Fördersystem, das in der Fertigungslinie verwendet wird, kann Zeit, Fehler und Arbeitskraft sparen.“

Protech – POS-Terminals nach Maß

Das in Taipeh ansässige Unternehmen Protech Systems ist ebenfalls Key Exhibitors auf der Taitronics. Protech wurde 1980 gegründet und hat sich auf die Entwicklung und Herstellung von Industrie-PCs, Automatisierungsprodukten und Embedded-Computern für Unternehmen spezialisiert. Protech beschäftigt 523 Mitarbeiter, 152 davon sind Ingenieure in der Forschung und Entwicklung. Niederlassungen finden sich in den USA, Japan, Spanien und Deutschland. Zu den Produkten zählen feste und tragbare Point-of-Sales-Terminals, POS-PCs, Industrie-Computer (Motherboards, Embedded-Boards, Embedded-PC, Book-Size-PCs, Panel-PCs), PCs für die Medizintechnik, Selbstbedienungskassen und Informationssysteme.

42% seines Umsatzes macht das Unternehmen in Japan, Europa ist mit 35% der zweitgrößte Markt, dann folgt Amerika mit 18% und 5% entfallen auf andere Länder. 47% des Umsatzes entfallen auf IPC, 45% auf POS- und Kiosk-Produkte und 8% auf die Medical/Aviation. Darüber hinaus haben POS-Produkte in Taiwan einen hohen Marktanteil. So werden an allen Flughäfen in Taiwan POS-Produkte von Protech Systems in Tax-Refunding-Maschinen und Convenience-Stores eingesetzt, sind aber auch in den USA, Australien und Frankreich weit verbreitet.

„Wir fertigen unsere POS- und Kiosk-Systeme selbst und können sie deshalb individuell anpassen“, erklärt Terry Wu, Project Manager der Global Business Division von Protech Systems.

Protech finden Sie auf der Taitronics am Stand J0618. Produkthighlights sind das IPC-Motherboard BA-2601. Es unterstützt Intel-Prozessoren der achten Generation (i7, i5, i3 und Xeon E3-1200 v7). Die Highlights sind u.a.:

  • 6 x COM, 2 x LAN, 10 x USB, 2 x PS/2,
  • 1 x VGA, 1 x DVI-D, 1 x eDP (intern),
  • 6 x SATA, unterstützt RAID 0/1/5/10/01 (C246 & Q370 SKU),
  • 1 x Mini-PCIe-Slot,
  • 1 x PCIe (x16), 1 x PCIe (x4), 5 x PCI.

Ebenfalls auf dem Protech-Stand findet sich das halbautomatische Kassenterminal PA-1922, das mehrere Zahlmethoden bietet: Banknoten, Münzen sowie Barcode und für den Einbau eines Kreditkartenleser vorbereitet ist. Darüber hinaus ist es mit einem 15"-Touch-Display für das Verkaufspersonal sowie ein 10,4"-Touch-Display für den Kunden ausgestattet. Dank des modularen Aufbaus ist das Terminal wartungsarm.

Weitere Produkte sind das lüfterlose 15,6"-POS-Terminal PA-3622 mit LED-Backlight-Display und optionalem WLAN sowie der Hochleistungs-Panel-PC PA-5880 mit 15"-True-Flat-Touchscreen und die multifunktionale Kiosk-Station KF-7130, die ebenfalls modular aufgebaut ist.

(ID:45482195)