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Neue Programmiersprache weckt "schlafende" Prozessoren

Eine neue Programmiersprache von HPI-Studenten erleichtert die Entwicklung von betriebswirtschaftlicher Software für Mehrprozessorsysteme. Die vierköpfige Gruppe war in Zusammenarbeit mit der SAP AG der Frage nachgegangen, wie die Leistung vorhandener Mehrkernrechner besser ausgenutzt werden kann.

„Mit der neuen Programmiersprache setzen wir einige Standardkonzepte um, die eine hohe Parallelität in der Ausführung von Rechenoperationen und einfache Bedienbarkeit versprechen“, erläuterte Moritz Burkhardt, Mitglied der Studentengruppe. Diese Konzepte, die häufig der funktionalen Programmierung entlehnt seien, abstrahierten unter anderem von Synchronisationsproblemen, die auch für erfahrene Programmierer häufig eine große Herausforderung darstellten.

„Alle umgesetzten Konzepte sind besonders auf den Umgang mit großen Mengen betriebswirtschaftlicher Unternehmensdaten angepasst. In diesem Zusammenhang haben wir die Parallelitätseigenschaften auf neuesten Datenbanken der SAP AG und aktuellen Systemen aus der Forschung erprobt“, so Burkhardt.

Ziel der Entwicklungsarbeit war, vereinfacht gesagt, schlafende Prozessoren zu wecken. „Denn an langsamen Berechnungen ist oft nicht ein langsamer Rechner schuld, sondern ungeschickte Programmierung, die vorhandene Prozessoren nicht durch angemessene parallele Algorithmen auslastet. Vorhandene Ressourcen werden dann nicht ausgeschöpft“, betonte der Student.

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