Hasso-Plattner-Institut Stromsparen via iPad und 15 weitere coole IT-Projekte

Redakteur: Peter Koller

Ein neuartiges Konzept für das blitzschnelle Ermitteln von Energieverschwendung in Haushalten und Unternehmen via iPad sowie weitere 15 innovative Lösungen der Informationstechnologie haben Studententeams des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) vorgestellt.

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16 Studententeams stellten in Potsdam ihre Projekte vor (HPI)
16 Studententeams stellten in Potsdam ihre Projekte vor (HPI)

Auf dem achten Bachelorpodium des HPI präsentierten die rund 100 Studierenden die Ergebnisse ihrer zweisemestrigen Praxisprojekte vor gut 200 Gästen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft.

Die Studenten demonstrierten, wie im intelligenten Stromnetz der Zukunft die Fülle von Verbrauchsdaten beherrscht und in Echtzeit-Analysen ausgewertet werden kann. Sie nutzen dafür die am HPI gemeinsam mit der SAP AG entwickelte Technologie neuartiger Hauptspeicher-Datenbanken (In-Memory). Eine speziell für das iPad entwickelte Anwendung erlaubt es damit jederzeit, sowohl Energieverschwender aufzuspüren als auch den individuell passenden Strom-Tarif bzw. -Anbieter zu finden.

Hier sind die Projekte im Einzelnen:

Per iPad blitzschnell Energieverschwendung ermitteln

Bachelorstudenten des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) haben dank Verwendung von Hauptspeicherdatenbanken eine Lösung dafür gefunden, wie die Datenflut im Stromnetz der Zukunft beherrscht werden kann. Ermöglicht wird die blitzschnelle Auswertung detaillierter Verbrauchsdaten, um so Energieverschwendung aufzuspüren - mittels einer iPad-Anwendung.

Die von den Studenten entwickelte Anwendung ermöglicht erstmals, den Energieverbrauch zu überwachen, künftigen Verbrauch vorherzusagen und direkt Entscheidungen zu treffen. So ist es beispielsweise möglich, unkompliziert und jederzeit den individuell passenden Stromtarif zu ermitteln, um gegebenenfalls den Anbieter zu wechseln.

„Im Zuge des derzeit viel diskutierten Ausbaus erneuerbarer Energien ergeben sich in Zukunft völlig neue Anforderungen an die Energieversorgung. Ein intelligentes Stromnetz soll dann Verbrauchsinformationen jedes Energieabnehmers an den Versorger weiterleiten“, erläuterte Steffen Pade, Sprecher der Bachelorgruppe.

Im Zuge ihres Projekts simulierten die HPI-Studenten ein solches intelligentes Stromnetz, da reale flächendeckende Daten erst in den kommenden Jahren verfügbar sein werden. Die daraus resultierende Informationsflut konnten sie nun durch den Einsatz moderner Hauptspeicherdatenbank-Technologie erstmals in Echtzeit verarbeiten.

„Es ist hierbei möglich, die Daten sowohl aufzunehmen als auch ohne zeitaufwändige Umformungen zu analysieren. Mittels der entwickelten iPadAnwendung können Stromkunden künftig ihren eigenen Verbrauch detailliert und sekundengenau betrachten und damit Energieverschwender im Haushalt oder Unternehmen aufspüren“, betonte Pade.

Die kommende Datenflut könne mit konventionellen Verfahren nur mit unverhältnismäßig großem Aufwand bewältigt werden, sagte der HPI-Student. Diese Situation künftig zu verbessern, sei Motivation gewesen. „Mit unserem Projekt leisten wir letztlich einen Beitrag, um die Energiewende zu verwirklichen“, betonte Pade

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