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Stromerzeugung aus Sonnenenergie steigert sich um 10 Prozent

Redakteur: Franz Graser

Die jüngsten Zahlen des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) belegen den anhaltenden Trend zu Strom aus Sonnenenergie in Deutschland. Im ersten Halbjahr 2017 stieg demnach die Bruttostromerzeugung aus Photovoltaik-Anlagen um 10 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2016 an.

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Erneuerbare Energien haben im ersten Halbjahr 2017 knapp 38 Prozent zur Stromerzeugung in Deutschland beigetragen. Die Produktion aus Photovoltaik hat sich im Vergleich zum ersten Halbjahr 2016 um rund zehn Prozent erhöht.
Erneuerbare Energien haben im ersten Halbjahr 2017 knapp 38 Prozent zur Stromerzeugung in Deutschland beigetragen. Die Produktion aus Photovoltaik hat sich im Vergleich zum ersten Halbjahr 2016 um rund zehn Prozent erhöht.
(Bild: gemeinfrei/Pixabay / CC0 )

Demnach erreichten die erneuerbaren Energien in Deutschland im ersten Halbjahr 2017 einen Anteil von knapp 38 Prozent. Photovoltaikanlagen speisten in diesem Zeitraum rund 21 Terawattstunden in das öffentliche Netz ein.

Zum Vergleich: Im Gesamtjahr 2016 belief sich die Bruttostromerzeugung durch Solarenergie in Deutschland auf 38,1 Terawattstunden. Die Produktion im ersten Halbjahr hat sich somit gegenüber 2016 um rund 1,9 Terawattstunden beziehungsweise um 10,1 Prozent erhöht.

Diese Entwicklung zeigt sich auch bei der DEB, der Deutschen Energie Beratung aus Hamburg, einem Spezialist für Photovoltaikanlagen. Bereits 2016 konnte der Auftragsbestand um 260 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf etwa 11 Millionen Euro gesteigert werden. Und der Trend hält an: Ove Burmeister, Inhaber und Geschäftsführer der DEB, rechnet im laufenden Jahr mit einer weiteren Steigerung um 100 Prozent.

Der deutsche Solarmarkt befindet sich insgesamt auf Wachstumskurs. In den ersten sechs Monaten des Jahres wurden laut Bundesnetzagentur Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtleistung von rund 900 Megawatt errichtet, das sind rund 75 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum (515 Megawatt).

Diese Zunahmen zeigen sich auch weltweit: 2016 wurden Anlagen mit einer Gesamtleistung von 75 Gigawatt neu installiert, 19 Gigawatt mehr als im Vorjahreszeitraum.

Bemerkenswert dabei ist, dass die Investitionssummen zwar sinken, die zugebauten Kapazitäten allerdings steigen. Das lässt sich mit deutlich gesunkenen Kosten für die Photovoltaik-Technologie erklären.

Dies bestätigt auch die DEB. Obwohl die staatliche Strompreisförderung durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) in den letzten Jahren planmäßig stufenweise reduziert wurde, sind Investitionen in Photovoltaikanlagen nach wie vor sehr rentabel; denn parallel dazu sind die Anlagenerstellungskosten gesunken.

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