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Strenge Neuvorgaben zum Ecodesign in der Antriebstechnik

| Redakteur: Gerd Kucera

Die IEC/EN61800-9-X wird jetzt die Wirkungsgrad-Klassen für FUs und FU/Motor-Kombination schärfer definieren. Auf dem Praxisforum erfahren Entwickler, Zertifizierer und Hersteller Details der Vorgaben.

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Drei Tage Praxiswissen: Renommierte Antriebsexperten lehren interdisziplinäre und sofort anwendbare Technik. Das Bild zeigt ein Referat vom März 2019.
Drei Tage Praxiswissen: Renommierte Antriebsexperten lehren interdisziplinäre und sofort anwendbare Technik. Das Bild zeigt ein Referat vom März 2019.
(Bild: Stefan Bausewein)

Seit 2005 ist Dr.-Ing. Savvas Tsotoulidis im Fachgebiet der elektrischen Antriebstechnik eine treibende Kraft. Als Systemarchitekt für die Energieeffizienz der Siemens AG liegt der Schwerpunkt seiner aktuellen Arbeit auf der Entwicklung eines systematischen Ansatzes zur Identifizierung des Energieeinsparpotenzials unter bestimmten Anwendungen sowie die Etablierung von Rahmenbedingungen, die die Verlustminimierung von elektrischen Antriebssystemen ermöglichen. Als DKE-Experte kümmert sich Tsoutolidis bei Siemens um die interne Umsetzung der IEC 61800-9-x und Anforderungen der kürzlich veröffentlichten Regulierung der EU zur Energieeffizienz von Elektromotoren und Antrieben.

Wer Antriebslösungen in Verkehr bringen will, kann sich der aktuellen Verschärfung nicht entziehen und muss sich unter anderem mit der Verlustbestimmung und der Klassifizierung von Frequenzumrichtern und Antrieben nach IEC/EN 61800-9-2 befassen. Das betrifft Entwickler und Hersteller von Frequenzumrichtern, von Elektromotoren, Anwender von elektrischen Antrieben und Mitarbeiter von Prüflaboren, die Verluste von drehzahlvariablen Antrieben messen.

Auf dem dreitägigen Praxisforum Elektrische Antriebstechnik in Würzburg (13.-15. Oktober 2020) ist daher das Ecodesign eines der zentralen Themen, um aus Entwicklersicht auf kommende Veränderungen vorbereitet zu sein. Im Rahmen dieser Weiterbildung vermitteln 25 renommierte Antriebsexperten interdisziplinäres Technikwissen, auch aus der aktuellen Forschung.

Am ersten Tag des Praxisforums (13.10.20) konzentrieren sich die Vorträge auf das Thema Leistungshalbleiter und den geschickten Umgang mit parasitären Effekten. Parasitäre Größen ergeben sich immer dann, wenn reale Materialien zur Verwendung kommen. Jedes elektrische Bauelement hat dominante Eigenschaften, bringt aber immer auch Nachteile mit sich. Neben den meist gutmütigen parasitären Widerständen sind es insbesondere parasitäre Induktivitäten und Kapazitäten, die dem Entwickler das Leben schwer machen.

Der zweite Tag des Praxisforums (14.10.20) beginnt mit den eingangs erwähnten neuen Energieeffizienz-Vorschriften. Künftig gilt es in Lebenszyklen zu denken, soll heißen: Wertschöpfungsketten, Kundennutzen und die Entsorgung rücken in den Mittelpunkt. Der vielzitierte CO2-Fußabdruck und sein Stellenwert muss verstanden und beurteilt werden, um künftige Marktbedürfnisse auch über die Energieeffizienz hinaus zu erfüllen. Damit sind sowohl Rolle des Antriebsentwicklers als auch die Herausforderungen der Anwender ein zentrales Tagesthema.

Der dritte Tag des Praxisforums (15.10.20) ist nicht minder dicht gepackt mit Best-Practice-Technikreferaten, die auch in die Mechatronik, Sensorik und Software führen. In den Pausen und in der begleitenden Ausstellung tauschen sich die Teilnehmer aus – untereinander, mit den Referenten, mit den Ausstellern (hier das detaillierte Programm zum Praxisforum im VCC Vogel Convention Center Würzburg).

Praxisforum Elektrische Antriebstechnik 2020 findet im VCC statt

Wichtig ist es an dieser Stelle hervorzuheben, dass das praktizierte Hygiene- und Sicherheitskonzept zum Praxisforum 2020, dessen Durchführung das Gesundheitsamt genehmigt hat, als dynamisch verstanden werden soll und sich mit Blick auf neue Erkenntnisse zum Coronavirus SARS-CoV-2/COVID-19 im Allgemeinen oder durch lokale Entwicklungen verändern kann. Zu diesem Zweck stehen wir im kontinuierlichen Dialog mit den zuständigen Behörden der Stadt Würzburg. Das Konzept orientiert sich an den Schutzmaßnahmen der 6. Infektionsschutzverordnung des Freistaats und den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts. Nähere Details zu den Schutzmaßnahmen, sowie zum Veranstaltungsprogramm, finden Sie auf der Webseite.

Praxisforum Elektrische Antriebstechnik 2020

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