Tal der Talente: Ein Tag im Silicon Valley

| Autor / Redakteur: Steffan Heuer* / Benjamin Kirchbeck

Noch sind es erst eine Handvoll Mitarbeiter, die sich im Silicon Valley um den Aufbau von Porsche Digital Inc. kümmern.
Noch sind es erst eine Handvoll Mitarbeiter, die sich im Silicon Valley um den Aufbau von Porsche Digital Inc. kümmern. (Bild: Serge Hoeltschi Studios Inc.)

Besuch in der Zukunft: Auf Geschäftsreise mit Thilo Koslowski, CEO von Porsche Digital, durch eine alte neue Welt. „Man muss das Silicon Valley erst durchdringen, um zu verstehen, was hinter dem Hype steckt.“

Das Silicon Valley ist das Babel des digitalen Zeitalters, Inkubator der Genies, Mekka der Visionäre. Mittendrin: Mitarbeiter der Porsche Digital Inc., denn auch die Zuffenhausener Sportwagenschmiede befindet sich im Digitalisierungswettstreit.

7.58 Uhr, Epizentrum Palo Alto

Die Gesichter der meisten Gäste in den Coffeeshops entlang der University Avenue in Palo Alto sind in das fahlweiße Licht ihrer Laptops oder Smartphones getaucht. Vor den Theken bilden sich Schlangen geschäftiger Frauen und Männer. Sie mailen, chatten und arbeiten an ihren Netzwerken. Jeder kommuniziert – digital oder klassisch analog.

Gesprächsfetzen wehen herüber: neue Webseiten, Designvorschläge, Job-Offerten, Aktienpakete. Inmitten des Gewusels: Thilo Koslowski. Der Geschäftsführer von Porsche Digital ist seit vier Tagen wieder in den USA. Denn Porsche startet gerade den nächsten Schritt seiner Digitalisierungsoffensive – mit dem Aufbau der Porsche Digital Inc. mit Sitz in Santa Clara im kalifornischen Silicon Valley.

Das Ziel: Digitalisierungsstrategien und -trends im US-amerikanischen Markt schneller definieren und erkennen. Koslowski will sich heute mit Geschäftspartnern und Gründern junger Start-ups treffen, die sich hier – im Herzen des Silicon Valleys – reihenweise angesiedelt haben.

Denn nicht nur Weltmarken wie Apple, Facebook oder Google sind in der Metropolregion um die Städte San Francisco und San José beheimatet. Die Stanford University liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zu Palo Alto und gilt als eine der erfolgreichsten Start-up-Schmieden der Welt.

0.35 Uhr, Sand Hill Road

Fast 20 Jahre hat der studierte Betriebswirt für das Technologie-Beratungsunternehmen Gartner Inc. in Kalifornien gearbeitet, zuletzt als Vice President und Practice Leader Automotive und Smart Mobility – ein Bereich, den er 1997 im Silicon Valley gegründet hat. Im Frühjahr 2016 wechselte Koslowski zu Porsche – und trifft heute mit Frauen wie Stacy D’Amico zusammen, Partnerin der renommierten Firma Andreessen Horowitz für Venture-Capital (VC) auf der Sand Hill Road.

Die Straße in den Hügeln oberhalb von Palo Alto ist die erste Adresse für VC-Gelder – Risikokapital, ohne das die meisten Ideen im Silicon Valley nicht verwirklicht werden könnten. „Die kritische Masse an kreativen Geistern erlaubt es der Region, früher als an anderen Orten der Welt Trends aufzuspüren und auszuprobieren. Das Wort Scheitern gibt es hier nicht. Und das ist gut so. Es geht darum, Risiken einzugehen, zu lernen und Dinge weiterzuentwickeln, damit die nächste Version Erfolg hat“, erklärt Koslowski, der bereits bei Gartner die digitale Transformation der Automobilbranche mitgestaltet hat.

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