Licht aus, Spot an: Osram ist wieder eigenständig

| Redakteur: Michael Eckstein

Die innovativen SMARTRIX-Module von Osram ermöglichen im neuen Jaguar E-PACE ein besonders schmales Scheinwerfer-Design.
Die innovativen SMARTRIX-Module von Osram ermöglichen im neuen Jaguar E-PACE ein besonders schmales Scheinwerfer-Design. (Bild: Jaguar Land Rover)

Siemens verkauft den Rest seiner Anteile am deutschen Lichttechnik-Pionier Osram. Die Ex-Tochter will für ihre Hightech-Strategie am Standort Deutschland festhalten.

Das Verhältnis war nicht immer einfach. Auf der Osram-Hauptversammlung 2016 gab es einen heftigen Richtungsstreit, Großaktionär Siemens stimmte nach einem zwischenzeitlichen Aktieneinbruch sogar gegen die Entlastung des damaligen Chefs Olaf Berlien. Mittlerweile hat sich der Kurs erholt, er hat sich von ursprünglich 24 Euro auf heute gut 67 Euro fast verdreifacht. Auch das Verhältnis der Führungskader hat sich offenbar normalisiert.

Osram entwickelt sich nacheigenen Angaben sehr gut und nimmt verstärkt den Zukunftsmarkt Autonomes Fahren ins Visier.
Osram entwickelt sich nacheigenen Angaben sehr gut und nimmt verstärkt den Zukunftsmarkt Autonomes Fahren ins Visier. (Bild: Osram)

Jetzt entlässt Siemens seine Ex-Tochter vollständig in die Unabhängigkeit. Zuletzt war der Münchener Technologiekonzern noch mit knapp 17,5 Prozent an der Osram Licht AG beteiligt. Das entspricht einem Wert von ca. 1,2 Mrd. Euro. In einer kurzen Mitteilung bedankte sich Osram „für die Begleitung und die Rolle als Ankeraktionär in der Zeit seit dem Börsengang und während unserer Transformation zum Hightech-Unternehmen“.

Kein Kerngeschäft mehr

Für Siemens zählt der Beleuchtungsmarkt seit langem nicht mehr zum Kerngeschäft. Bereits vor vier Jahren hatte man Osram an die Börse gebracht und bis heute große Anteile am Unternehmen verkauft. Jetzt soll der endgültige Schnitt folgen.

Einer Übernahme an chinesische Investoren hatte sich die Osram-Belegschaft laut Berichten des Spiegels noch 2016 erfolgreich entgegen gestemmt. Die Ereignisse hatten Wellen bis auf Regierungsebene geschlagen. Heute beschäftigt der deutsche Konzern nach dem Verkauf seiner Lampensparte noch 6400 Mitarbeiter in Deutschland, davon 3500 in Regensburg.

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