Partnerschaft

Stratasys und Siemens wollen additive Fertigung in die Massenproduktion bringen

| Redakteur: Robert Horn

Der Stratasys Robotic Composite 3D Demonstrator zeichnet sich durch einen hybriden Ansatz für die automatisierte Herstellung von Verbundwerkstoffteilen aus. Er lässt das Prinzip des schichtweisen Drucks hinter sich, sodass die Vorteile der additiven Fertigung auf hochwertige Verbundwerkstoffstrukturen angewendet werden können, die nun so leicht wie noch nie sind.
Der Stratasys Robotic Composite 3D Demonstrator zeichnet sich durch einen hybriden Ansatz für die automatisierte Herstellung von Verbundwerkstoffteilen aus. Er lässt das Prinzip des schichtweisen Drucks hinter sich, sodass die Vorteile der additiven Fertigung auf hochwertige Verbundwerkstoffstrukturen angewendet werden können, die nun so leicht wie noch nie sind. (Bild: Stratasys)

Mit ihrer Partnerschaft wollen Stratasys und Siemens nicht die weltweit anerkannte Produktionsbasis für die Eingliederung der additiven Fertigung in den normalen Arbeitsprozess festlegen. Gelingen soll das unter anderem mit Hilfe einer neuen Herstellungsmethode.

Stratasys und Siemens haben eine formelle Partnerschaft angekündigt, bei der sie die Digital-Factory-Lösungen von Siemens mit den additiven Fertigungslösungen von Stratasys kombinieren. Mit dieser Partnerschaft soll die Grundlage dafür gelegt werden, dass die beiden Unternehmen ihre gemeinsamen Vorstellungen davon, die additive Fertigung in den traditionellen Arbeitsprozess einzugliedern, in die Wirklichkeit umsetzen können, sodass sie zur weltweit anerkannten Produktionspraxis wird.

Davon können Branchen wie etwa die Luftfahrt-, Automobil-, Transport-, Energie- und Werkzeugindustrie profitieren. Diese Ankündigung basiert auch auf der kürzlich von Siemens angekündigten Komplettlösung mit digitalem Design, Simulierung und Datenmanagement mit herkömmlicher und additiver Fertigung.

Partnerschaftlich alte Bekannte

Stratasys und Siemens haben bereits bei zahlreichen Projekten zusammengearbeitet, darunter auch mit dem direkten Link von der NX-Software von Siemens für CAD/CAM/CAE zur GrabCAD Druckplattform von Stratasys, mit dem ein nahtloser Arbeitsablauf vom Design bis hin zum 3-D-Druck ermöglicht wurde, ebenso wie der kürzlich in der Vorschau gezeigte Robotic-Composite-3-D-Demonstrator von Stratasys, in dem die Software für Produktlebenszyklus-Management (PLM) von Siemens und die dazugehörige Bewegungskontrolle und CNC-Automatisierungstechnologien für die Fertigung robuster, leichter Hochleistungsteile enthalten sind.

„Siemens ist begeistert von dieser Partnerschaft mit Stratasys und der Möglichkeit, unseren Kunden bei der Umstellung auf eine neue Einstellung gegenüber der Fertigung zu helfen. Wir sind davon überzeugt, dass damit bessere Erzeugnisse wirtschaftlicher produziert und effizienter geliefert werden können“, meinte Zvi Feuer, SVP Fertigungssystemsoftware, Siemens PLM Software. „Wir setzen uns für die industrieweite Einführung additiver Fertigung mit all ihrer einzigartigen Vorteile ein, unter anderem auch die Geometrie komplizierter Teile, On-Demand-Fertigung und Massenvertrieb. Mithilfe dieser Beziehung können wir den Kurs auf kontinuierliche Innovation und Marktführung durch die feste Einbeziehung unserer Produktlinien und die Zusammenarbeit bei umfangreichen additiven Fertigungslösungen stellen.“

„Siemens setzt sich stark für die digitale Unternehmensvision ein und hat hierfür das entsprechende Potenzial. Damit und mit der engen Zusammenarbeit mit Stratasys kann der Konzern vielen Unternehmen durch horizontale (von Maschine zu Maschine) und vertikale Integration (von der Fabrik- und Geschäftsleitung zur Fertigungsanlage) dabei helfen, die Markteinführungszeiten zu verkürzen, Flexibilität bei den Betriebsvorgängen zu erreichen und die Effizienz bei den Arbeitsabläufen zu steigern“ erklärte Arun Jain, VP, Motion Control, Siemens Digital Factory US.

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