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UN-Studie Strahlenbelastung durch Stromerzeugung ist nur sehr gering

Redakteur: Sebastian Gerstl

Gesundheitliche Folgen nach einer Reaktorkatastrophe wie in Fukushima liegen auf der Hand. Doch welche Strahlungsmengen gehen auf die weltweite Stromproduktion zurück? Die Vereinten Nationen gingen dem mit einer Studie nach und geben Entwarnung für die Bevölkerung.

Die Strahlenbelastung infolge der Erzeugung von Strom ist laut einer aktuellen Studie für die Menschen unabhängig gering – unabhängig der Methode. Insgesamt trägt die durch Gewinnung von Strom erzeugte Strahlenbelastung gerade einmal 1% im Vergleich zur natürlichen Hintergrundstrahlung aus.
Die Strahlenbelastung infolge der Erzeugung von Strom ist laut einer aktuellen Studie für die Menschen unabhängig gering – unabhängig der Methode. Insgesamt trägt die durch Gewinnung von Strom erzeugte Strahlenbelastung gerade einmal 1% im Vergleich zur natürlichen Hintergrundstrahlung aus.
(Bild: Julian Stratenschulte/dpa)

Die Strahlenbelastung infolge der Erzeugung von Strom ist laut einer aktuellen Studie für die Menschen unabhängig von der Methode gering. Sie macht laut Angaben der Vereinten Nationen (UN) etwa ein Prozent im Vergleich zur natürlichen Hintergrundstrahlung aus. Etwa die Hälfte der Dosis durch Stromerzeugung entfällt jährlich auf Kohlekraftwerke, wie das wissenschaftliche UN-Komitee zu den Effekten atomarer Strahlung (UNSCEAR) am Mittwoch in Wien mitteilte. Nukleare Brennstoffkreisläufe würden im Vergleich dazu wiederum nur weniger als ein Fünftel beitragen.

Im Zuge der Prozesse für die einzelnen Energieformen werden natürliche radioaktive Stoffe an die Oberfläche gefördert. Ausgangsbasis der UN-Analyse waren Daten aus dem Jahr 2010. Damals wurden demnach 40 Prozent der weltweiten Stromproduktion durch Kohlekraftwerke gedeckt. Atomkraftwerke hätten nur 13 Prozent beigetragen. „Von den übrigen Technologien hatten die Verbrennung von Erdgas und die Geothermie bedeutsame Anteile an der globalen Exposition“, sagte der UNSCEAR-Strahlenschutzexperte Hans Vanmarcke.

Generell sei die Belastung von Arbeitern in dem Bereich stärker als jene der übrigen Bevölkerung - wegen der Abbautätigkeiten, die jeder Form der Energiegewinnung vorangehen. Kohlearbeiter seien am stärksten betroffen. Durch immer bessere Bedingungen ist das Risiko für diese Gruppe in den vergangenen Jahren demnach aber immer weiter zurückgegangen.

Die vergleichsweise relativ kleine Gruppe der Arbeiter, die am Bau der Komponenten von Solaranlagen und Windenergie-Kraftwerken beteiligt sind, sind der Analyse zufolge besonderen Gefahren ausgesetzt - wegen der Strahlenbelastung bei der Gewinnung dafür nötiger seltener Erden im Bergbau.

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