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Bauteilinspektion Stereomikroskop kontrolliert Qualität in Satellitenprojekt

| Redakteur: Dr. Anna-Lena Gutberlet

Das Stereomikroskop Mantis Elite-Cam wird zur Qualitätskontrolle von Leiterplatten, insbesondere zur Inspektion diverser Klein­elektronik­komponenten des Neudose-Satellitenprojektes eingesetzt.

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3D-Betrachtung von elektronischen Bauteilen mit Mantis Elite CamHD.
3D-Betrachtung von elektronischen Bauteilen mit Mantis Elite CamHD.
(Bild: Vision Engineering)

Das Konzept der Neudose Mission – Neutron Disometry and Exploration – entstand aus dem Bedarf nach einem fortschrittlichen Strahlendosimeter, welches das Risiko von Weltraum­emissionen verringert, indem die Strahlenbelastung auf hohem Niveau überwacht wird.

Das Neudose Projekt wird von Dr. Andrei Hanu vom Goddard Space Flight Center der Nasa geleitet. Das Team besteht aus Studenten der medizinischen Physik, Elektrotechnik, Mechatronik, Computertechnik, Mechanik und Maschinenbau. Für den Erfolg des Projektes ist wichtig, dass jede Komponente präzise inspiziert wird, um ihre Genauigkeit und Funktionalität sichergestellt ist.

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Das Stereomikroskop Mantis Elite-Cam von Vision Engineering wurde wegen der besonderen ergonomischen Vorteile für den Einsatz im Projekt ausgewählt. Denn mit der okularlosen Technologie sind sichere Inspektionen über lange Zeiten durchzuführen – ohne Nackenschmerzen oder Ermüdung.

Die Mantis-Elite-Cam wird hauptsächlich eingesetzt, um die Leiterplatten und kleineren Komponenten des Hauptinstruments des Satelliten (Nutzlast) und des TECP zu inspizieren. Das Gerät TECP misst die für Astronauten schädlichen Strahlen im niedrigen Orbit. Dazu wird das Mikroskop bei der Konstruktion des Hauptcomputers an Bord des Satelliten genutzt. Die in das Mikroskop integrierte Kamera hält die Bilder von der Inspektion fest und unterstützt beim Reflow-Löten und wird außerdem als Lehrmittel genutzt.

Ein weiterer Nutzungsbereich des Mantis Elite-Cam ist die Qualitätskontrolle, wie beispielsweise die Inspektion der Solar-Kollektoren, der Schwungräder, welche die Orientierung des Satelliten von 10 x 10 x 30 Zentimeter steuern sowie der Struktur selbst.

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