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Spendenaktion Elektronik hilft Steckverbinderbranche spendet für Erdbebenopfer in Nepal

Redakteur: Kristin Rinortner

Spontan großzügig zeigten sich die Besucher des 9. Anwenderkongresses Steckverbinder: Als Hilfe für ein Dorf in der Langtang-Region kamen 1200 Euro Spendengelder zusammen.

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Unsere Spende für Nepal: Auf dem 9. Anwenderkongress Steckverbinder sammelten die Teilnehmer 1200 Euro für ein Dorf in Nepal.
Unsere Spende für Nepal: Auf dem 9. Anwenderkongress Steckverbinder sammelten die Teilnehmer 1200 Euro für ein Dorf in Nepal.
(Bild: VBM-Archiv)

Nepal gehört zu den 20 ärmsten Ländern der Welt. Trotzdem haben die Nepalesen immer ein Lächeln auf den Lippen. Das änderte sich mit den beiden verheerenden Erdbeben, die das Land am 25. April und 12. Mai 2015 mit einer Stärke von 7,8 bzw. 7,3 auf der Richterskala erschütterten. So traurig habe ich meine Freunde noch nie gesehen.

Etwa 8700 Menschen sind durch die Beben ums Leben gekommen, wesentlich mehr wurden verletzt. Häuser, Schulen, historische Bauwerke und Klöster sowie die Infrastruktur sind zerstört. Die UN schreibt von 2,8 Mio. Menschen, die im Land derzeit auf humanitäre Hilfe angewiesen sind.

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„Ich weiß nicht, wie ich unser Leben jetzt beschreiben soll. Es ist wirklich schrecklich und beängstigend in unserem Dorf nach den Erdbeben und den Erdrutschen. Wir leben jeden Tag in Todesangst“, erzählt Dolma Tamang über das Leben in Syafru Besi in der Langtang-Region nordöstlich der Hauptstadt Kathmandu.

„Das zweite große Beben hat unser Leben noch härter und schwieriger gemacht. Ich befinde mich gerade im Dorf mit meiner Familie und wir leben aus Furcht vor weiteren Beben und Erdrutschen auf der Straße. Wir haben ein kleines Behelfshaus aus Planen und Blech gebaut und werden wohl noch eine geraume Zeit hier leben anstatt in unserem Dorf Syaphru Besi. Dort ist das Risiko von Erdrutschen wesentlich höher, da alle Plätze und Orte von Bergen umgeben sind.“

Mitte Juni hat zudem der Monsunregen eingesetzt, der das Land in nasskalte Feuchtigkeit hüllt und Erdrutsche fördert.

„Unser Hotelgeschäft ist zum Erliegen gekommen und es gibt keine Touristen mehr, die meine Brüder als Guide durch die Berge führen könnten. Wir müssen bei allem von vorne anfangen, denn auch unser Haus gibt es nicht mehr. Meine Tante ist sehr angespannt und erklärt immer wieder entmutigt, dass ihr Leben zu Ende sei und nichts von ihrer lebenslangen harten Arbeit übrig geblieben ist.“

Das Schicksal von Dolmas Familie ist kein Einzelfall. Aber es war ein erster Ansatzpunkt zu helfen. Auf dem von Elektronikpraxis veranstalteten 9. Anwenderkongress Steckverbinder im Juni 2015 entschlossen sich die Teilnehmer spontan zu einer Hilfsaktion für das Dorf in Nepal.

Gesammelt haben wir 608 Euro, die Vogel Business Media dann auf 1200 Euro aufrundete um das soziale Engagement ihrer Mitarbeiterin Kristin Rinortner zu unterstützen. Das Geld entsprechend 130779 Nepalesischen Rupien hat unser Verlag Anfang Juli 2015 an den buddhistischen Geistlichen Karpu Lama überwiesen, der die Hilfe im Dorf koordiniert. An dieser Stelle geht der Dank von Karpu Lama und der Dorfbewohner an alle hilfreichen Spender. Schon mit 5 Euro ist Essen und sauberes Wasser für eine Person für eine Woche gesichert.

Das Leben im Dorf hat sich inzwischen wieder etwas normalisiert und die Spenden bieten Hilfe zur Selbsthilfe. Aufräum- und Aufbauarbeiten durch die Dorfbewohner sind in vollem Gange. Aktuell wollen die Bewohner die zerstörte Schule und das stark beschädigte Kloster wieder aufbauen. Spenden hierzu sind willkommen.

Eine große Hilfe wäre es, den Tourismus wieder zu aktivieren. Nepal ist ein herrliches Land, das ein Mekka für Bergsteiger und Wanderer ist. Längst nicht alle Sehenswürdigkeiten sind zerstört. Viele historische Baudenkmäler werden zudem bereits wieder aufgebaut. Vielleicht denken Sie einmal über eine Reise nach der Monsunzeit ab September nach? Weitere Informationen gibt Kristin Rinortner.

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