Bildverarbeitung

Stationäres Codelesen für industrielle Anwendungen

| Autor / Redakteur: Anja Schaber * / Dr. Anna-Lena Gutberlet

Bild 1: Der Lasermarkierer AREX kennzeichnet die Leiterplatten und Matrix 300N liest.
Bild 1: Der Lasermarkierer AREX kennzeichnet die Leiterplatten und Matrix 300N liest. (Bild: Datalogic)

Bei der Produktion von elektronischen Komponenten und Steuergeräten spielt das automatisierte Codelesen über Bilderfassung eine wichtige Rolle.

Für einen großen Elektronikhersteller, der elektronische Steuergeräte, Halbleiter und Sensoren herstellt, wurde eine innovative und flexible Lösung für die SMT-Fertigungsstrecke realisiert.

In den Produktionslinien werden Leiterplatten mit elektronischen Bauelementen vollautomatisch bestückt. Zudem legt das Unternehmen großen Wert auf die Rückverfolgbarkeit (Traceability) der einzelnen Fertigungsschritte. Dafür setzt der Hersteller Datamatrix-Codes ein, die von einem Lesegerät identifiziert werden müssen. Die 2D-Codes befinden sich bei den elektronischen Komponenten und Steuergeräten als permanente Markierung (Direct Part Marking, DPM) auf der Leiterplatte und enthalten Produktinformationen wie die Seriennummer. Auf diese Weise lassen sich die einzelnen Bauteile auf ihrem gesamten Lebensweg eindeutig zurückverfolgen.

Speziell für DPM-Codes entwickelt

Für eben diese DPM-Codes hat Datalogic, Spezialist für die automatische Datenerfassung, den Matrix 300N entwickelt. Das Code-Lesegerät ist mit verschiedenen Beleuchtungsvarianten und Diffusoren ausgestattet. Durch die Variation von LED-Farben und –Anordnung ermöglicht die interne Beleuchtung ein optimal ausgeleuchtetes Lesefeld. Die Codes werden zuverlässig gelesen, und das auch bei Hochgeschwindigkeitsanwendungen.

Datenübertragung in Millisekunden

Der Matrix 300N wurde darüber hinaus auf die speziellen Anforderungen und Wünsche des Elektronikherstellers angepasst und weiterentwickelt.

So integrierte Datalogic zum Beispiel ein Feature, um einen DPM-Code partiell auslesen zu können. Auf diese Weise werden über die Schnittstelle des Scanners nur ganz bestimmte Teile des Codes übertragen. Das reduziert einerseits den Datenverkehr. Andererseits werden die Datenbanken nicht mit Informationen überflutet, die für den späteren Gebrauch nicht notwendig sind.

Der CMOS-Sensor des Lesegeräts erfasst mit 1,3 Megapixel 60 Bilder pro Sekunde. Aus den Bildern decodiert der Scanner den DPM-Code. Zusätzlich zur Erfassung des Codes bietet der Matrix 300N die Möglichkeit, das Bild im Fall einer ausbleibenden Code-Identifikation (No-Read) auf einem FTP-Server abzulegen. Dafür besitzt der Scanner neben der herkömmlichen seriellen Schnittstelle einen Ethernet-Port, wodurch die Datenübertragung in Millisekunden erfolgt.

Häufig sorgen schlecht angebrachte DPM-Codes oder deren vollständiges Fehlen für ein No-Read. Durch die Übertragung auf den Server kann auch noch Wochen nach dem No-Read-Fall dessen Ursache anhand der vom Lesegerät erfassten Bilder ausfindig gemacht werden.

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