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Sicherheitskritische Anwendungen Starterkits erleichtern den Einstieg in Zertifizierungsprojekte

| Redakteur: Franz Graser

Entwickler und Hersteller sicherheitsrelevanter Systeme können auf Starterkits von Embedded Office zurückgreifen. Die Kits enthalten bereits zertifizierte Komponenten, die die normenkonforme Entwicklung erleichtern.

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Für die Entwicklungen sicherheitskritischer Bahnanwendungen hat das Entwicklungshaus aus Wangen im Allgäu ein eigenes Zertifizierungskit auf den Markt gebracht.
Für die Entwicklungen sicherheitskritischer Bahnanwendungen hat das Entwicklungshaus aus Wangen im Allgäu ein eigenes Zertifizierungskit auf den Markt gebracht.
(Bild: Embedded Office)

Bei den Starterkits handelt es sich um lauffähige Systeme, mit denen der Anwender sofort mit der Entwicklung eines Zertifizierungsprojekts gemäß den Standards IEC62304, IEC61508 und EN50128 (Bahntechnik) beginnen kann.

Die Starterkits enthalten den Source-Code des Echtzeitkernels µC/OS-II jeweils für einen vorgegebenen Mikrocontroller. Sie stehen für folgende Produkte zur Verfügung:

  • Echtzeit-Kernel µC/OS-II mit Speicherschutz (µC/OS-MPU)
  • Partitionierungssystem (µC/TimeSpaceOS)

Kern des Starterkits ist eine Komponente, die eine flexibel einsetzbare Hardware- Programmierschnittstelle vom jeweiligen Produkt zum eingesetzten Mikrocontroller unter Verwendung der jeweiligen Entwicklungswerkzeuge enthält. Die Komponente kann durch Konfiguration an die Hardwarebeschaltung des Mikrocontrollers angepasst werden. Sie unterstützt alle notwendigen Einheiten eines Mikrocontrollers für den Betrieb eines beliebigen Echtzeitkernels.

Darüber hinaus sind weitere Einheiten integriert, falls das jeweilige Produkt dies erfordert. Die Komponente wurde für den Einsatz im sicherheitskritischen Umfeld vorbereitet. Das heißt: es sind bereits Mechanismen zur Überwachung der Integrität integriert.

Beim Erstellen des Softwaredesigns der Schnittstelle wurde auf eine einfache Erweiterbarkeit und Möglichkeiten zur Anpassung an die projektspezifischen Anforderungen geachtet. Einem Projekt steht damit eine flexible Umgebung zur Verfügung, um den technischen und wirtschaftlichen Risiken effektiv zu begegnen.

So kann beispielsweise der Mikrocontroller mit beherrschbaren Risiken gewechselt werden, da die Schnittstelle über alle Starterkits konstant bleibt. Die mitgelieferte Demo-Anwendung stellt dabei einen geeigneten Ausgangspunkt für die eigene Software dar.

„Die Zertifizierung sicherheitskritischer Software ist ein aufwendiger und langwieriger Prozess, der für die Anwender nicht nur eine große Herausforderung darstellt, sondern auch mit hohen Projekt- und finanziellen Risiken verbunden ist“, erklärt Thomas Amann, Geschäftsführer von Embedded Office.

Querschnitt durch das Starterkit: Die mitgelieferte Demo-Anwendung (oben links, blau unterlegt) stellt einen guten Ausgangspunkt für die eigene Applikationsentwicklung dar.
Querschnitt durch das Starterkit: Die mitgelieferte Demo-Anwendung (oben links, blau unterlegt) stellt einen guten Ausgangspunkt für die eigene Applikationsentwicklung dar.
(Grafik: Embedded Office)

„Mit unseren Starterkits erleichtern wir den Einstieg in komplexe Zertifizierungsprojekte. Die Starterkits enthalten den Source-Code des Kernels, so dass der Anwender sofort mit seiner Applikation beginnen kann. Später, wenn das Zertifizierungskit alle Tests bestanden und das TÜV-Zertifikat erhalten hat, kann er dieses dann erwerben. Der Anwender hat so die Möglichkeit, die Kosten aufzuteilen, was bei engen Projektbudgets oft hilfreich ist, und auch einen zeitlichen Vorteil, da er den Source-Code sofort erhält“, erläutert Amann weiter.

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