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Sensorik Star-Trek-artiger Tricorder scannt Lebensmittel

| Redakteur: Franz Graser

Analog Devices und der israelische Sensortechnik-Spezialist Consumer Physics haben eine Kooperation geschlossen, die eine IoT-Plattform zur Stoffanalyse zum Ziel hat. Damit sollen Lebensmittel, Medikamente, Pflanzen, Chemikalien und andere Materialien auf ihre Inhaltsstoffe untersucht werden.

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Das SCiO-Gerät von Consumer Physics scannt Inhaltsstoffe von Lebensmitteln und Materialien mit Hilfe der Nahinfrarot-Spektroskopie. Gemeinsam mit Analog Devices will man eine IoT-Plattform aufbauen, die die Technik auch in Smartphones und Wearables integrieren soll.
Das SCiO-Gerät von Consumer Physics scannt Inhaltsstoffe von Lebensmitteln und Materialien mit Hilfe der Nahinfrarot-Spektroskopie. Gemeinsam mit Analog Devices will man eine IoT-Plattform aufbauen, die die Technik auch in Smartphones und Wearables integrieren soll.
(Bild: Analog Devices)

Die Unternehmen wollen die zur Materialabtastung dienende SCiO-Technik von Consumer Physics in Smartphones und Wearables sowie Industrie- und Medizin-Applikationen integrieren. Die gemeinsam entwickelte Sensor-to-Cloud-Plattform wird es den Anwendern erlauben, Substanzen schnell und zuverlässig zu detektieren.

Auf diese Weise soll eine Qualitätskontrolle möglich sein. Es gilt, eine breite Palette von Eigenschaften zu messen, so zum Beispiel Kalorien, Fett, Zucker und Proteine, den Zuckergehalt von Früchten und Gemüsen, den Alkoholgehalt von Getränken oder die chemische Zusammensetzung von Kraftstoffen und Ölen.

Die Technik, auf der SCiO – ein Scanner, der dem Tricorder aus „Star Trek“ ähnelt – basiert, wird als Nahinfrarot-Spektroskopie (NIR) bezeichnet und ist in Laboratorien auf der ganzen Welt seit Jahrzehnten im Einsatz. Das vielfältige Anwendungsgebiet umfasst Branchen wie den Nahrungsmittelsektor, die pharmazeutische Industrie, die Landwirtschaft, das Gesundheitswesen sowie viele weitere Sparten.

Materialanalysen auf Basis der NIR-Spektroskopie beruhen auf dem Prinzip, dass jede Molekülart auf eine ganz spezielle Weise schwingt. Diese Schwingungen treten mit Licht in Wechselwirkung und erzeugen dabei eine spezifische optische Signatur.

Diese Signatur wiederum lässt sich mit dem optischen Sensor und entsprechender Signalaufbereitungs-Elektronik erfassen. Ausgefeilte Algorithmen greifen auf einen aktualisierbaren Datenbestand zurück, um in Echtzeit das Spektrum zu analysieren und dem Anwender Informationen über die analysierte Materialprobe zu geben.

Zum Bau individueller Anwendungen werden Entwickler-Kits angeboten werden. SCiO-Partner können mit dem Entwickler-Kit Smartphone- und Wearable-Applikationen entwickeln.

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