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Kompaktantriebe mit CANopen-Schnittstelle Standardmäßig ist ein Gebersystem integriert

Redakteur: Gerd Kucera

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(Bild: ebm-papst)

Das Produktprogramm von elektrischen Antriebssystemen für den Einsatz in Industrieapplikationen erweitert ebm-papst regelmäßig; etwa mit Systemen, die über marktübliche Bus-Schnittstellen Befehle von übergeordneten Steuerungen empfangen und Ist-Werte sowie Statusmeldungen an die Steuerung zurückmelden. Vorgestellt wurde jetzt die Baureihe ECI 63.xx K5 im Leistungsbereich von 180 bis 370 W. Auf Basis eines BLDC-Innenläufermotors mit integriertem Elektronikmodul bietet diese Entwicklung eine standardisierte CANopen Schnittstelle. Mit der integrierten frei programmierbaren Ablaufsteuerung können Technologiefunktionen direkt im Antrieb realisiert werden; die bisher erforderliche SPS wird entlastet oder kann im Idealfall komplett entfallen. Die Ansteuerung kann dabei über die digitalen und analogen Ein- und Ausgänge erfolgen. Diese kompakten Antriebssysteme bieten laut Hersteller in vielen Applikationen eine kostenoptimierte Alternative zu klassischen AC-Servomotoren. Im Vergleich zu AC-Normmotoren mit Frequenzumrichtern überzeuge diese Baureihe mit einem besseren Wirkungsgrad sowie einer höheren Leistungsdichte. Das Elektronikmodul ECI 63.xx K5 unterstützt Kommunikations- und Bewegungsprofile nach IEC 61800-7 (DS402). Das bedeutet, dass der Antrieb in Positionier-, Drehzahl- oder Strom- bzw. Momentenregelung betrieben werden kann. Auch die interpolierte Positionierung bei zyklischer Sollwertvorgabe ist implementiert. Eine Referenzierung der Antriebsposition kann sowohl über die normierten Homing-Methoden als auch über eine Sanftfahrt auf Blockade/mechanischen Anschlag durchgeführt werden. Darüber hinaus kann der Antrieb ähnlich einer SPS frei programmiert werden. Beispielsweise wird eine Funktion so implementiert, dass der Antrieb über die integrierten I/Os nahezu beliebig ansteuerbar ist, ohne dass Fahrbefehle über CANopen notwendig wären. Durch die integrierte SPS-Funktionalität kann der Antrieb auch als CAN-Master eingesetzt werden. Dadurch lassen sich bei weniger komplexen Applikationen Netzwerke aufbauen, die als Standalone-Applikation ohne übergeordnete SPS arbeiten. Das Elektronikmodul enthält standardmäßig ein Gebersystem, das die Stellung der Abtriebswelle auf 12 Bit auflöst. Damit wird eine hohe Positioniergenauigkeit erreicht. Auch langsame Drehzahlen und Stillstand lassen sich sauber regeln, sodass ein sehr großer Drehzahlbereich nutzbar ist.

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