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D21-Digital-Index Stagnation und Mittelmaß bei Digitalisierung in Deutschland

| Redakteur: Peter Koller

Deutschland kommt bei der Digitalisierung kaum voran und bleibt im Mittelmaß stecken. Das ist das Fazit des aktuellen D21-Digital-Index.

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Gut drei Viertel der Deutschen haben Internet-Zugang - aber nur gut ein Drittel bewegt sich souverän durch die digitale Welt.
Gut drei Viertel der Deutschen haben Internet-Zugang - aber nur gut ein Drittel bewegt sich souverän durch die digitale Welt.
(D21-Digital-Index)

Mit der Studie D21-Digital-Index misst die Initiative D21 seit 2013 die Entwicklung des Digitalisierungsgrads der deutschen Bevölkerung – ihren Zugang, ihre Kompetenz, ihre Offenheit sowie ihre Nutzungsvielfalt bezogen auf digitale Medien und das Internet. Der D21-Digital-Index ist eine Weiterentwicklung des (N)ONLINER Atlas (2001-2014) und mit rund 33.000 Befragten die umfangreichste und aussagekräftigste Studie zum Internetnutzungsverhalten der Deutschen.

Zentrale Ergebnisse des D21-Digital-Index zeichnen ein überwiegend kritisches Bild, die Initiative D21 spricht von einer „digitalen Gesellschaft im Stillstand“:

  • 76,8% der Deutschen ab 14 Jahren nutzen das Internet.
  • Der Digitalisierungsgrad der Deutschen liegt bei 51,3 von 100 Punkten und bleibt damit auf Vorjahresniveau (2013: 51,2)
  • Digitale Kompetenz nimmt um 2,5 Indexpunkte ab
  • Digitale Gesellschaft ist weiterhin heterogen: Zahl der digital weniger erreichten Nutzergruppen sinkt in 2014 um 3 Prozentpunkte auf 63%; 37% der Deutschen sind digital souverän (34% in 2013)
  • Keine Verbesserung der strukturellen Benachteiligung (durch Alter, Wohnort, Bildung und Geschlecht) in 2014
  • Datenbewusstsein in der Bevölkerung schwach ausgeprägt
  • Positive Tendenzen bei digitalem Zugang, Offenheit und Nutzungsvielfalt

Insgesamt hat die Studie sechs grundsätzliche Nutzertypen in Deutschland ausgemacht. Deren Profile sowie viele weitere Daten aus dem D21-Digital-Index finden Sie in den Grafiken in der Bildergalerie:

Bildergalerie
Bildergalerie mit 26 Bildern

Brigitte Zypries, MdB und Parlamentarische Staatsekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie: „Die digitale Gesellschaft bleibt heterogen. Unterschiede im Digitalisierungsgrad bleiben in Bezug auf Alter, Geschlecht und Regionalität nach wie vor bestehen. Der Zugang zum Internet, die Offenheit gegenüber neuen Technologien und die Vielfalt der Internetnutzung haben sich im vergangenen Jahr nur leicht verbessert. Allgemein bewegen sich erst 37% der Bevölkerung bei der Internetnutzung digital souverän. Es ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, Möglichkeiten der Kompetenzerlangung und Teilhabe anzubieten und entsprechende Schutzmechanismen des Daten- und Verbraucherschutzes zu gewährleisten, so dass sich auch Internetnutzer mit geringer IT-Kompetenz sicher in der digitalen Welt bewegen können.“

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