Computervirus Spur der „Flame“-Malware führt offenbar nach Israel

Redakteur: Franz Graser

Ein hochrangiges Mitglied der israelischen Regierung hat in einem Interview angedeutet, dass Israel hinter der Malware namens „Flame“ stecken könnte.

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Der stellvertretende israelische Regierungschef Moshe Yaalon dient im Kabinett von Binyamin Netanyahu als Minister für strategische Angelegenheiten.
Der stellvertretende israelische Regierungschef Moshe Yaalon dient im Kabinett von Binyamin Netanyahu als Minister für strategische Angelegenheiten.
(Bild: Tikvah Israel Fellows)

Der stellvertretende Ministerpräsident Israels, Moshe Yaalon, hat heute in einem Radio-Interview Andeutungen gemacht, die darauf hinweisen, dass Israel der Urheber der aggressiven Flame-Malware sein könnte.

Wie das israelische Nachrichtenportal „Arutz 7“ berichtet, hat Yaalon in einem Interview mit dem israelischen Armeerundfunk durchblicken lassen, dass Israel hinter der Cyber-Attacke steckt. „Wer die Bedrohung durch den Iran ernst nimmt, handelt nur vernünftig, indem er zu verschiedenen Maßnahmen greift – einschließlich dieser“, sagte Yaalon, der seit 2009 Mitglied des israelischen Parlaments ist.

Darüber hinaus ergänzte er: „Israel ist glücklicherweise ein Land, das sehr reich an High-Tech ist. Die Werkzeuge, die uns dadurch zur Verfügung stehen, eröffnen uns viele Möglichkeiten.“

Vor seiner politischen Laufbahn durchlief Yaalon eine Bilderbuchkarriere im israelischen Militär. Von 2002 bis 2005 bekleidete er sogar als Generalstabschef den höchsten Posten der israelischen Streitkräfte. Im Kabinett von Premierminister Binyamin Netanyahu bekleidet Yaalon des Posten eines Ministers für strategische Angelegenheiten.

Ilan Froimovich, der Vertreter der Security-Firma Kaspersky in Israel, sagte dem Armeerundfunk außerdem, der Virus sei so raffiniert programmiert, dass er seine eigenen Charakteristika ändern könne und sich abhängig von den an ihn übermittelten Instruktionen entwickle: „Die Malware ist ein Meisterwerk der Programmierung.“ Aus diesem Grund schätzt Kaspersky, dass die Malware seinen Ursprung in Regierungs- oder Geheimdienstkreisen haben könnte.

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