Elektrische Automatisierung SPS/IPC/Drives peilt vom 27. bis 29. November 2007 wieder Rekordzahlen an

Redakteur: Dipl. -Ing. Ines Stotz

Sie steht bei den meisten Automatisierern fest im Kalender: Mit ihrer Mischung aus Ausstellung, Foren und Kongress ist die SPS/IPC/Drives für die meisten Unternehmen aus der Branche mittlerweile eine der wichtigsten Messetermine im Jahr.Markus Paschmann, Vorstand Fabrikautomation, Sick: „Der Erfolg der SPS/IPC/Drives liegt im klaren Konzept und die Fokussierung auf die Automatisierungstechnik.“

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Die starke Besucherstruktur überzeugt die ausstellenden Unternehmen der SPS/IPC/Drives.
Die starke Besucherstruktur überzeugt die ausstellenden Unternehmen der SPS/IPC/Drives.
( Archiv: Vogel Business Media )

Sindelfingen 1990: 63 Aussteller zeigen den rund 3400 Besuchern auf einer kleinen Fachmesse ihre Produkte für die elektrische Automatisierung. Seither hat eine rasante Entwicklung stattgefunden: Die SPS/IPC/Drives avanciert zum wichtigsten Branchentreff der europäischen Automatisierungstechnik: Diesen Anspruch hat sie sich in den letzten Jahren zu Recht erobert.

Denn der Erfolg der Special-Interest-Messe geht ungebremst weiter: 43 891 Fachbesucher kamen im letzten Herbst an drei Messetagen nach Nürnberg, um das umfassende Angebot der 1203 Aussteller, davon 17 Prozent internationale Unternehmen, zu sehen und zu vergleichen. Der Anteil der internationalen Besucher – die meisten aus Österreich, der Schweiz, Italien und Tschechien – lag 2006 bei 14,2 Prozent (2005: 10,1) und ist damit deutlich angestiegen.

Starke Besucherstruktur überzeugt Aussteller

National wie international kommen die Fachbesucher zu 19,4 Prozent aus der elektrischen Antriebs- und Steuerungstechnik, zu 19,3 Prozent aus der Elektrotechnik und 16,3 Prozent aus dem Maschinenbau. Dabei sind insgesamt 70 Prozent der Besucher in Konstruktion/Entwicklung, Geschäftsleitung oder Produktion tätig. „Sie gehören damit den Zielgruppen an, die Unternehmen mit ihrer Messeteilnahme erreichen wollen“, stellt Joseph Rath fest, Geschäftsführer der Mesago Messemanagement.

Neues im November

So zeigen die Produzenten von Komponenten und Systemen der elektrischen Automatisierung immer mehr Neuigkeiten und Highlights – und richten ihre Entwicklungszyklen auf den Termin im November aus. Vom 27. bis 29. 11. 2007 ist es wieder soweit: mehr als 1200 Aussteller präsentieren ihre Produkte. Die belegte Fläche steigt erstmals über 80 000 m² (2006: 77 500), die sich auf zehn Messehallen verteilt. Erstmals genutzt werden in diesem Jahr die Hallen 2 und 4A. In Halle 2 wird insbesondere den Ausstellern aus der elektrischen Antriebstechnik und Motion-Control weiteres Wachstum ermöglicht. Die neu erbaute Halle 4A schließt an das CCN-Congress-Center an.

Schwerpunktthemen bleiben

Die diesjährigen Schwerpunktthemen, die auch auf den kostenlosen Foren in den Messehallen oder im Kongress besonders berücksichtig werden, sind Ethernet, Safety und Security sowie Motion-Control. „Dies sind Inhalte, die einen großen Bestandteil der täglichen Arbeit der Unternehmen in der Branche darstellen“, berichtet Wolfgang Tondasch, der Vorsitzende des Ausstellerbeirats und Geschäftsführer von Panasonic Electric Works Deutschland. Mit RFID und Wireless hat der Ausschuss Sonderthemen benannt, die gegenwärtig stark beachtet sind und stetig weiterentwickelt werden. Mit den Gemeinschaftsständen Wireless in Automation und LINUX in Automation wird es wiederholt zwei Sonderschauen geben.

„Es ist uns ein besonderes Anliegen, den Arbeitscharakter der Veranstaltung zu erhalten. Die ausgeprägte fachliche Atmosphäre trägt klar dazu bei, dass jeder Kunde auf dieser Messe die Antwort auf seine konkreten Fragen zu den einzelnen Themengebieten erhält“, betont Tondasch. An der Gestaltung der Foren in den Messehallen und eigener Ausstellungsflächen sind der ZVEI, VDMA und AMA Fachverband für Sensorik beteiligt.

Eine ideale Plattform für den Austausch über die Anwendung von Automation und Drives ist auch der parallel stattfindende Kongress mit seinen Vorträgen und Tutorials. Er war mit 478 Teilnehmern 2006 die größte deutschsprachige Veranstaltung zu diesem Thema. 2007 sind erstmals auch englischsprachige Vorträge geplant sowie eine Trendsession zu I/O-Link.

Nachgefragt

Herr Paschmann, was für Erwartungen haben Sie als neues Mitglied im Ausstellerbeirat der SPS/IPC/Drives und welche Bedeutung hat die Veranstaltung für Ihr Unternehmen?

Ich würde die Frage gerne umgekehrt beantworten: Die SPS/IPC/Drives hat für SICK eine sehr große Bedeutung und ist zu einem wichtigen Treffpunkt für die Automatisierungbranche geworden. Das sehen wir im Unternehmen ganz deutlich an der Zahl der Messeleads. Aufgrund der gestiegenen Bedeutung dieser Messe bin ich froh, im Ausstellerbeirat die Interessen unserer Branche vertreten zu können und Einfluss auf das Messekonzept nehmen zu können. Ein wichtiger Erfolgfaktor ist die klare Themenausrichtung. Für uns ist es wichtig, dass unsere Kunden kurze Wege haben und genau das finden, was sie brauchen: Automatisierungstechnik.

Worauf führen Sie den anhaltenden Erfolg zurück?

Das klare Konzept, die Fokussierung auf die Automatisierung, die in Deutschland eine enorme Bedeutung hat und die ’Arbeitsatmosphäre’, jenseits von Show und Event, sind ganz klare Erfolgsfaktoren.

Welche Perspektiven sehen Sie für die Zukunft der Messe?

Das Konzept der SPS/IPC/Drives ist deshalb so erfolgreich, weil sie sich durch ein absolut klares Profil auszeichnet: reine Automatisierungstechnologie, von der Leittechnik bis zu Antriebssystemen und -komponenten sowie Sensorik. Die wachsende Zahl von Ausstellern und Besuchern aus Deutschland, und vor allem aus dem Ausland, belegen das Ansehen und die Akzeptanz. Der anhaltende wirtschaftliche Aufschwung und die steigende Bedeutung der Automatisierung als Leitdisziplin sowie ihr beständiges Gewicht in der Welt, lassen mich prognostizieren, dass die Fachmesse weiter wachsen wird und muss. Eine entscheidende Frage wird die räumliche Ausdehnung und deren Möglichkeiten bzw. Grenzen sein.

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