Suchen

Aktion Elektronik hilft Spezialleuchten-Hersteller greift in Spitzen auf Lebenshilfe zurück

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Jede Leuchte ist ein Unikat: Ein deutscher Automobilhersteller wünschte sich für sein Designcenter ganz spezielle Leuchten. Für solche Spezialaufträge arbeitet LAH Leuchten mit den Lebenshilfe Werkstätten Unterer Niederrhein zusammen.

Firma zum Thema

In der Lebenshiilfe werden bis zu 2000 Leuchten einzeln und per Hand montiert.
In der Lebenshiilfe werden bis zu 2000 Leuchten einzeln und per Hand montiert.
(Bild: Lebenshilfe Werkstätten Unterer Niederrhein)

Zahlreiche Fassaden, Decken und Wände werden durch Sonderleuchten und Lichtsysteme von LAH Leuchten in Szene gesetzt. Die Unternehmensgeschichte reicht über 200 Jahre zurück. Und seit über 45 Jahren gehören die Sonderleuchten und Sonderbeleuchtungen zum Angebot.

Dabei sind die Kunden sehr verschieden: Automobilhersteller, Modeketten oder Banken – bundesweit ist das exklusive Design, das handwerkliche Können sowie die Perfektion bis ins kleinste Detail.

Ausgefallene und professionelle Beleuchtung

In einem Projekt möchte ein großer Fahrzeughersteller mit den LAH Leuchten das ausgefallene und professionelle Beleuchtungskonzept für ein Auto-Designcenter entwickeln. Im Zentrum des Lichtszenariums stehen individuelle Langfeldleuchten, die gleichzeitig zwei Wunschvorstellungen erfüllen: als Gestaltungselement werden sie einerseits die imposanten Räume großzügig und indirekt ausleuchten, andererseits auch über lange Strecken gezielte Lichtstreifen auf den Boden werfen.

Knapp 2000 Langfeldleuchten – jede fast 2,5 m lang – werden in diesem Großprojekt untergebracht. Das sind 2000 Unikate aus vielen Einzelteilen zusammengesetzt. Für eine Fertigung der Leuchten in der eigenen Werkstatt müsste LAH Leuchten in die eigene personelle Aufstockung investieren – wenig wirtschaftlich bei Einzelaufträgen dieser Art.

Bildergalerie

Aus diesem Grund greift das Unternehmen für Auftragsspitzen auf die Unterstützung der Lebenshilfe Werkstätten Unterer Niederrhein zurück. „Mit dieser Zusammenarbeit erhalten wir eine größere Flexibilität für Aufträge solcher Art“, sagt Heinz-Friedrich Kamps, Geschäftsführer bei LAH Leuchten. „Hier arbeiten Fachleute mit dem richtigen Know-how und der notwendigen Zuverlässigkeit.“ Denn als Dienstleister übernehmen die Werkstätten bereits seit vielen Jahren Aufträge zur Fertigung von Leuchten.

Im Bereich Elektrotechnik verfügen sie mit ihren rund 1000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern über langjährige Expertise. Dass die Arbeiten professionell ausgeführt werden, ist für Kamps ein Muss: „Wir erwarten von unseren Partnern, dass sie mit unserer Philosophie übereinstimmen. Das bedeutet, dass die Qualität im Vordergrund steht und Aufträge kompetent, hochwertig und termingetreu bearbeitet werden.“

Schritt für Schritt Form annehmen

Und dass die Arbeit professionell und mit Leidenschaft ausgeführt wird, erkennt man auf den ersten Blick. In der Werkstatt in Wesel arbeiten zurzeit 15 Mitarbeiter mit und ohne Handicap in kleinen Teams in diesem Projekt – jeder entsprechend seiner Bedürfnisse und Fähigkeiten. Durch theoretische und praktische Schulungen werden die Mitarbeiter an die Montage der Langfeldleuchten herangeführt. Für die Betreuung stehen zwei Gruppenleiter zur Verfügung, die mit fachspezifischem und pädagogischem Wissen die Beschäftigten bei ihrer täglichen Arbeit unterstützen. Mithilfe einer Arbeitsstraße nehmen die Leuchten Schritt für Schritt mehr Form an. Man kann den Prozess vom Rohling bis zum endgültigen Produkt genau beobachten.

Der Grundträger wird von LAH Leuchten selber gestanzt und angeliefert. Auf diesen Grundträger werden nach genauer Anleitung, festgelegter Reihenfolge und in kleinen Arbeitsschritten Fassungen, Kabelbinder, Stromkabel, Leuchtmittel und Vorschaltgeräte montiert. „Eine Arbeit, die mir sehr gut gefällt“, erzählt Manuela Götz während sie hochmotiviert und hochkonzentriert die vielen bunten Stromkabel auf die richtige Größe ablängt und befestigt. „Es ist schwer, aber spannend zugleich.“ Am Ende der Arbeitsstraße steht dann das Ergebnis: Eine Langfeldleuchte mit drei unabhängigen Stromkreisen. Zwei Stromkreise werden für das diffuse Deckenlicht sorgen, ein Stromkreis für das gezielte Licht am Boden. Ob jede Leuchte auch einwandfrei funktioniert, prüft dann ein Gruppenleiter.

(ID:45034468)