Suchen

Spektrum-Analysator mit Echtzeitfähigkeit bis 40 MHz

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Mit einer neuen Serie an Spektrum-Analysatoren erweitert Siglent sein Programm an HF-Messtechnik. Die Serie SSA3000X-R bietet Frequenzen bis 7,5 GHz und stellt verschiedene Optionen bereit.

Firmen zum Thema

Die Serie SSA3000X-R von Siglent bietet eine Echtzeit-Analysebandbreite von bis zu 40 MHz.
Die Serie SSA3000X-R von Siglent bietet eine Echtzeit-Analysebandbreite von bis zu 40 MHz.
(Bild: Siglent )

Nachdem Siglent die Bandbreite seiner HF-Analysatoren mit dem Modell SVA1075X bis auf 7,5 GHz aufgebohrt hat, bringt der Messtechnik-Hersteller jetzt eine neue Serie an HF-Messtechnik heraus. Die beiden Spektrum-Analysatoren aus der Serie SSA3000X-R bieten eine Echtzeit-Analysebandbreite bis 40 MHz und sind mit den Maximalfrequenzen von 5 GHz und 7,5 GHz verfügbar.

Zu den technischen Details der beiden Spektrum-Analysatoren gehören ein Frequenzbereich von 9 kHz bis 5 GHz sowie 9 kHz bis 7,5 GHz. Beide Versionen bieten eine Amplitudengenauigkeit von <0,7 dB. Die Kombination des rauscharmen Frontends, mit der minimalen Auflösungsbandbreite (RBW) von 1 Hz und dem standardmäßig integrierten Vorverstärker resultieren in einem minimal darstellbaren Rauschpegel (DANL) von -165 dBm. Anwender können damit auch kleinste Signale, die knapp über dem Rauschen des Geräts liegen, erkennen und messen.

Laut Siglent basiert das Bedienkonzept auf den gleichen Bedienelementen und Menüs, wie sie in den Serien SSA3000X Plus und SVA1000X verwendet werden. Dazu gehören ein Touchscreen mit 10,1'', die Steuerung mit externer Maus und Tastatur sowie ein integrierter Webserver.

Automatisierte Messungen als Option

Das Design und der Test von HF-Anwendungen stehen unter anderem eine Echtzeit-Analysebandbreite von bis zu 40 MHz bereit. Hinzu kommen eine 100-prozentigen Erfassungswahrscheinlichkeit (POI) für Signale, welche länger als 7,2 µs auftreten. Abgerundet wird die Analyse mit mehrdimensionalen Anzeigen und der Frequenzmaskentriggerung.

Optional lässt sich die Analysator-Serie für automatisierte Messungen (Option SSA3000XR-AMK) erweitern. Sie umfasst beispielsweise die Möglichkeit, die Kanalleistung (CHP), die Nachbarkanalleistung (ACPR), die belegten Bandbreite (OBW), das TOI sowie die Oberwellen und das Träger-Rausch-Verhältnis (CNR) zu messen. Damit sind Entwickler in der Lage, Übertragung oder Verifikation von Kommunikationssystemen zu verbessern.

Die EMI-Option wurde erweitert und bietet jetzt eine detailliertere und aussagekräftigere Anzeige der Messungen. Für die EMI-Messungen stehen Peak-, Durchschnitts-, RMS- und Quasi-Peak-Detektoren zur Auswahl. EMI-Filterbandbreiten von 200 Hz, 9 kHz, 120 kHz und 1 MHz (CISPR16 Definition folgend) sind weiterhin in der Option integriert. Die Echtzeitfähigkeit des Geräts kann auch beim EMI-Debugging vorteilhaft eingesetzt werden. Es lassen sich beispielsweise selten auftretende Störungen verfolgen und lokalisieren.

Digital modulierte Signale und Vektorsignalanalyse

Zusätzlich bietet Siglent eine Erweiterungsoption für die Vektorsignalanalyse von digital modulierten Signalen (Option SSA3000XR-WDMA) an. Mit ihr lässt sich die Qualität komplex-modulierter Signale und Signalübertragungen bestimmen. Parameter wie Fehlervektorgröße (EVM) von PSK-, MSK- oder QAM-modulierten Signalen können gemessen werden. Der SSA3000X-R ist in der Lage, Signale mit einer Modulationsbandbreite von bis zu 40 MHz zu analysieren. Wie die anderen Spektrum-Analysatoren von Siglent enthält die X-R-Serie einen standardmäßig integrierten Tracking-Generator (TG). In Kombination mit einer externen Messbrücke wird der Spektrum-Analysator zum skalaren Netzwerkanalysator und misst Reflexionen oder bestimmt das VSWR.

Der Einstiegspreis für die Serie SSA3000X-R beträgt 7495 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 46496273)