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Energiespeicher Speicher für Erneuerbare Energien – ein wichtiges Thema heute und morgen

| Autor: Thomas Kuther

Energiespeicher sind entscheidend für den Einsatz von Erneuerbaren Energien im großen Stil – Grund dafür ist ihr schwankendes Angebot je nach Laune der Natur. Das Cluster Erneuerbare Energien Hamburg (EEHH) stellt die vier wichtigsten Speichertypen und zwei preisgekrönte Pilotprojekte vor.

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Ausgezeichnet: mehrere Batteriespeicher und eine Redox-Flow-Batterie in der SmartRegion Pellworm.
Ausgezeichnet: mehrere Batteriespeicher und eine Redox-Flow-Batterie in der SmartRegion Pellworm.
(Bild: Luftbildservice Bernot)

Wind oder Flaute, Tag oder Nacht – Erneuerbare Energien sind abhängig von natürlichen Bedingungen, stehen damit mal im Überfluss, mal gar nicht zur Verfügung und müssten – um den weiteren Ausbau zu schaffen – je nach Bedarf in kleinerem oder größerem Stil gespeichert werden.

Das Ziel der Bundesregierung sieht vor, dass der Anteil der Erneuerbaren Energien bis 2050 mindestens 80% des Energiehaushalts ausmacht. Um dies zu realisieren, benötigt man perspektivisch zunächst kleinere Speicher, um das Netz lokal zu stützen sowie beim steigenden Anteil effektive Mittel- und Langzeitspeicher.

Batteriespeicher: Mehr und mehr auch für größere Stromsysteme geeignet

Batterien werden momentan hauptsächlich in kleineren Stromsystemen in Einzel- oder Mehrfamilienhäuser eingesetzt. Aufgrund einer geringen Anzahl möglicher Ladezyklen sind die Gesamtkosten bei Batterien noch recht hoch. Zudem verringert sich die Speicherkapazität durch häufiges Laden und Entladen. Ihre Einsatzmöglichkeiten in Stromsystemen sind daher eingeschränkt. Neuere Batterietechnologien weisen bereits eine höhere Anzahl möglicher Ladezyklen und größere Speicherkapazität auf.

Die verhältnismäßig hohen Energiekosten und eine immer noch geringe Anzahl an Ladezyklen erschweren derzeit jedoch noch einen wirtschaftlichen Einsatz in größeren Stromsystemen. In letzter Zeit sind aber auch etliche große Batteriespeicher in Betrieb gegangen, die das lokale Netz unterstützen – die Technik entwickelt sich schnell.

Pumpspeicher: Technisch ausgereift

Bei der Pumpspeichertechnik wird Wasser in ein hoch gelegenes Becken gepumpt und dort aufbewahrt. Dies ist die technisch bewährteste und am meisten eingesetzte Speichertechnologie bisher. Bei Bedarf wird Wasser abgelassen und mit Hilfe einer Turbine und eines Generators Strom erzeugt.

Es gibt jedoch einschränkende Faktoren beim künftigen Ausbau: Naturschützer haben Bedenken aufgrund des massiven Eingriffs in die Landschaft. Außerdem gibt es wegen der notwendigen, topologischen Eigenschaften nur noch sehr wenige potenzielle neue Standorte für Pumpspeicherkraftwerke in Deutschland. Technisch lassen sie sich flexibel steuern und sind schnell einsatzbereit. Sie können daher zuverlässig verschiedene Arten von Regelenergie bereitstellen. Regelenergie hält die Frequenz im Stromnetz konstant und sichert die Stabilität des Stromsystems.

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