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Sorgen Roboter für die nächste industrielle Revolution?

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Roboter im Katastrophen-Einsatz

Manchmal wäre es ganz gut, wenn uns Roboter ersetzen könnten. Beispiel Fukushima: Die Reaktorkatastrophe in Japan wäre weniger schlimm ausgefallen, wenn jemand gleich nach dem Unglück im Innern der Anlage gewisse Ventile hätte öffnen können. Doch für Menschen war die radioaktive Strahlung tödlich. Und Roboter waren damals nicht genug entwickelt, um eine solche Aufgabe zu übernehmen. Doch das ändert sich bald.

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Diesen Sommer beteiligten sich 23 Teams aus fünf Ländern an der Darpa Robotics Challenge (DRC) in den USA. Die Roboter mussten Autofahren, Löcher in Wände fräsen, Türen öffnen, Ventile betätigen und schwieriges Terrain überwinden. Dabei zeigte sich: Eine Terminator-Maschine wie im Film wird es noch lange nicht geben. Besonders der menschliche Gang ist nach wie vor eine große Herausforderung. Die Roboter kippten reihenweise um und erinnerten dabei an betrunkene Menschen.

Die Sieger aus Südkorea machten es besser. Ihr Roboter DRC-Hubo ist mit zwei Beinen ausgerüstet, kann aber gleichzeitig auf Rollen fahren, die an den Knien angebracht sind. DRZ-Hubo hatte somit die nötige Stabilität und löste alle Aufgaben in kürzester Zeit. Das Team rund um das Institut Kaist gewann das Preisgeld von 2 Mio. US-Dollar.

In zehn Jahren sollen Roboter soweit sein, auch komplizierte Aufgaben in gefährlichen Umgebungen zu übernehmen. Was es dafür braucht? Roboter, die selbstständig unvorhergesehene Herausforderungen meistern. Und dann ist da noch die Sache mit dem menschlichen Gang. An dieser Herausforderung arbeiten auch die Entwickler von Hubo fleissig. Ihr Roboter soll schon bald sicher und stabil über unebenes Gelände gehen können – so wie ein Mensch. Oder jedenfalls fast.

Der Beitrag ist ursprünglich auf dem Portal unserer Schwesterpublikation Konstruktionspraxis erschienen.

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