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Sorgen Roboter für die nächste industrielle Revolution?

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Mit Kollege Roboter am Band

Mensch und Maschine kommen sich auch in der Industrie immer näher. Dort lautet der aktuelle Leitsatz: Raus aus dem Käfig! Viele Hersteller präsentieren leichte Modelle, die Hand in Hand mit Personen in Fabrikhallen zusammenarbeiten. Diese neue Generation von kollaborativen Robotern ist kleiner als die bisherigen Maschinen, die unter anderem in der Automontage eingesetzt werden und hinter Schutzgittern arbeiten. Weil die neuen Geräte nahe beim Menschen positioniert sind, dürfen sie nicht zu schnell und zu stark sein. Sicherheit geht vor.

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Diese Roboter müssen zwar keine Emotionen lesen, aber doch erkennen können, was um sie herum passiert. Sensoren und Kameras helfen ihnen dabei. Kommt ein Mensch zu nahe, stoppt der Roboter seine Bewegung. Viele Hersteller setzen zudem weiche Materialien ein. Das Schweizer Start-up-Unternehmen F&P Robotics etwa kleidet seine Roboterarme in zweifarbige Kunstlederhüllen.

Im Innern befinden sich bürstenlose DC-Motoren von maxon, ein Antrieb pro Gelenk. Wie bei allen modernen Robotern gilt auch hier: möglichst viel Leistung auf kleinstem Raum. Denn Motoren mit großen Drehmomenten benötigen keine oder nur sehr kleine Getriebe. Das spart Platz und Geld.

Roboter verändern die Fertigung

Die Kosten sind ein wichtiger Punkt. Mit den günstigeren kollaborativen Robotern haben die Hersteller kleine und mittelgrosse Unternehmen im Blick. Auch diese müssen ihre Abläufe zunehmend automatisieren, wenn sie auf dem Markt bestehen wollen. Noch stehen wir diesbezüglich am Anfang. Und dennoch: Kollaborative Roboter verändern die Fertigung der Kleinteilemontage nachhaltig – ob für Montagearbeiten in der Elektronikindustrie oder in der Laborautomatisation.

Diese Maschinen werden bald so intelligent sein, dass sie Fehler in der Produktionslinie selbstständig analysieren und beheben. Das führt zwangsläufig zu einem Abbau von Arbeitsplätzen. Zumindest in gewissen Montagebereichen. Roboterfirmen dagegen werden wachsen – wenn sie ihre Sache gut machen.

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