Authentication Outlet Sony-Steckdose erkennt Geräte und Benutzer

Redakteur: Peter Koller

Sony will das Smart Grid noch ein bisschen smarter machen: eine "intelligente" Steckdose soll die angeschlossenen Geräte und sogar die menschlichen Benutzer erkennen können.

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Die Intelligente Steckdose erkennt Geräte und deren technische Daten (Foto: Sony)
Die Intelligente Steckdose erkennt Geräte und deren technische Daten (Foto: Sony)

Die von Sony entwickelte intelligente Steckdose mit der Bezeichnung Authentication Outlet basiert auf den Datenaustausch-Standards RFID (Radio Frequency Identification) oder NFC (Near Field Communication).

In beiden Fällen würde ein in der Steckdose bzw. dem Sicherungskasten integriertes Lesegerät einen entsprechenden ID-Chip im Stecker eines Elektrogerätes erkennen – bei NFC drahtlos, bei RFID über den elektrischen Kontakt, so ein Bericht bei dem Online-Portal PhysOrg.

Anschließend würden wesentliche auf dem Chips gespeicherte Daten des eingesteckten Gerätes wie die nötige Netzspannung oder der maximale Energieverbrauch übermittelt werden.

Das System sieht aber nicht nur die Erkennung von Geräten, sondern auch von Individuen vor: Benutzer könnten sich über eine Smartcard am Lesegerät in der Steckdose authentifizieren.

Sony sieht für seine intelligente Steckdose eine ganze Reihe von Anwendungsszenarien:

  • Der Energieverbrauch kann auf der Ebene einzelner Geräte gemessen, analysiert und gesteuert werden.
  • Bei Energieknappheit können unwichtige Geräte zugunster wichtiger wie etwa medizinischer Vorrichtungen oder Kühlschränke gezielt abgeschaltet werden.
  • Durch die Benutzererkennung lässt sich etwa das Aufladen eine Elektroautos an einer öffentlichen Steckdose leicht zuordnen und abrechnen.
  • Automatische Erkennung und Bereitstellung der von einem Gerät benötigten Spannung.

Einen Prototyp des Authentication Outlet hat Sony Anfang März auf der Messe MFC & Smart World in Tokyo gezeigt. Bei dieser Gelegenheit sagte ein Sony-Sprecher dem Portal Diginfo (Video): "Über eine kommerzielle Einführung dieses Systems haben wir noch nicht entschieden. Wir glauben nicht, dass das von uns allein realisiert werden könnte." Deswegen sollen Gespräche mit Geräteherstellern und Netzbetreibern geführt werden.

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