Sonnenlicht und LED: Welchen Einfluss das Licht auf den Menschen hat

| Autor / Redakteur: Wolfgang Endrich * / Hendrik Härter

Sonnenlicht: Für den Menschen ist natürliches Licht von der Sonne notwendig. Aber auch künstliches Licht von LEDs kann sich positiv auf die Gesundheit auswirken.
Sonnenlicht: Für den Menschen ist natürliches Licht von der Sonne notwendig. Aber auch künstliches Licht von LEDs kann sich positiv auf die Gesundheit auswirken. (Bild: ©Alen-D - stock.adobe.com)

Das natürliche Licht der Sonne ist für den Menschen zwingend notwendig. LEDs versuchen das Sonnenlicht künstlich nachzubilden – mit allen Vor- und Nachteilen. Wir schauen auf die Details.

Licht spielt eine sehr wichtige Rolle bei der biologischen Energieproduktion des Menschen. Obwohl Licht so wichtig ist, wurde es oft missverstanden und seine Relevanz für das Mitochondriale Level von ATP, dem Energieträger unseres Körpers, übersehen. Als 1962 die Leuchtdioden erfunden wurden, konnte man nicht wissen, welchen bahnbrechenden Erfolg die Leuchtdioden in den folgenden Jahrzehnten durchlaufen würden. Äußerst hilfreich waren dabei zwei Entwicklungen: Die Energie wurde billiger und die Entwicklung und Verbesserungen der Leistung der LED ging sehr rasch von statten.

Die Lichtausbeute (Lumen/Watt) bei den Leuchtdioden stieg und sie wurden heller. Auch der Energiebedarf im Vergleich zu einer klassischen Glühfadenlampe konnte gesenkt werden, was schließlich zu einem Verhältnis von einem Watt LED zu zehn Watt Glühlampe führte. Die LED-Lampen gaben nicht nur ein warmes Licht ab, sondern boten eine Farbtemperatur von bis zu 6000 K. Bei der aktuellen Entwicklung wurde ein Punkt nicht erkannt: das künstliche Licht einer LED ist nicht mit dem Sonnenlicht gleichzusetzen, auch wenn es zur Beleuchtung und damit zum besseren Sehen zum Einsatz kommt.

Ein kritischer Blick auf die LED und ihr Licht

In der evolutionären Entwicklung der Lebewesen waren neben den Pflanzen und Tieren eben auch der Mensch auf das Sonnenlicht angewiesen. Bei Pflanzen beispielsweise speist die Lichtenergie der Sonne mit der Photosynthese energiereiche Biomoleküle, die dann zum Wachsen der Pflanzen beitragen. Warum sollte es also nicht auch einen Zusammenhang zwischen dem Sonnenlicht und seiner ausgestrahlten Energie zum Menschen geben? Den ersten Anstoß gaben U-Boot-Besatzungen, die nach dreimonatiger Unterwasserfahrt krank und angeschlagen waren. Das löste in den USA bereits vor Jahrzehnten, später aber auch in Japan, umfangreiche Forschungen aus.

Das Licht, welches der Mensch zum Sehen benötigt ist nicht vergleichbar mit dem Licht, das die Sonne spendet und das der Mensch für seinen gesamten Körper einschließlich des Biorhythmus benötigt. Bei weitergehenden Untersuchungen kam man zu erstaunlichen Erkenntnissen. Die von Glühlampen erzeugte Wärme enthält infrarote Strahlung, die generell der Gesundheit des Menschen förderlich ist.

Die unerwünschten blauen Wellenlängen

Die Leuchtdioden hingegen sind eine der wenigen nicht natürlichen Strahlungsquellen, die elektromagnetische Strahlung erzeugen. Das Licht der LED besitzt unerwünschte blaue Wellenlängen und Nebenwirkungen, die beispielsweise zu altersbedingter molekularer Degeneration der Netzhaut oder gesundheitlichen Problemen durch mitochondriale Erkrankungen und somit zum Versagen des zellularen Energiestoffwechsels des Menschen führen.

Sie spielen eine wichtige Rolle in der pädiatrischen und neurologischen Wissenschaft und sind damit die Ursache vieler chronischer Erkrankungen, wie Depressionen. Mitochondrien haben eine wichtige Funktion: sie produzieren Adenosintriphosphat (ATP), dem universellen Energiezellenträger für alle Zellen. Außerdem besitzen sie eine eigene DNA und vermehren sich unabhängig von ihrer Mutterzelle.

Als Mitochondrien werden Zellorgane generell bezeichnet, die von einer Doppelmembran umschlossen sind und eigene Erbsubstanz enthalten. Unsere Körperzellen enthalten wenige oder bis zu 2000 Mitochondrien. Die größte Dichte kommt in Zellen der Skelettmuskulatur, dem Herzmuskel sowie Leber und Gehirn vor, die einen hohen Energieumsatz haben. Bei Störungen in diesem System kann es zu einem Energiemangel im menschlichen Gewebe oder einer oxidativen Belastung führen und damit vielfältige Gesundheitsstörungen auslösen.

Künstliches Licht und der Einfluss auf den Menschen

Laut Definition kann künstliches Licht bedeuten, dass es vom Menschen für das Sehen den Wellenlängenbereich von 400 bis 780 nm genutzt wird. Sonnenlicht hingegen umfasst ein deutlich größeres Spektrum als das, was unsere Augen sehen können: 300 bis ungefähr 2000 nm. Hier kommt das Infrarot A des Sonnenspektrums im Frequenzbereich von 700 bis 1500 nm ins Spiel.

In künstlichen Lichtquellen wie den LEDs ist es nicht vorhanden. Seine positive Eigenschaft besteht darin, dass es als Wärme noch nicht fühlbar, im Gegensatz zu Infrarot B und C, und auch nicht sichtbar ist, aber für die Gesundheit unverzichtbar. Es hilft vor allem bei der Reparatur und Regeneration der Retinazellen im menschlichen Auge, soweit sie von blauen Lichtwellen geschädigt werden. Dabei ist bemerkenswert, dass nur ein Drittel der Energie, die der Körper täglich verbraucht, von den von uns gegessenen Nahrungsmitteln stammt. Die überwiegende Menge an Energie, die der Körper braucht, um das Gleichgewicht aller Systeme zu erhalten, gewinnt er aus der Infrarotabstrahlung der Umwelt – für den Menschen also nicht fühlbar und unsichtbar.

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Auch ich stimme der Aussage mit den Quellenangaaben zu. Ohne diese ist der Artikel wertlos, da er...  lesen
posted am 25.06.2018 um 11:28 von Unregistriert

Jetzt weiß ich auch endlich wo mein Übergewicht herkommt. Da die Nahrungsaufnahme nur ein Drittel...  lesen
posted am 06.03.2018 um 10:59 von Unregistriert

Da der Artikel sehr viele Grundsatzaussagen trifft (Infrarot A als heilende Strahlung) wäre eine...  lesen
posted am 06.03.2018 um 09:44 von Unregistriert

Vielen Dank Herr Endrich für diesen sehr fundierten und wichtigen Beitrag. Ich glaube, den meisten...  lesen
posted am 24.02.2018 um 12:44 von Unregistriert


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