Q-Cells AG Solarzellenhersteller meldet 59 Prozent Umsatzwachstum für das Geschäftsjahr 2007

Redakteur: Andreas Mühlbauer

Der deutsche Solarzellenhersteller Q-Cells hat den Geschäftsbericht für das Jahr 2007 vorgelegt. Das Unternehmen hat dabei seine vorläufigen Geschäftszahlen mit einem Umsatzzuwachs von 59% bestätigt. Das EBIT stieg um 52%. Gleichzeitig hat das Unternehmen die Prognosen für die Geschäftsjahre 2008 und 2009 angehoben.

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Mit einem Produktionsvolumen von 389,2 MWp ist Q-Cells nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr zum weltweit größten Solarzellenhersteller aufgestiegen. Der Umsatz erhöhte sich um 59% auf 858,9 Mio. €. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) wuchs um 52% auf 197,0 Mio. €. Die EBIT-Marge lag mit 23% auf dem Niveau des Vorjahrs. Insgesamt betrug der Jahresüberschuss im Jahr 2007 148,4 Mio. € und liegt damit rund 69% über dem Wert des Vorjahres.

Weiterer umfangreicher Vertrag über die Lieferung von Silizium

Die Q-Cells AG und die kanadische Bécancour Silicon Inc. (BSI) haben einen Vertrag über die Lieferung von Solarsilizium unterzeichnet. Der Vertrag umfasst Lieferungen von 410 t für 2008 und 3000 t im Jahr 2009 zu festgelegten Preisen. Bis Ende Juli 2008 wollen die Partner einen weiteren Vertrag für die Folgejahre 2010 bis 2013 über Lieferungen von bis zu 6.000 t jährlich abschließen.

BSI hat ein eigenes Verfahren entwickelt, um metallurgisches Silizium zu reinigen und so für die Herstellung von Solarzellen nutzbar zu machen. In umfangreichen Tests hat Q-Cells mit dem nicht gemischten BSI-Material sehr gute Ergebnisse in der Zellfertigung erreicht.

Aufbau einer Waferproduktion am Standort Malaysia

Auf der Basis der vertraglich gesicherten Siliziumlieferungen hat Q-Cells beschlossen, am neuen Produktionsstandort in Malaysia eine eigene Waferfertigung in den Produktionskomplex für Solarzellen zu integrieren, der im Jahr 2008 errichtet wird. Die Produktionskapazität entspricht derjenigen der Zellfertigung und soll in der ersten Ausbaustufe bei mehr als 300 MWp liegen.

Neben dem Ausbau der Waferfertigung will Q-Cells mit der Produktion von Siliziumblöcken beginnen, aus denen die Wafer gesägt werden, den so genannten Ingots. Am Standort Malaysia will Q-Cells dann eine Ingotfertigung aufbauen und in den dortigen Produktionskomplex integrieren. Die Kapazität soll derjenigen der Zellfertigung entsprechen und über mehrere Ausbauphasen mehr als 300 MWp erreichen.

Ausbau des Dünnschicht-Geschäfts und Projektierung großer Fotovoltaik-Anlagen

Um bestehende und zukünftige Absatzmärkte noch besser zu erschließen, hat die Q-Cells AG im Jahr 2007 die Q-Cells International GmbH mit Sitz in Bitterfeld-Wolfen gegründet. Diese 100%ige Tochtergesellschaft soll als Entwickler von großen Freiflächen- und Auf-Dach-Anlagen tätig werden.

Hierzu wird Q-Cells International im Wesentlichen auf die Dünnschicht-Modulproduktion der Q-Cells-Tochtergesellschaften zurückgreifen. Ein erstes Projekt in Sachsen-Anhalt ist bereits in der Umsetzung. Für das laufende Jahr 2008 erwartet Q-Cells durch die Tätigkeit der Q-Cells International einen Umsatzbeitrag von 25 Mio. € nach Konsolidierung, im Jahr 2009 sollen es 50 Mio. € nach Konsolidierung werden.

Prognosen für 2008 und 2009 angehoben

Auf Basis der für das laufende Jahr durch den Vertrag mit BSI zusätzlich abgesichterten Siliziummengen rechnet die Q-Cells AG nun für das Jahr 2008 mit einer Produktionsmenge von 570 MWp im Kerngeschäft, der Herstellung kristalliner Solarzellen (bislang 540 MWp). Insgesamt – also einschließlich der Produktion aller Dünnschichtbeteiligungen – wird die Q-Cells AG nach eigenen Angaben voraussichtlich eine Gesamtproduktion von 595 bis 620 MWp erreichen.

Für das Gesamtjahr 2008 erwartet das Unternehmen einen Gesamtumsatz von ca. 1,275 Mrd. € (bisher ca. 1,2 Mrd. €) sowie eine EBIT-Marge von rund 20%. Vor Berücksichtigung des REC-Ergebnisbeitrages strebt das Unternehmen eine Umsatzrendite von 14% an. Für das Jahr 2009 erwartet Q-Cells nun einen Umsatz von mehr als 2 Mrd. € (bislang 1,7 Mrd. €).

Die Produktion an kristallinen Solarzellen soll im Jahr 2010 voraussichtlich mehr als 1,5 GWp betragen. Bislang war Q-Cells von einer Produktion von mehr als 1 GWp ausgegangen. Zusätzlich strebt Q-Cells unverändert eine Produktion an Dünnschichtmodulen von 400 bis 600 MWp an.

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