Solarstrom einfach in der Cloud speichern

| Redakteur: Thomas Kuther

Die E.ON SolarCloud: Photovoltaik-Nutzer brauchen nun keine teuren Batteriespeicgher mehr, um ihren Solarstrom speichern zu können.
Die E.ON SolarCloud: Photovoltaik-Nutzer brauchen nun keine teuren Batteriespeicgher mehr, um ihren Solarstrom speichern zu können. (Bild: E.ON)

E.ON will den Solar- und Photovoltaikmarkt aufmischen: Als nach eigenen Angaben erstes Unternehmen bietet E.ON seinen Kunden an, den eigenen Solarstrom ohne die bisher übliche Batterie zu speichern.

Ab sofort können die Besitzer von Photovoltaikanlagen ihre Energie direkt und ohne Limit in die E.ON SolarCloud einspeisen. Auf dieses virtuelle Stromkonto lässt sich nicht nur für den Energiebedarf zu Hause, sondern auch an anderen Orten zugreifen. E.ON wird die Produktneuheit zuerst auf den Energiemärkten in Deutschland und Italien anbieten.

Eine Cloud-Lösung hat E.ON bereits seit einem Jahr im Programm, allerdings bisher ausschließlich in Verbindung mit dem Batteriespeicher E.ON Aura. Hierbei wird der eigene Solarstrom erst dann in die Cloud geladen, wenn der Aura-Speicher komplett gefüllt ist.

Einfaches und komfortables System

Das neue System ist deutlich einfacher und komfortabler. Kunden sparen die Anschaffungs- und Installationskosten eines physischen Speichers und haben keinen Aufwand für Wartung. Vor allem haben Kunden die Möglichkeit, ein Stromguthaben für den Winter zu günstigen Konditionen anzusparen und sich zu 100% mit Solarstrom aus ihrer eigenen Photovoltaikanlage zu versorgen. Wirkungsgradverluste gibt es nicht mehr.

„Mit der E.ON SolarCloud ermöglichen wir unseren Kunden, ihre ganz persönliche Energiewelt zu gestalten, frei und vollkommen unabhängig. Das ist einzigartig. Die Cloud-Lösung eröffnet auch Besitzern von Wärmepumpen oder Elektroautos neue Möglichkeiten. Das macht deutlich, welche Bedeutung Strom zukünftig auch in Bereichen wie Mobilität oder Wärmeversorgung bekommt“, sagt E.ON Vorstandsmitglied Karsten Wildberger.

Großes Marktpotenzial für die Stromwolke

Mit der E.ON SolarCloud zielt E.ON auf ein großes Marktpotenzial. Allein im deutschen Markt gibt es heute mehr als 1,6 Mio. Betreiber von Solaranlagen. Nach Einschätzung von E.ON und auf Basis der Daten aus der Sunroof-Kooperation von E.ON und Google gibt es in Deutschland noch weitere 10 Mio. Dächer, die sich für die Installation von Photovoltaikanlagen eignen.

ERs sind verschiedene Konfigurationen möglich

E.ON bietet das Produkt in verschiedenen Konfigurationen an. In der Basisvariante in Verbindung mit einer Photovoltaikanlage fallen monatliche Kosten von 30,99 € an. Kunden, die ihr System dennoch mit einer Batterie betreiben wollen, können diese Lösung auch weiterhin von E.ON beziehen. Die erfolgreiche und gewachsene Kooperation mit dem deutschen Batterie-Hersteller SOLARWATT setzt E.ON fort. Ein Speicher kann auch jederzeit nachgerüstet werden.

E.ON wird die Produktinnovation auch während der Energie-Leitmesse E-world vom 6. bis 8. Februar in Essen vorstellen.

Das Video zeigt, wie E.ON SolarClod funktioniert

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Dazu gäbe es viel zu sagen, nur will das keiner hören. Denn die Ideen kämen ja von Betroffenen....  lesen
posted am 31.01.2018 um 20:43 von Unregistriert

Hallo in die Runde, wenn man den Artikel auf seinen technischen Kern reduziert, dann bleibt ein...  lesen
posted am 31.01.2018 um 18:05 von Unregistriert

Wie ist denn der E.ON SolarCloud Speicher physikalisch aufgebaut? Wo steht der denn?  lesen
posted am 31.01.2018 um 12:05 von Unregistriert


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