Softwarefirma Wind River wird wieder unabhängig von Intel

| Redakteur: Sebastian Gerstl

Präsident von Wind River: Jim Douglas wird auch nach der Herauslösung des unternehmens aus Intel weiter die Geschicke der Softwarefirma lenken.
Präsident von Wind River: Jim Douglas wird auch nach der Herauslösung des unternehmens aus Intel weiter die Geschicke der Softwarefirma lenken. (Bild: Wind River)

Wind River gab heute bekannt, dass die globale alternative Asset-Firma TPG das Unternehmen von Intel übernehmen wird. Damit soll Wind River wieder den Schritt in die Unabhängigkeit machen. Der Präsident von Wind River, Jim Douglas, und sein bestehendes Management-Team werden nach Abschluss der Transaktion die Leitung des Unternehmens übernehmen.

Neun Jahre nach der Übernahme durch Intel wird Embedded-Software-Spezialist Wind River wieder ein unabhängiges Unternehmen. Wie Wind River meldet, hat sich der global agierende alternative Vermögensverwalter TPG bereit erklärt, die Assets der Softwarefirma vom Chiphersteller Intel zu übernehmen.

"Unser Technologie-Team konzentriert sich darauf, starke, marktführende Unternehmen in Wachstumsbranchen zu unterstützen", sagt Nehal Raj, Partner und Head of Technology bei TPG. "Wir sehen eine enorme Marktchance in der industriellen Software, die durch die Konvergenz von Internet der Dinge (IoT), intelligenten Geräten und Edge Computing angetrieben wird. Als Marktführer mit einem starken Produktportfolio ist Wind River gut positioniert, um von diesen Trends zu profitieren. Wir freuen uns über die Aussichten für Wind River als unabhängiges Unternehmen und wollen mit Investitionen in organisches und anorganisches Wachstum auf dem starken Fundament des Unternehmens aufbauen".

Wind River ist als Unternehmen seit 40 Jahren auf dem Softwaremarkt präsent. Zu den bekanntesten Produkten des Unternehmens zählen da weit verbreitete Echtzeit-Betriebssystem VxWorks, das hauseigene Wind River Linux sowie bewährte Simulations- und Virtualisierungslösungen. 2009 hatte Chiphersteller Intel den Experten für Echtzeitbetriebssysteme und Embedded-Software für 884 Millionen US-$ übernommen. Wie viel TPG für das neue Erkaufen der Unabhängigkeit Wind Rivers bezahlt hat ist derzeit nicht bekannt.

"Diese Akquisition wird Wind River als einen führenden unabhängigen Softwareanbieter etablieren, der einzigartig positioniert ist, um die digitale Transformation in kritischen Infrastruktursegmenten mit unserem umfassenden Edge-to-Cloud-Portfolio voranzutreiben", sagte Jim Douglas, Präsident von Wind River. "Gleichzeitig wird TPG Wind River die Flexibilität und die finanziellen Ressourcen zur Verfügung stellen, um unsere vielen Wachstumschancen als eigenständiges Softwareunternehmen zu nutzen, das den Einsatz von sicheren, zuverlässigen und intelligenten Systemen ermöglicht".

"Dieser Schritt soll unseren Fokus auf Wachstumsmöglichkeiten schärfen, die sich an Intels datenzentrischer Strategie orientieren", sagte Tom Lantzsch, Senior Vice President und General Manager der Internet of Things Group bei Intel. "Wind River wird ein wichtiger Ökosystempartner bleiben, und wir werden auch weiterhin an der Entwicklung kritischer, durch Software definierter Infrastrukturen arbeiten, um eine autonome Zukunft voranzutreiben. Wir erwarten einen nahtlosen Übergang für unsere gemeinsamen Kunden und Partner."

Die Transaktion, bei der Allen & Company LLC als Finanzberater für Intel tätig war, soll voraussichtlich noch im zweiten Quartal 2018 abgeschlossen werden.

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