Entwicklungsplattformen

Oracle stellt Java-Plugin für Webbrowser ein

| Redakteur: Franz Graser

Java galt als eine Schlüsseltechnik des frühen Internet-Zeitalters. In der Version 9 des Java Development Kits wird das Browser-Plugin nicht mehr enthalten sein.
Java galt als eine Schlüsseltechnik des frühen Internet-Zeitalters. In der Version 9 des Java Development Kits wird das Browser-Plugin nicht mehr enthalten sein. (Bild: Oracle)

Der Softwarekonzern Oracle wird in der kommenden Version der plattformübergreifenden Programmiersprache das Browser-Plugin für Java nicht mehr unterstützen. Die Technik wird im Java Development Kit 9 (JDK) nicht mehr enthalten sein.

In der Frühzeit des Web galten Java-Applets – in Java geschriebene Applikationen, die in Webseiten eingebettet werden konnten – als der letzte Schrei. Denn mit dieser Technik war es möglich, Applikationen weltweit zu verteilen und das frühe, noch sehr statische Internet interaktiver zu gestalten.

Die Applets erwiesen sich allerdings immer wieder auch als problematisch, da mit Hilfe dieses Angriffsvektor Schadcode transportiert werden konnte. Der an sich gute Ruf der Java-Plattform litt immer wieder unter den Sicherheitslücken des Browser-Plugins.

Da immer mehr Browser-Hersteller die Unterstützung für Plugin-Techniken wie Flash, Silverlight oder Java aus ihren Produkten entfernen, sah Oracle nun die Zeit gekommen, das Browser-Plugin zu entfernen. Wie die Ellison-Company ankündigte, wird die Technik ab dem JDK 9 kein Bestandteil des Java Development Kits und der Java-Laufzeitumgebung JRE mehr sein.

Das JDK 9 soll im Frühjahr 2017 erscheinen. Die aktuellen Versionen von Google Chrome unterstützen das Java-Plugin bereits nicht mehr, Firefox will das Plugin bis Ende des Jahres entfernen. Der neue Microsoft-Browser Edge verzichtet von Anfang an auf die Java-Technik.

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